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Nach einem frischen Start mit Regen, Wind und erstem Schnee kündigt sich ab Mitte der Woche wieder milde bis warme Luft an – fast wie im Spätherbst-Revival. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Nach dem zeitweise wechselhaften Oktober zeigt sich das Wetter in den kommenden Tagen zunächst von seiner ungemütlichen Seite. Am Montag (27. Oktober) zieht über den Süden eine dichte Wolkendecke hinweg, begleitet von länger anhaltenden Regenfällen, die oberhalb von etwa 1000 Metern in Schnee übergehen. Der Auslöser für die derzeit allerorts geführte Debatte, ob uns denn nun dieses Mal ein Jahrhundertwinter ins Haus steht.
Auch in den übrigen Landesteilen bleibt es wechselhaft mit kräftigen Schauern oder kurzen Gewittern. Die Temperaturen erreichen nur noch 6 bis 12 Grad, dazu frischt der Westwind zeitweise stark auf, besonders in der Mitte und im Süden mit stürmischen Böen. In der Nacht zum Dienstag lässt der Regen allmählich nach, und bei Tiefstwerten zwischen 6 und 1 Grad wird es spürbar kühler.
Erst Schnee und Wind – klassisches Herbstauftaktswetter
Der Dienstag (28. Oktober) bringt viele Wolken und neuen Regen, der von Westen her über das Land zieht. Im Norden sind auch einzelne Gewitter dabei, während südlich des Mains zeitweise Auflockerungen möglich sind. Die Temperaturen liegen zwischen 8 und 14 Grad, bei mäßigem bis frischem Südwest- bis Westwind. In der Nacht zum Mittwoch bleibt es vor allem im Norden noch feucht, weiter südlich klart es gebietsweise auf. Dort sinken die Werte auf 8 bis 2 Grad. Am Mittwoch verlagert sich das Tief weiter nach Norden, sodass der Regen dort langsam abzieht. Im Süden und Südosten zeigt sich zunehmend die Sonne, und mit 13 bis 19 Grad wird es deutlich milder.
Sonne, Nebel und ein Hauch Spätherbst
Ab Donnerstag (30. Oktober) beruhigt sich das Wetter weiter. Während im Westen und Südwesten dichte Wolken und gelegentliche Schauer auftreten, bleibt es im Norden und Osten überwiegend trocken und teils freundlich. Die Temperaturen erreichen 13 bis 18 Grad, südlich der Donau sind sogar 20 Grad möglich.
In den Nächten kühlt es auf 9 bis 3 Grad ab, stellenweise bildet sich Nebel. Auch am Freitag (31. Oktober) setzt sich das wechselhafte, aber zunehmend ruhige Herbstwetter fort. Etwas Regen im Westen steht freundlichen Abschnitten im Osten und Süden gegenüber.
Wärme-Comeback Anfang November
Zum Wochenende und Anfang November deutet sich eine klare Wetterwende an: Warme Luft aus Südwesteuropa gelangt nach Deutschland und lässt die Temperaturen erneut ansteigen. Vor allem im Süden und Osten sind Höchstwerte zwischen 15 und 21 Grad möglich – ungewöhnlich mild für Anfang November. Selbst im Norden bleibt es mit 13 bis 17 Grad angenehm. Damit zeigt sich der Herbst noch einmal von seiner warmen Seite, bevor voraussichtlich Mitte November die nächste Abkühlung in Sicht kommt. Bis dahin dürfen sich viele Regionen aber über ein sonnig-mildes Spätherbst-Intermezzo freuen.