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Das Wochenende in München bringt ungewöhnliche Temperaturen mit sich. Der Südwesten Spaniens verzeichnet Temperatur-Rekorde. War‘s das schon mit Winter?
München – Das Wochenendwetter in München bringt aktuell ungewöhnliche Temperaturen mit sich. Während das Thermometer im Südwesten Spaniens, insbesondere rund um Valencia, ungewöhnliche 29,5 Grad Celsius anzeigt, ist es auch in den deutschen Gefilden mitten im Januar besonders mild. Deutschland bleibt von den Sahara-Winden zwar nicht verschont, aber so warm wie in Spanien dürfte es bei weitem nicht werden.
Keine Spur vom Winter: Temperaturen steigen zum Wochenbeginn nochmals an – bis 15 Grad sind drin
Die ungewöhnlichen Wetterverhältnisse mehren sich aufgrund des Klimawandels allmählich zu einem alljährlichen Phänomen, und sind laut weather.com das Ergebnis des Zusammentreffens der warmen Luft aus der Sahara und der kalten, schweren Luft des europäischen Winters. Obwohl die sommerliche Luft präsent ist, gelingt es ihr nicht, die Kälte am Boden zu vertreiben.
Dies führt dazu, dass es in den Bergen wärmer ist als im Tiefland. Nebel und Hochnebel könnten teilweise auftreten und stellenweise Glätte verursachen. Die zuletzt ohnehin schon milden Temperaturen steigen zum Wochenbeginn nochmals leicht an, auf maximal 15 Grad Celsius.
Wetter in München: Saharastaub sorgt für sehenswerte Sonnenuntergänge
In München herrschen aktuell milde Temperaturen um die 8 Grad Celsius vor. Das wird laut weather.com auch bis Anfang Februar erstmal so bleiben. Neue Wintereinbrüche mit Schnee und Frost sind vorerst nicht in Sicht. Selbst wenn die Warmluft den Boden erreichen sollte, ist die Januar-Sonne nicht stark genug, und die Tage sind noch zu kurz, um die Luft auf über 15 Grad Celsius zu erwärmen. Somit stehen uns verfrüht milde Frühlingstage bevor. Das angenehm milde Wetter bietet eine perfekte Gelegenheit für herrliche Spaziergänge unter der Sonne.
Zusätzlich könnte der Saharastaub, der mit den Luftströmungen mitgetragen wird, für besonders beeindruckende rote Sonnenuntergänge sorgen. Einen Haken hat die Sache aber: an manchen Orten könnte der Staub auch Oberflächen wie Fenster und Autos erreichen, was auf der einen Seite zu interessanten visuellen Effekten führt, und zum anderen mit einem gewissen Putzaufwand verbunden ist. (ls)
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