Anzeige droht

Auf Pariser Wahrzeichen „stecken geblieben“: Touristen übernachten betrunken auf dem Eiffelturm

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Der Pariser Eiffelturm in der Nacht.
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Sie buchten sich ein Ticket, besichtigten die Spitze des Eiffelturms und stiegen dann über eine Absperrung. Nun droht zwei US-Touristen eine Anzeige.

Paris – Täglich zieht der Eiffelturm Touristen aus aller Welt an. Zwei Urlauber aus den USA genügte eine ganz normale Besichtigung der Sehenswürdigkeit in Paris aber wohl nicht. Betrunken verbrachten sie die Nacht unter freiem Himmel auf dem Eiffelturm.

Sehenswürdigkeit:Eiffelturm
Stadt:Paris
Höhe:330 Meter
Eröffnung:31. März 1889

Übernachtung auf dem Eiffelturm: Touristen so betrunken, dass sie nicht mehr wegkamen

Die beiden Männer wurden am Montagmorgen (14. August) vom Sicherheitspersonal entdeckt, wie die Betreibergesellschaft Sete am Dienstag mitteilte. Sie wurden demnach schlafend in einem für die Öffentlichkeit gesperrten Bereich zwischen der zweiten und dritten Etage des Turms aufgefunden.

Die beiden Touristen hatten laut Angaben der Polizei am späten Sonntagabend ihre Eintrittskarten für das Pariser Wahrzeichen bezahlt und die Turmspitze besichtigt. Beim Abstieg über die Treppen kletterten sie dann offenbar unbemerkt über die Absperrungen. Wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte, waren die Urlauber dabei wohl so betrunken, dass sie dann nicht mehr wegkamen. Sie sollen „aufgrund ihrer Alkoholisierung an Ort und Stelle stecken geblieben sein“, berichtete der Sender France Info unter Berufung auf Ermittler der Staatsanwaltschaft.

Da vor Ort keinerlei Schäden festgestellt wurden, seien Ermittlungen „wegen Eindringens in einen historischen oder kulturellen Ort“ ohne Strafauflagen eingestellt worden. Feuerwehrleute brachten die Männer am Montagmorgen schließlich in Sicherheit. Sie wurden zur Anhörung in ein Kommissariat gebracht.

US-Touristen übernachten heimlich auf Eiffelturm: Konsequenzen drohen

Ganz ohne Nachspiel wird die Übernachtung auf dem Eiffelturm für die Touristen nicht bleiben. Die Betreibergesellschaft Sete kündigte an, sie werde Anzeige erstatten. Wegen der beiden Eindringlinge konnte der Eiffelturm am Montag erst mit einer Stunde Verspätung öffnen.

Erst zwei Tage zuvor war es am Eiffelturm bereits zu einem Einsatz der Polizei gekommen. Wegen einer Bombendrohung, die sich als Fehlalarm entpuppte, wurde das Wahrzeichen am Samstag vorübergehend geräumt. Nach gut drei Stunden wurde der Alarm aufgehoben und der Turm wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

Indes ist die Lage andernorts kritisch. Ein „katastrophaler“ Brand wütet im Süden von Frankreich. 3000 Urlauber konnten gerettet werden. Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz. (mbr/dpa/AFP)

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