- VonBettina Menzelschließen
In der Nacht zum Samstag brach der Vulkan Ätna auf Sizilien erneut aus. Die Behörden setzten die Warnstufe in der Region von Gelb auf Orange herauf.
Update vom 13. November, 10.51 Uhr: Bis zu viereinhalb Kilometer hoch hat der Ätna Lava und Asche gespuckt und damit die Nachbarorte in eine dichte Wolke gehüllt. Die Behörden in Italien haben unlängst reagiert. Weder größere Schäden noch Verletzungen durch die massive Eruption sind bekannt. Menschen vor Ort haben das Naturspektakel eingefangen und die beeindruckenden Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken geteilt.
Europas größter Vulkan ist wieder aktiv – Ätna in Italien bricht aus
Update vom 13. November, 6.11 Uhr: Auch am Sonntag hat der Ätna große Massen Lava gespuckt. Am Abend stand deshalb eine Wolke aus Lava, magmatischen Gasen und Gestein über dem Vulkan, die dem italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) zufolge eine sogenannte Eruptionssäule bis in eine Höhe von 4,5 Kilometern erreicht hatte. In mehreren sizilianischen Ortschaften ging zudem ein Ascheregen nieder.
Europas größter aktiver Vulkan bricht aus – Bilder zeigen Lava-Explosionen über dem Ätna




Ursprungsartikel vom 11. November, 16.28 Uhr: Catania – Europas größter Vulkan ist wieder aktiv. Der über 3300 Meter hohe Ätna auf der Mittelmeerinsel Sizilien in Italien spuckte in der Nacht zum Samstag größere Mengen Lava. Insbesondere am Südostkrater war der Vulkan aktiv. Eine größere Aschewolke oder Ascheregen entstand zunächst nicht, wie das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mitteilte, das den Berg rund um die Uhr mit Kameras und Wärmebildern überwacht.
Ätna in Italien bricht in der Nacht zum Samstag aus: Glühendes Geröll nach oben geschleudert
Aus der Ferne war zu sehen, wie glühendes Geröll in der Dunkelheit nach oben geschleudert wurde und dann langsam den Berg hinab floss, so die Berichte. Die Alarmstufe in der Region wurde von Gelb auf Orange hochgesetzt, wie das italienische INGV-Institut mitteilte. Es gebe eine „mäßige explosive Aktivität an den Gipfelkratern“, so das INGV weiter. In verschiedenen Städten in der Gegend um die sizilianische Stadt Catania seien die Erschütterungen zu spüren gewesen, hieß es im Fernsehsender Rai News. Die Erschütterungspegel würden steigen, was den Aufstieg von Magma im Inneren des Vulkans signalisiere.
Europas größter Vulkan wieder aktiv: Flugbetrieb geht trotz „Ätna-Ausbruch“ in Italien zunächst weiter
Die Auswirkungen in Sizilien sind bislang gering. Meldungen über Schäden hatte es zunächst nicht gegeben. Da keine Aschewolke entstanden war, konnte auch der Betrieb am Insel-Flughafen Catania weiterlaufen wie üblich. Bei – Ausbrüchen in der Vergangenheit zuletzt etwa im August – war die Aschewolke so groß, dass der Flugbetrieb zeitweise eingestellt werden musste. Die Wiederaufnahme des Flugverkehrs musste damals mehrfach verschoben werden.
Ende Oktober hatten perfekt geformte, riesige Rauchkringel über dem Ätna für Staunen bei Touristen gesorgt. „Normalerweise sind es flache Explosionen, die diese Ringe erzeugen, und im Allgemeinen kann ihr Vorhandensein auf einen Aufstieg oder einen Stillstand von Magma entlang des Schachtes zur Oberfläche hinweisen“, hieß es damals in einer Erklärung von lokalen Experten. Fachleute sprachen zuletzt auch von einem möglichen „Supervulkan“, der in Italien entstehen könnte (bme/dpa).
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