Dramatische Rettungsaktion

Hochhaus-Einsturz bei Erdbeben in Bangkok: Mehr als 70 Menschen weiter vermisst – Wettlauf gegen die Zeit

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Mit einer Stärke von 7,7 erschüttert ein Erdbeben Thailand und Myanmar. In Bangkok stürzte ein Hochhaus ein und verschüttet zahlreiche Menschen.

Update vom 2. April, 8.10 Uhr: Rettungskräfte suchen in der Millionenmetropole in Bangkok in einem eingestürzten Rohbau nach Verschütteten. Mehr als 70 Menschen werden noch vermisst. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, schwindet. An der Unglücksstelle wurde einem Bericht des Senders Channel 8 zufolge eine weitere Leiche geborgen. Die Zahl der Todesopfer liege damit jetzt bei 15, acht Männern und sieben Frauen, hieß es.

Mehr als 70 Menschen werden weiter unter den Trümmern in Bangkok vermisst.

Rettungskräfte nach Erdbeben in Bangkok weiter im Einsatz: Hoffnung, Überlebende zu finden, schwindet

Update vom 1. April, 8.19 Uhr: Die Sucharbeiten nach dem schweren Erdbeben in Myanmar und Thailand gehen weiter. Auch in der thailändischen Hauptstadt Bangkok war das Beben deutlich zu spüren. Aus den Trümmern des 30-stöckigen Rohbaus seien fünf weitere Leichen entdeckt worden, die jedoch bisher nicht geborgen werden konnten, zitierte der Sender ThaiPBS World die Einsatzkräfte.

Erdbeben in Thailand und Myanmar: Dutzende Menschen werden unter den Trümmern eines Hochhauses in Bangkok vermisst.

Demnach liegt die Gesamttodeszahl in Bangkok jetzt bei über 20. Zwar sind noch immer Retter mit Hundestaffeln, Sonargeräten und Spezialkameras im Einsatz, die Wahrscheinlichkeit, jetzt noch Überlebende zu finden, ist jedoch gering. Mehr als 70 Menschen werden noch vermisst.

Rettungskräfte bergen weitere Todesopfer nach Erdbeben in Thailand

Update vom 30. März, 8.05 Uhr: Nach dem Einsturz eines Hochhaus-Rohbaus in Bangkok geht das Bangen weiter. Inzwischen haben Rettungskräfte einen weiteren toten Arbeiter aus den Trümmern des eingestürzten Gebäudes geborgen. In den frühen Morgenstunden hob ein Kran die Leiche aus den Überresten, berichtete die Zeitung Khaosod.

Bisher sind insgesamt zehn Menschen bei dem Einsturz ums Leben gekommen, 46 weitere werden noch vermisst. Doch die Einsatzkräfte geben die Hoffnung nicht auf. Denn erst am Samstag (29. März) wurden Lebenszeichen in den Trümmern vernommen. Die Rettungskräfte arbeiten also nun gegen die Zeit.

Hochhaus in Bangkok nach Erdbeben eingestürzt: Zahlreiche Menschen verschüttet

Update vom 29. März, 13.01 Uhr: Nach dem Teil-Einsturz eines Wohnblocks in der myanmarischen Stadt Mandalay werden unter den Trümmern mehr als 90 Verschüttete befürchtet. „Neun Menschen sind tot und 44 wurden lebend herausgezogen“, sagte am Samstag ein Vertreter des Roten Kreuzes am Unglücksort der Nachrichtenagentur AFP. Mehr als 90 Menschen könnten sich demnach noch unter den Trümmern befinden.

Die Einsatzkräfte seien noch dabei, Informationen von Menschen, die Angehörige in dem Wohnblock vermissten, zusammenzutragen, sagte der Rot-Kreuz-Vertreter. Die Suche und Rettung geht weiter. Neue Hoffnung keimte auf, als die Behörden am Morgen 15 Lebenszeichen meldeten.

Update vom 29. März, 9.55 Uhr: Bangkok gibt die Hoffnung nicht auf. Wie mehrere Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten, befinden sich die rund 15 Eingeschlossenen in Gruppen zu je drei bis sieben Leuten unter dem Berg aus Stahl und Beton.

Die Rettungsteams versuchten Wasser und Lebensmittel zu den Menschen zu schaffen, zitierte der thailändische Rundfunksender Thai PBS den Direktor des Katastrophenschutzes, Suriyachai Rawiwan. Das Problem sei allerdings, dass manche in einigen Metern Tiefe eingeschlossen seien. „Wir haben etwa 72 Stunden Zeit, um ihnen zu helfen, denn das ist der ungefähre Zeitraum, in dem ein Mensch ohne Wasser und Nahrung überleben kann“, sagte er demnach. 

Berichten zufolge blieb die genaue Zahl der unter den Trümmern begrabenen Opfer unklar. Das im Bau befindliche 30-stöckige Hochhaus war am Freitag nach dem schweren Erdbeben in Südostasien in sich zusammengestürzt. Videos zeigten Menschen, die in Panik vor einer aufwirbelnden Staubwolke von der Baustelle flüchteten. Das Epizentrum des Bebens lag in Myanmar. Dort starben über 1000 Menschen.

„Die Kraft, die ein Beben wie dieses freisetzt, entspricht etwa 334 Atombomben“, sagte Geologe Jess Phoenix gegenüber CNN.

Erdbeben in Thailand und Myanmar: Dutzende Menschen werden unter den Trümmern eines Hochhauses in Bangkok vermisst.

Hochhaus-Einsturz in Bangkok – Endlich Lebenszeichen gemeldet

Update vom 29. März, 7.45 Uhr: Unter den Trümmern des eingestürzten Hochhauses in Bangkok entdeckten Rettungskräfte „Lebenszeichen von 15 Personen“. Das teilte Chadchart Sittipunt, der Governeur der thailändischen Hauptstadt, CNN zufolge mit. Weiter sagte er: „Keine Verzögerungen, keine Stopps – jede Sekunde zählt, wenn es darum geht, Leben zu retten.“ Schwere Maschinen würden demnach eingesetzt, um nach den Überlebenden zu suchen.

Sittipunt sagte, in der Millionenstadt seien rund zehn Todesfälle bestätigt, die meisten davon in dem eingestürzten Hochhaus. Allerdings wurden an dem eingestürzten Gebäude noch rund hundert Arbeiter vermisst.

Update vom 28. März, 13.32 Uhr: Die Zahl der Opfer stieg nochmals an. In Bangkok wurden nach Regierungsangaben beim Einsturz des im Bau befindlichen Hochhauses 81 Menschen verschüttet, mindestens drei von ihnen starben.

Erdbeben in Bangkok – Video zeigt Hochhaus-Einsturz

Erstmeldung vom 28. März: Bangkok – Ein schweres Erdbeben hat mehrere Länder in Südostasien erschüttert. Das Epizentrum lag am Freitag in Myanmar, 16 Kilometer nordwestlich der Stadt Sagaing in einer Tiefe von zehn Kilometern, die Erschütterungen waren bis in die thailändische Hauptstadt Bangkok enorm. Unter anderem stürzte ein Hochhaus ein. Die Regierung hat den Ausnahmezustand ausgerufen.

Starkes Erdbeben erschüttert Thailand: Hochhaus stürzt in Bangkok ein – Videos zeigen Einsturz

In der Millionenmetropole bebte minutenlang die Erde. Infolgedessen krachte ein sich im Bau befindliches Hochhaus mit 30 Stockwerken in sich zusammen – samt Kran. Unter den Trümmern seien etwa 43 Mitarbeiter verschüttet, teilten Rettungskräfte mit. Sieben Menschen konnten sich laut The Nation Thailand noch vor dem Einsturz retten. Die Zahl der Verletzten ist unklar – mindestens eine Person starb laut Behörden. (Stand: 28. März, 10.25 Uhr). Zum Zeitpunkt des Einsturzes sollen sich nahezu 100 Bauarbeiter dort aufgehalten haben.

Videos auf Social Media zeigen den Moment des Einsturzes. Binnen weniger Sekunden fällt das Gebäude wie ein Kartenhaus zusammen. Dichte Staubwolken verschlingen Menschen, die durch die Straßen rennen. Aufnahmen zeigen zudem mehrere Mitarbeiter, die von der Baustelle flüchten. Im Hintergrund sind Schreie zu hören.

Ausnahmezustand nach Erdbeben in Bangkok: Journalistin berichtet von „schreienden Menschen“

Die thailändische Armee wurde laut dem Sprecher Winthai Suvaree aufgrund des Vorfalls zur sofortigen Unterstützung der Bevölkerung in Bangkok aktiviert. Krankenhäuser wurden in Bereitschaft gesetzt, um Notfallpatientinnen und -patienten aufzunehmen. Derzeit sind laut The Nation Thailand Drohnen vor Ort im Einsatz, um das Ausmaß des Einsturzes und die Schäden zu dokumentieren.

Im Großraum Thailand leben mehr als 17 Millionen Menschen, viele von ihnen in Hochhäusern. Vor allem in oberen Stockwerken seien die Erschütterungen stark zu spüren gewesen, wie Zeuginnen und Zeugen berichteten. Eine BBC-Journalistin erzählte, dass sie sich zu dem Zeitpunkt in ihrem Apartment aufgehalten habe. „In meiner Wohnung sah ich nur ein paar Risse in den Wänden und Wasser, das aus den Swimmingpools spritzte, und schreiende Menschen.“ Tatsächlich zeigen mehrere Videos, wie Pools aus Hausdächern überschwappten und sich kurzzeitig in Wasserfälle verwandelten.

Erdbeben in Myanmar treten häufig auf. Die Schwere jedoch variiert. Bei solchen Beben wie jetzt in Myanmar sind die Schäden meist verheerend. Oft sterben Tausende, durch die Zerstörungen verlieren teils ganze Bevölkerungen ihr Zuhause. Darüber hinaus ist vor allem Thailand ein beliebtes Urlaubsland, in das auch viele Deutsche reisen. (asc)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Adryel Talamantes

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