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In Tirol ist es zu zwei Lawinenabgängen gekommen. Eine Lawine riss einen Mann 70 Meter weit mit – die zweite sorgte für einen Autounfall auf der B182.
Kitzbühel – Großes Glück im Unglück hatte ein deutscher Skitourengeher am Sonntag (25. Februar) in der österreichischen Region Kitzbühel. Gegen Mittag waren zwei Lawinen abgegangen.
Mann von Lawine erfasst und 70 Meter weit mitgerissen
Die erste Lawine hat sich laut Polizei Kitzbühel um 11.15 Uhr losgelöst. Und einen 74-jährigen Deutschen getroffen, wie kurier.at berichtet. Verletzt wurde der Mann dabei nicht. Der Urlauber war zu diesem Zeitpunkt mit Tourenskiern auf der geschlossenen Skiroute 33 unterwegs, als über ihm eine Schneebrettlawine abging. Erst am Samstag wurde in Spitzingsee eine Schneeschuhwanderin von einer Lawine erfasst.
Der Mann wurde rund 70 Meter weit von der Lawine mitgerissen, jedoch nicht von den Schneemassen verschüttet. Ein Zeuge setzte anschließend einen Notruf ab. Die Einsatzkräfte haben den Mann daraufhin mit einem Notarzthubschrauber geborgen und in eine naheliegende Krankenstation nach Kitzbühel gebracht.
Zweite Lawine in Tirol verursacht Autounfall – Insassen unverletzt
Gegen 13.30 Uhr hat sich eine weitere Lawine in Zieglstadl, im Gemeindegebiet von Mühlbachl im Wipptal losgelöst. Dabei wurde das Auto eines 31-jährigen Mannes aus Österreich getroffen, der auf der Brennerstraße (B 182) gefahren war. Das Auto wurde von der Lawine auf die Gegenfahrbahn gedrückt und ist mit dem Auto eines 32-jährigen Österreichers zusammengestoßen. Beide Insassen blieben unverletzt.
Fast zeitgleich zu den beiden Lawinen ist es am Sonntag auch in Frankreich zu einem Lawinenunglück mit vier Toten gekommen. Erst im Januar wurde auf der B182 Richtung Innsbruck eine Frau aus Tirol während der Fahrt von einer Lawine erfasst, wie meinbezirk.at berichtet. Die Fahrerin blieb jedoch ebenfalls unverletzt und konnte das Fahrzeug selbstständig verlassen.
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