„Werde mir Urlaub dreimal überlegen“

Preis-Explosion auf Mallorca: Urlauberin gibt Einblick, Experten raten zu wichtigem Trick

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Der Urlaub auf Mallorca ist beliebt - aber teuer. Eine Touristin erklärt, wie stark die Preise jedes Jahr steigen. Ein Reisebüroverband gibt Tipps.

Palma - Für viele Deutsche geht es regelmäßig in den Urlaub nach Mallorca. Ob Kultur, gutes Essen, spektakuläre Natur oder Party - die spanische Urlaubsinsel im Mittelmeer zieht Touristen aus zahlreichen Gründen an. Doch ein Aufenthalt auf den Balearen wird von Jahr zu Jahr immer teurer. Sogar so teuer, dass einige sich ihren Urlaub künftig gut überlegen wollen.

Eine junge Touristin, die Automobilkauffrau Laura N., erzählt dem Nachrichtenportal Focus Online, dass sie mit ihren Freundinnen jedes Jahr nach Mallorca reist. „Die Preise für Getränke werden jedes Jahr ein bis zwei Euro teurer, Ausflüge werden teurer. Also die Kosten sind schon ordentlich nach oben gegangen“, kritisiert sie. Insgesamt spüre sie den Preisanstieg besonders bei Hotels, Flügen und beim Kauf von Alkohol in Clubs.

Preis-Explosion auf Mallorca: Urlauberin erzählt von jährlich steigenden Kosten

Vor zwei Jahren hätten sie und ihre Freundinnen für Flug und eine Woche Unterkunft auf Mallorca jeweils rund 400 Euro gezahlt. In diesem Jahr seien es fast 600 Euro für fünf Übernachtungen. „Und für einen Liter Alkohol haben wir vor einigen Jahren zwischen siebzehn und achtzehn Euro gezahlt. Die kosten jetzt 22 Euro.“ Die Freundinnengruppe berechnete für Focus Online, auf welche Kosten sie insgesamt in ihrem diesjährigen Urlaub kommen. Etwa 1.000 Euro pro Person ist das Ergebnis. „Würden Hotel und Flug im nächsten Jahr noch mehr kosten, würde ich es mir dreimal überlegen“, zieht Laura N. ihr Fazit.

Die Bucht von Palma im Juli 2023: Der Strand ist voll mit Touristen, doch wer kann sich den Urlaub in Zukunft noch leisten?

Dass die Preise auf Mallorca nach oben schnellen, ist nicht nur eine persönliche Einschätzung der Gruppe, sondern wird auch von Reiseanbietern bestätigt. Erst Ende Juni veröffentlichte der spanische Reisebüroverband ACAVE eine Pressemeldung über steigende Preise. Diese Entwicklung gehe mit den zunehmenden Buchungen auf der Urlaubsinsel einher. „ACAVE Agenturen erwarten einen Rekordsommer mit einem durchschnittlichen Anstieg der Buchungen um 15 Prozent im Vergleich zu 2022“, heißt es.

Kostenexplosion auf Mallorca: Diese Bereiche ziehen preistechnisch am meisten an

Die hohe Nachfrage habe zu einem Anstieg der Reisekosten geführt. In den Bereichen Flug und Unterkunft würden die Preise am meisten steigen. Am dritthöchsten seien Restaurantpreise und Lebensmittel betroffen. Die Informationen von ACAVE decken sich somit mit der Erfahrung von Laura N. Damit man nicht noch tiefer in die Tasche greifen muss, sollte man zudem die gängigsten Preisfallen und Abzock-Maschen im jeweiligen Urlaubsland kennen.

Mallorca entdecken: 10 Top-Sehenswürdigkeiten abseits vom Ballermann

Die Kathedrale der Heiligen Maria – oder Le Seu – in Palma auf Mallorca.
Auf einer Mallorca-Reise sollte ein Besuch der Kathedrale Santa Maria, die von den Einwohnern La Seu genannt wird, unbedingt auf seine To-do-Liste setzen. Der Sakralbau gehört zu den eindrucksvollsten gotischen Kathedralen überhaupt – er wurde vom spanischen Architekten Antoni Gaudí, der auch für die Sagrada Familia in Barcelona bekannt ist, nach einem Erdbeben wiederaufgebaut und in seine heutige Form gegossen. Besonders beeindruckend ist das Lichtspiel innerhalb der Kathedrale, das durch die farbigen Glasstücke der Fensterrosette entsteht. © agefotostock/Imago
Cap de Formentor auf Mallorca
Eine wunderschöne Aussicht auf schroffe Felsen und blaues Meer bietet der berühmte Aussichtspunkt am Cap de Formentor im Nordosten der Insel. Mittlerweile ist die Zufahrt zur Landzunge im Sommer für private Autofahrer beschränkt – dafür kann die Küstenstrecke mit ihren Serpentinen hinauf zum Leuchtturm mit einem Shuttlebus von Puerta Pollença aus zurückgelegt werden. Wer bei der Besichtigung etwas seine Ruhe haben will, sollte für seine Reise die Nebensaison von Oktober bis April wählen.  © Panthermedia/Imago
Die Cuevas del Drach oder Drachenhöhlen auf Mallorca
Die Coves del Drac (auf Kastilisch “Cuevas del Drach”) sind ein 1,7 Kilometer langes Höhlensystem bei Porto Cristo an der Ostküste von Mallorca. Einer Sage zufolge sollen hier Tempelritter einen Schatz versteckt haben, der von einem Drachen bewacht wird – daher der Name, der im Deutschen so viel wie „Drachenhöhle” bedeutet. Wer sich hineinwagt, wird mit dem Anblick beeindruckender Stalaktiten und Stalagmiten belohnt, die sich im Wasser der unterirdischen Seen spiegeln. Auf dem Höhlensee Lago Martel lässt sich sogar eine Bootstour machen.  © Ulrich Stamm/Imago
Straßen und Gebäude der Gemeinde Valldemossa auf Mallorca
Der kleine Ort Valldemossa gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen für Mallorca-Urlauber. Es befindet sich in den Bergen an der Nordwestküste und begeistert mit seinen schmalen Gassen, die an vergangene Zeiten erinnern. Bekanntheit hat das Dorf auch durch prominente Gäste wie den Komponist Frédéric Chopin und die Schriftstellerin George Sand erlangt, die hier einst einen Liebesurlaub im ehemaligen Kartäuserkloster verbracht haben. Außerdem erbauten sich die früheren Könige Mallorcas eine Sommerresidenz in Valldemossa.  © Panthermedia/Imago
Bergpass mit Serpentinen nach Sa Colobra in der Serra de Tramuntana auf Mallorca
Der Nordwesten Mallorcas ist von der Serra de Tramuntana, einer Gebirgskette von Calvia bis Pollença, geprägt. Hier kommen Wanderfans voll auf ihre Kosten – zerklüftete Felsen, versteckte Buchten und ursprünglich Dörfer säumen den Weg. Besonders beliebt ist die Panoramastraße MA-10, die auch für entspanntere Wanderungen geeignet ist. Seit 2011 gehört die Serra de Tramuntana außerdem zum UNESCO-Welterbe. © Moritz Wolf/Imago
Sandiger Strand von Es Trenc auf Mallorca
Neben der kulturellen Highlights ist Mallorca natürlich auch eine beliebte Insel für einen Strandurlaub. Dabei sollten Sie sich den 2,6 Kilometer langen Naturstrand Es Trenc im Süden der Insel nicht entgehen lassen. Da er flach ins Meer hinein verläuft, gilt er als äußerst familienfreundlich. Zudem ist das Wasser so klar, dass Sie Ihr Schnorchel-Equipment nicht vergessen sollten. In der Hochsaison kann hier zwar einiges los sein, aber dennoch lohnt sich ein Ausflug meistens.  © Artesia Wells/Imago
Castell de Bellver auf Mallorca
Das Castell de Bellver macht seinem Namen alle Ehre. „Bellver” bedeutet nämlich so viel wie „schöne Aussicht”. Von der Festung aus haben Besucher vor allem in den Abendstunden einen tollen Ausblick auf die Bucht von Palma, den Hafen sowie auf die Gipfel des Tramuntana-Gebirges. Die Burg stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist aufgrund seiner runden Bauform einzigartig in Europa.  © blickwinkel/Imago
Eingang in die arabische Gartenanlage Alfàbia auf Mallorca
In den Gärten von Alfàbia, oder Jardines de Alfàbia, können Sie einen Blick auf die arabischen Einflüsse auf Mallorca werfen – die Anlage zählt sogar zu den schönsten historischen Gärten Spaniens, in der die Mauren ihre Gartenkunst unter Beweis gestellt haben. Selbst im Hochsommer herrschen hier dank hoher Palmen und dem vielen Wasser, das aus allen Ecken heraussprudelt, angenehme Temperaturen. Die Gärten sind zwischen Palma und dem Städtchen Sóller gelegen. © imagebroker/Imago
Kloster Santuari de Lluc auf Mallorca
Das Kloster Lluc, oder auch vollständig „Santuari de Santa Maria de Lluc” ist der wichtigste Wallfahrtsort für Pilger auf der Insel. Es befindet sich inmitten der beeindruckenden Gebirgswelt der Serra de Tramuntana, etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel. Besonders verehrt wird hier die Schwarze Madonna, die erhöht hinter dem Altar steht. Laut einer Sage soll diese von einem Hirtenjungen namens Lluc am Bachufer gefunden worden sein. Heute zieht es auch viele Touristen zu dem Kloster – zur Besichtigung eignen sich auch das Klostermuseum, der Kalvarienberg oder der botanische Garten.  © Schöning/Imago
Cala Agulla auf Mallorca
Erholung pur bietet die Cala Agulla im Osten der Insel: Sie liegt am Rande eines Naturschutzgebietes, inmitten von Bergen, Dünen und Wäldern. Die Landschaft in der Umgebung ist kaum bebaut, sodass Sie die Natur in vollen Zügen genießen können. Action ist aber dennoch geboten, denn vor Ort lassen sich Tretboote, Surfbretter oder Wasserski ausleihen. © agefotostock/Imago

Um den Urlaub so günstig wie möglich zu buchen, raten die Reise-Agenturen zu frühzeitigen Reservierungen und wenn möglich zu flexiblen Reisedaten. Viele Touristen würden diese Tricks bereits anwenden. „50 Prozent der Agenturen haben die meisten ihrer Buchungen mehr als zwei Monate vor dem Reisedatum der Reise“, so ACAVE weiter. (nz)

Rubriklistenbild: © Chris Emil Janssen/IMAGO

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