VonMartina Lipplschließen
Bei einer Canyoning-Tour in Tirol (Österreich) ist ein Deutscher am Mittwoch verschwunden. Nun gibt es traurige Gewissheit.
Update vom 18. Juli, 14.45 Uhr: Der vermisste 40-Jährige aus Deutschland wurde am Donnerstagvormittag (18. Juli) tot im Sulztal gefunden. Das berichtet das ORF. Einsatzkräfte der Bergrettung Elbigenalb hatten demnach den 40-Jährigen gegen 10.30 Uhr in der Schlucht im Sulzlbach im Gemeindegebiet Bach entdeckt.
Suchaktion nach Canyonying-Unfall in Österreich: Vermisster Deutscher tot gefunden
Nach ersten Erkenntnissen sei der Tod auf Ertrinken zurückzuführen. Laut Markus Wolf, dem Bezirksretter der Bergrettung Reutte, sei der Mann vermutlich nach zwei Kehren nach einem 25 Meter hohen Wasserfall in einer starken Strömung gekommen und ertrunken. Der genaue Ablauf des tödlichen Canyoning-Unfalls sei zunächst noch unklar. Die Route gelte als eine „anspruchsvolle Canyoning-Tour“. Bei dem Einsatzort im Sulzlbach habe es sich um sehr schwieriges Gelände gehandelt.
Deutscher Urlauber in Österreich plötzlich verschollen – er seilte sich in eine Schlucht ab
Erstmeldung vom 18. Juli: Reutte – Im Sulztal bei Reutte in Tirol (Österreich) ist ein 40-jähriger Mann aus Deutschland vermisst. Der Urlauber war mit einer Canyoning-Gruppe am Mittwoch unterwegs. Der 40-Jährige seilte sich an einer Stelle als Erster ab und tauchte dann nicht mehr auf. Die Suchaktion nach dem Mann aus dem Landkreis Wesel (Nordrhein-Westfalen) läuft laut der österreichischen Polizei am Donnerstag (18. Juli) seit den frühen Morgenstunden weiter.
Tragischer Unfall in Tirol – Deutscher Urlauber (40) in Schlucht verschollen
Die fünfköpfige Gruppe war am Mittwochnachmittag (17. Juli 2024) bei der „Jägerbrücke“ zu einer Canyoning-Tour in den Sulzlbach durch das Sulztal im Gemeindegebiet von Bach eingestiegen. Ein Canyoningführer (34) aus dem Oberallgäu (Deutschland), eine 32-jährige tschechische Canyoning-Führerin in Ausbildung und drei deutsche Teilnehmer aus dem Landkreis Wesel (NRW) im Alter von 40, 17 und 39 Jahren.
An einer 25 Meter hohen Abseilstelle seilte sich der 40-jährigen Deutschen als erstes der Gruppe in einen darunterliegenden Wasserpool. Der Mann kam aber aus zunächst unbekannter Ursache nicht mehr heraus. Der Canyoning-Führer konnte laut der Polizei dann beobachten, wie der 40-Jährige aus dem Pool heraus weiter in die Schlucht abgetrieben wurde.
Deutscher in Österreich beim Canyoning vermisst: Rettungshubschrauber im Einsatz
Nachdem die Gruppe weitere Abseilpassagen überwunden hatte und „keinen Sichtkontakt“ zu dem 40-Jährigen herstellen konnte, setzten sie gegen 19.15 Uhr einen Notruf ab.
Die alarmierte Bergrettung forderte das Canyoning-Team des Bezirkes Reutte an, das dann auch in das Sulztal einstieg. Zudem unterstützte der Notarzthubschrauber „RK 2“ die Suche aus der Luft. Die freiwillige Feuerwehr Stockach und Bach besetzten Sichtungsposten an den Brücken des Sulzlbaches und des Lechs.
Die restlichen Mitglieder der Canyoning-Gruppe wurden gegen 20.30 Uhr mittels Seilwinde aus der Schlucht geborgen. Nachdem das Such-Team den vermissten Canyoning-Teilnehmer auch mit einer Drohne nicht finden konnte, musste die Suche schließlich gegen 22.30 Uhr wegen der einsetzenden Dunkelheit bis zum Donnerstagfrüh (18. Juli) unterbrochen werden.
Auch die steilen Schluchten am Gardasee (Italien) haben für Urlauber einen besonderen Reiz. Einem erfahrenen Bergführer sind sie zum tödlichen Verhängnis geworden. Bei einem Felssturz im Tiroler Zillertal rettet Smartwatch dem Fahrer das Leben. (ml)
