Tausende ohne Strom

Unwetter-Chaos in Österreich: Enorme Schnee-Massen richten immense Schäden an

  • schließen
  • Martina Lippl
    Martina Lippl
    schließen

Österreich versinkt im Winter-Chaos. Tausende Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Der österreichische Wetterdienst rechnet mit neuen, kräftigen Schneefällen.

Update vom 24. April: Die enormen Schnee-Massen richteten im Süden Österreichs immense Schäden an. So knickten am Dienstag (23. April) zahlreiche Bäume um, krachten auf Strommasten. Stromausfälle waren die Folge. Besonders betroffen war die Südweststeiermark. In Kärnten gilt derweil auf höheren Streckenabschnitten eine Schneekettenpflicht, wie derstandard.at schreibt. Auf den Straßen kam es durch den heftigen Wintereinbruch zu Unfällen, Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Und auch am Mittwoch soll sich die Wetter-Lage vorerst nicht beruhigen. Es kann weiter zu kräftigen Schneefällen kommen, insbesondere entlang der Nordalpen. Im Osten des Landes ist starker Regen vorhergesagt, wie wetter.at berichtet. Wie Geosphere Austria hingegen informiert, leuchtet die Wetter-Karte am Mittwoch grün. Die Warnstufe wurde demnach aufgehoben.

Schnee-Chaos in Österreich – tausende Haushalte ohne Strom

Erstmeldung vom 23. April: Wien – Was für ein Wetter! Heftige Schneefälle sind besonders im Süden Österreichs ein Problem. Seit den frühen Morgenstunden sind die Schneeräumfahrzeuge im Einsatz, teilt die Gemeinde Eibiswald in der Steiermark mit. In der Südweststeiermark ist es zu etlichen Stromausfällen gekommen. Bäume stürzten unter der Schneelast um, krachten auf Stromleitungen. 100 Trafostationen und 3400 Haushalte waren am Dienstagmorgen laut Energie Steiermark betroffen.

„Eine Schnee-Walze überrollt jetzt Österreich“, titelt heute.at am Dienstag (23. April). Es gelte: „Warnstufe Rot!“. In Kärnten bliebt das befürchtete Schneechaos laut dem ORF zunächst aus. Die Lage bleibt jedoch kritisch. In Weinanbaugebieten zittern Winzer um die Triebe, berichtet derstandard.at.

Österreich versinkt im Schnee. Der Winterdienst ist in Eibiswald (Steiermark) seit den frühen Morgenstunden im Einsatz.

Italientief hat Österreich weiter im Griff – Lage bleibt angespannt

Ein Italientief liegt quer über Österreich und hat die Alpenrepublik im Griff. Es schneit weiter bis in tiefe Lagen. In der Nacht auf Mittwoch (24. April) warnt der österreichische Wetterdienst GeoSphere Austria in weiten Teilen Österreichs vor Regen und Schneefall. „Orange Schneewarnung“ – die zweithöchste Alarmstufe gilt in der Steiermark. In Tirol, Vorarlberg und Kärnten gilt eine „Gelbe Schneewarnung“ – aktuell bis Mittwoch, 12 Uhr. Die Schneefallgrenze sinkt laut der Prognose auf zwischen 900 und 400 Meter. Schnee-Hotspots in Österreich sind demnach:

  • Steiermark
  • Kärnten
  • Tirol
  • Arlberg

Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee im April – ASFINAG stellt in Österreich auf Winterdienst um

Nach Sommerwetter und Rekordtemperaturen um 30 Grad gab es Mitte April in Österreich einen rapiden Temperatursturz. Die ASFINAG fuhr ihren Winterdienst wieder hoch voll und stellte nach eigenen Angaben auf den „klassischen Winterdienst“ um. Viele Autofahrer sind bereits mit Sommerreifen unterwegs.

Stromausfälle wegen Schnee in Österreich: 100 Trafostationen und 3400 Haushalte waren am Dienstagfrüh in der Steiermark betroffen.

Der österreichische Autobahn- und Straßendienst appelliert an Verkehrsteilnehmer, „ausschließlich mit Winterausrüstung“ unterwegs zu sein, das Tempo anzupassen und den Abstand zum vorderen Fahrzeug zu vergrößern. Auf höher gelegenen Strecken könne es zu winterlichen Straßenverhältnissen kommen, warnt die ASFINAG. Im Westen gelte das besonders für den Arlbergpass, der aufgrund der Sperre des Arlbergtunnels die aktuelle regionale Ausweichroute für den Verkehr zwischen Tirol und Vorarlberg sei.

Wann ist der April-Winter in Österreich vorbei?

Wärmer wird es erst am Wochenende. Laut der Prognose liegen die Frühwerte bei minus 2 bis plus 6 Grad. Die Tageshöchstwerte dann verbreitet bei 14 bis 22 Grad. Auch in Deutschland stellt sich die Wetterlage um. (ml)

Rubriklistenbild: © Montage: Screenshot/uwz.at/meteoblue

Kommentare