In welchen Gegenden der Rückruf gilt

Rückruf von Apfelschorle: Hersteller warnt vor Explosionsgefahr der Flaschen

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Eine Glas Apfelschorle (Symbolbild).
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Apfelschorle ist ein populäres Getränk in der warmen Jahreszeit. Ein bayerischer Hersteller ruft dieses Produkt nun zurück – es besteht das Risiko, dass die Flaschen zerbersten.

Markt Schwaben bei München – Bei den Apfelschorle-Flaschen droht Explosionsgefahr: Die Privatbrauerei Schweiger ruft den Artikel „Silenca - Apfelschorle naturtrüb“ zurück, wie es in einer vom Bundesamt für Verbraucherschutz veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens vom Freitag (2. August) hieß. Betroffen ist allerdings nur ein bestimmtes Mindesthaltbarkeitsdatum.

Silenca-Apfelschorle zurückgerufen – Kunden sollen Flaschen sicher verpacken und zurückbringen

Das Produkt „Silenca – Apfelschorle naturtrüb“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09.07.25 sollte von Kunden umgehend entsorgt oder in den Supermarkt zurückgebracht werden, rät die Privatbrauerei. „Das Bersten von einzelnen Flaschen“ könne „nicht ausgeschlossen werden“, so die Mitteilung weiter. Bei einer Rückgabe im Supermarkt werden die Flaschen kostenfrei in unbedenkliche umgetauscht. Verbraucher sollten bei dem Transport unbedingt besondere Vorsicht walten lassen.

Das Verbraucherportal Produktwarnung empfiehlt, die betroffenen Flaschen in einem Beutel, einer Kühltasche oder in eine Decke gewickelt zu transportieren. Damit soll offenbar sichergestellt werden, dass das Glas nicht unkontrolliert splittert und zu Verletzungen führt, falls die Flasche tatsächlich bersten sollte. „Abschließend möchten wir ausdrücklich betonen, dass andere Marken und Gebinde unseres Hauses nicht betroffen sind“, heißt es in der Mitteilung der Privatbrauerei weiter.

Rückruf von Silenca-Apfelschorle: Nur bestimmte bayerische Landkreise betroffen

In den Verkauf gelangten die betroffenen Flaschen nicht bundesweit, sondern nur in bestimmten Landkreisen in Bayern. Wie das Unternehmen mitteilt, ist das Getränk mit dem betroffenen Mindesthaltbarkeitsdatum in Supermärkten in Bad Tölz-Wolfratshausen sowie Ebersberg, Erding, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Mühldorf am Inn, München, Pfaffenhofen an der Ilm und Rosenheim im Handel. Details zu den Hintergründen des Fehlers wurden vom Hersteller nicht genannt. Denkbar ist jedoch eine Verunreinigung mit Hefen, die einen Gärungsprozess verursachen können. Das kann den Druck in den Apfelschorle-Flaschen erhöhen und sie im Extremfall zum Bersten bringen.

Der Apfelschorlen-Rückruf der Privatbrauerei Schweiger ist nicht der einzige Fall dieser Art: Im April mussten bestimmte Saft-Produkte aus den Supermarktregalen von Rewe und Edeka zurückgerufen werden, nachdem ein Schimmelpilzbefall in den Getränken nachgewiesen worden war. Im Juli gab es einen Apfelschorle-Rückruf des Herstellers Refresco – damals ebenfalls wegen der Gefahr von platzenden Flaschen.

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