VonMarcus Giebelschließen
In Italien kündigt sich der Winter an. An diesem Wochenende fallen die Temperaturen, drei Schneephasen binnen einer Woche werden erwartet.
Rom – Deutschland bereitet sich auf eine frostige Vorweihnachtszeit und verfrühtes Schneegestöber vor. Und auch etwas südlicher zeigen sich erste Vorboten des Winters. Laut ilmeteo.it steht Italien am Wochenende ein Temperatursturz bevor. Mit freundlichen Grüßen vom Zyklon Attila.
Wetter in Italien: Kälte bringt auch Unwetter mit sich
Doch die Kälte hat noch weitaus mehr Ungemach im Gepäck. Schon im Laufe des Samstags sollen in den südlichen Regionen Regenfälle und Gewitter zu erwarten sein. Auf der Adriaseite sei plötzlicher Schneefall bis in tiefe Lagen möglich.
In weiten Teilen des Landes bleibe es zwar weitgehend ruhig, doch die absinkenden Temperaturen hätten zur Folge, dass morgens verbreitet Frost auftreten könnte. Am Sonntag soll sich das Wetter beruhigen, lediglich im äußersten Süden, etwa in Apulien, seien die Auswirkungen des Wirbelsturms noch zu spüren.
Es soll jedoch in ganz Italien kalt bleiben. So würden die Temperaturen erstmals seit langem im gesamten Land unter den Durchschnitt für diesen Zeitraum fallen. Durch den zusätzlichen Wind würden die gefühlten Werte noch unter den tatsächlichen liegen, heißt es weiter. Zumindest soll es am Sonntag trocken bleiben.
Kälteeinbruch in Italien: „Temperaturen ganze Woche unter dem Durchschnitt für den Zeitraum“
Für den Temperaturabfall ist laut Antonio Sano, Gründer von ilmeteo.it, eine große Masse eiskalter Luft vom finnischen Polarkreis verantwortlich, die nach Italien ströme. Er betont auch hinsichtlich der Werte: „Es wird erwartet, dass die gesamte nächste Woche unter dem Durchschnitt dieses Zeitraums liegt, insbesondere im Norden, wo es in der Poebene schneien könnte.“
In einem anderen Artikel des auf Wetterprognosen spezialisierten Portals wird von einem „Kältekissen“ gesprochen. Eine weitere Wetterverschlechterung wird für die Nacht von Montag auf Dienstag prognostiziert, wenn ein neuer Schwall Kaltluft aus dem Norden ins Land ziehen soll.
Schneefall sei bis in die Ebenen des Piemont möglich. Dieser soll in den Alpen deutlich heftiger ausfallen, so dass oberhalb von 1500 Metern bis zu 60 Zentimeter zusammenkommen können, heißt es. Der zweite Kältefall der kommenden Woche wird für Donnerstag und Freitag vorhergesagt. Auch über Turin, Mailand oder Bergamo könnten die Flocken dann niedergehen, vielleicht auch als Schneeregen.
Wetterprognose für Italien: Temperaturen im Norden vorerst unter dem Gefrierpunkt
In der Zeitung La Repubblica werden Böen mit Windstärken von 80 bis 100 km/h erwähnt, die am aktuellen Wochenende auf den Bergrücken möglich sind. Demnach gibt es auf der adriatischen Seite des Apennins Schnee bis hinunter auf 400 Meter und im Süden bis in Lagen von 700 Metern. Zwischen Kalabrien und Apulien falle teilweise anhaltender Regen.
In der Nacht auf Sonntag und am Morgen könne die gefühlte Temperatur in Rom bei minus sechs Grad liegen. Auch in der neuen Woche bleiben die Werte zumindest im Norden demnach unter dem Gefrierpunkt. In der Mitte und im Süden würde Regen den leichten Temperaturanstieg begleiten.
Auf der Westseite sei am Dienstag mit heftigen Regenfällen zu rechnen. Schnee falle nur auf den höchsten Gipfeln des Apennins.
Italien-Wetter: In vergangenen Tagen heftige Niederschläge und ein Wirbelsturm
Erst vor wenigen Tagen war Italien einmal mehr von heftigen Niederschlägen heimgesucht worden, das Wettersystem versagte. In einem Video sind riesige Wellen im Zuge eines Unwetters zu sehen. Ein Wirbelsturm traf einen beliebten Urlaubsort. (mg)
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