Betrieb normalisiert sich

Unwetter-Chaos am Flughafen Mallorca: Wasserfallartiger Regen aus den Decken – nächste Niederschläge folgen

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Ein heftiges Unwetter mit starken Regenfällen hat am Dienstagnachmittag zu Chaos am Flughafen Mallorca geführt. Zeitweise wurden alle Starts und Landungen ausgesetzt.

Update vom 12. Juni, 9.30 Uhr: Am Flughafen Palma de Mallorca läuft der Betrieb einen Tag nach dem Sturm wieder rund. „Der Flughafen arbeitet weiterhin an der Normalisierung des Betriebs“, teilte der Flughafenbetreiber Aena bereits eine Stunde nach dem Unwetter mit den sintflutartigen Regenfällen mit.

An der Messstation am Airport Palma sind laut dem spanischen Wetterdienst Aemet bis 45 bis 90 Liter pro Quadratmeter Regen in einer Stunde gefallen. Teile des Terminals am Flughafen Mallorca waren überschwemmt. In den Geschäften regnete es wie ein Wasserfall aus der Decke (siehe Erstmeldung vom 11. Juni). Die heftigen Regenfälle fluteten auch Lokale, an der Playa de Palma stehen einige nach dem Starkregen unter Wasser. Ein Mauerabschnitt an der Playa de Palma stürzte wohl bei dem Unwetter ein, berichtet die Mallorca Zeitung. Ein 13-jähriger Spanier wurde von einem Trümmerteil dabei leicht am Arm verletzt.

Unwetter auf Mallorca: Wassermassen fluteten am Dienstagnachmittag (11. Juni) den Flughafen und die Straßen von Palma.

Wetterchaos auf Mallorca – Wetterdienst warnt erneut vor Starkregen auf der Insel

Allerdings geht es mit Regen am Mittwoch (12. Juni) auf der Urlaubsinsel weiter. Mit bis zu 74 Litern Niederschlag pro Quadratmeter rechnet der spanische Wetterdienst Aemet am Flughafen Palma de Mallorca. Im Süden der Insel kann es laut der aktuellen Prognose bis zu 20 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde geben. Im Süden von Mallorca herrscht ab 14 Uhr die Warnstufe Gelb.

Unwetter-Chaos am Flughafen Mallorca: Nichts geht mehr, Wasser im Terminal – „beeindruckende“ Videos

Erstmeldung vom 11. Juni 2024: Palma – Das Unwetter traf den Flughafen Mallorca gegen 12.30 Uhr, wie eine Sprecherin gegenüber der Mallorca-Zeitung bestätigte. Alle Landungen und Starts wurden anschließend für knapp eine Stunde ausgesetzt. Erst dann konnten einzelne Flugzeuge wieder in die Luft steigen.

Unwetter trifft Urlaubsinsel besonders hart: Nach starken Regenfällen fluten Wassermassen die Region um den Flughafen.

Mallorca-Flughafen von heftigem Unwetter getroffen: Starts und Landungen zeitweise komplett ausgesetzt

Von der Lage waren auch Flieger nach Deutschland betroffen. Dem Bericht der Zeitung nach gehörten zu den ersten Maschinen, die wieder starten konnten, auch eine Maschine nach Frankfurt sowie eine nach Berlin. Während der vorübergehenden Schließung des Flughafens wurden ankommende Maschinen auf andere Flugplätze umgeleitet. Sie landeten dann unter anderem in Barcelona oder Ibiza. Obwohl nun wieder Maschinen starten können, müssen sich Flugreisende noch bis in den Abend auf große Verspätungen einstellen.

Mallorca-Flughafen geflutet: Unwetter sorgt für Chaos auf Urlauber-Insel

Von kurz vor 13 Uhr bis 15 Uhr traf der Starkregen auf Mallorca offenbar vor allem den Flughafen. Mehr als 45 Liter Wasser pro Quadratmeter wurden an der Messstation am Aeroporto innerhalb von einer Stunde gemeldet. Das bestätigte Spaniens Verkehrsminister Oscar Fuente via X. Auf Teilen des Flughafens habe es Spitzenwerte von mehr als 100 Litern pro Quadratmeter gegeben, schrieb er weiter. Der Flughafen habe sein Notfall-Protokoll aktiviert.

Mallorca entdecken: 10 Top-Sehenswürdigkeiten abseits vom Ballermann

Die Kathedrale der Heiligen Maria – oder Le Seu – in Palma auf Mallorca.
Auf einer Mallorca-Reise sollte ein Besuch der Kathedrale Santa Maria, die von den Einwohnern La Seu genannt wird, unbedingt auf seine To-do-Liste setzen. Der Sakralbau gehört zu den eindrucksvollsten gotischen Kathedralen überhaupt – er wurde vom spanischen Architekten Antoni Gaudí, der auch für die Sagrada Familia in Barcelona bekannt ist, nach einem Erdbeben wiederaufgebaut und in seine heutige Form gegossen. Besonders beeindruckend ist das Lichtspiel innerhalb der Kathedrale, das durch die farbigen Glasstücke der Fensterrosette entsteht. © agefotostock/Imago
Cap de Formentor auf Mallorca
Eine wunderschöne Aussicht auf schroffe Felsen und blaues Meer bietet der berühmte Aussichtspunkt am Cap de Formentor im Nordosten der Insel. Mittlerweile ist die Zufahrt zur Landzunge im Sommer für private Autofahrer beschränkt – dafür kann die Küstenstrecke mit ihren Serpentinen hinauf zum Leuchtturm mit einem Shuttlebus von Puerta Pollença aus zurückgelegt werden. Wer bei der Besichtigung etwas seine Ruhe haben will, sollte für seine Reise die Nebensaison von Oktober bis April wählen.  © Panthermedia/Imago
Die Cuevas del Drach oder Drachenhöhlen auf Mallorca
Die Coves del Drac (auf Kastilisch “Cuevas del Drach”) sind ein 1,7 Kilometer langes Höhlensystem bei Porto Cristo an der Ostküste von Mallorca. Einer Sage zufolge sollen hier Tempelritter einen Schatz versteckt haben, der von einem Drachen bewacht wird – daher der Name, der im Deutschen so viel wie „Drachenhöhle” bedeutet. Wer sich hineinwagt, wird mit dem Anblick beeindruckender Stalaktiten und Stalagmiten belohnt, die sich im Wasser der unterirdischen Seen spiegeln. Auf dem Höhlensee Lago Martel lässt sich sogar eine Bootstour machen.  © Ulrich Stamm/Imago
Straßen und Gebäude der Gemeinde Valldemossa auf Mallorca
Der kleine Ort Valldemossa gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen für Mallorca-Urlauber. Es befindet sich in den Bergen an der Nordwestküste und begeistert mit seinen schmalen Gassen, die an vergangene Zeiten erinnern. Bekanntheit hat das Dorf auch durch prominente Gäste wie den Komponist Frédéric Chopin und die Schriftstellerin George Sand erlangt, die hier einst einen Liebesurlaub im ehemaligen Kartäuserkloster verbracht haben. Außerdem erbauten sich die früheren Könige Mallorcas eine Sommerresidenz in Valldemossa.  © Panthermedia/Imago
Bergpass mit Serpentinen nach Sa Colobra in der Serra de Tramuntana auf Mallorca
Der Nordwesten Mallorcas ist von der Serra de Tramuntana, einer Gebirgskette von Calvia bis Pollença, geprägt. Hier kommen Wanderfans voll auf ihre Kosten – zerklüftete Felsen, versteckte Buchten und ursprünglich Dörfer säumen den Weg. Besonders beliebt ist die Panoramastraße MA-10, die auch für entspanntere Wanderungen geeignet ist. Seit 2011 gehört die Serra de Tramuntana außerdem zum UNESCO-Welterbe. © Moritz Wolf/Imago
Sandiger Strand von Es Trenc auf Mallorca
Neben der kulturellen Highlights ist Mallorca natürlich auch eine beliebte Insel für einen Strandurlaub. Dabei sollten Sie sich den 2,6 Kilometer langen Naturstrand Es Trenc im Süden der Insel nicht entgehen lassen. Da er flach ins Meer hinein verläuft, gilt er als äußerst familienfreundlich. Zudem ist das Wasser so klar, dass Sie Ihr Schnorchel-Equipment nicht vergessen sollten. In der Hochsaison kann hier zwar einiges los sein, aber dennoch lohnt sich ein Ausflug meistens.  © Artesia Wells/Imago
Castell de Bellver auf Mallorca
Das Castell de Bellver macht seinem Namen alle Ehre. „Bellver” bedeutet nämlich so viel wie „schöne Aussicht”. Von der Festung aus haben Besucher vor allem in den Abendstunden einen tollen Ausblick auf die Bucht von Palma, den Hafen sowie auf die Gipfel des Tramuntana-Gebirges. Die Burg stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist aufgrund seiner runden Bauform einzigartig in Europa.  © blickwinkel/Imago
Eingang in die arabische Gartenanlage Alfàbia auf Mallorca
In den Gärten von Alfàbia, oder Jardines de Alfàbia, können Sie einen Blick auf die arabischen Einflüsse auf Mallorca werfen – die Anlage zählt sogar zu den schönsten historischen Gärten Spaniens, in der die Mauren ihre Gartenkunst unter Beweis gestellt haben. Selbst im Hochsommer herrschen hier dank hoher Palmen und dem vielen Wasser, das aus allen Ecken heraussprudelt, angenehme Temperaturen. Die Gärten sind zwischen Palma und dem Städtchen Sóller gelegen. © imagebroker/Imago
Kloster Santuari de Lluc auf Mallorca
Das Kloster Lluc, oder auch vollständig „Santuari de Santa Maria de Lluc” ist der wichtigste Wallfahrtsort für Pilger auf der Insel. Es befindet sich inmitten der beeindruckenden Gebirgswelt der Serra de Tramuntana, etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel. Besonders verehrt wird hier die Schwarze Madonna, die erhöht hinter dem Altar steht. Laut einer Sage soll diese von einem Hirtenjungen namens Lluc am Bachufer gefunden worden sein. Heute zieht es auch viele Touristen zu dem Kloster – zur Besichtigung eignen sich auch das Klostermuseum, der Kalvarienberg oder der botanische Garten.  © Schöning/Imago
Cala Agulla auf Mallorca
Erholung pur bietet die Cala Agulla im Osten der Insel: Sie liegt am Rande eines Naturschutzgebietes, inmitten von Bergen, Dünen und Wäldern. Die Landschaft in der Umgebung ist kaum bebaut, sodass Sie die Natur in vollen Zügen genießen können. Action ist aber dennoch geboten, denn vor Ort lassen sich Tretboote, Surfbretter oder Wasserski ausleihen. © agefotostock/Imago

„Beeindruckend“: Unwetter legt Flughafen Mallorca komplett lahm

Das Wasser stand demnach zwischenzeitlich knietief auf einem Parkplatz. Zudem sollen sich die Regenmassen auch in mehrere Bereiche des Terminals vorgedrungen sein. Unter anderem in Geschäften des Flughafens regnete es durch die Decke. Das zeigen Videos in Sozialen Medien. Auf einem besonders beeindruckenden Foto von einer der Startbahnen ist zu sehen, wie das Wasser fast bis zur Turbine eines stehenden Flugzeugs reicht.

„Beeindruckend! Vorsicht und Geduld!“, schrieb der Flughafen selbst zu dem Bild.

Zuletzt gab es auf Mallorca große Proteste gegen den Massentourismus. (rjs)

Rubriklistenbild: © Thomas Reiner/Imago

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