Ungeplante Wanderung

Irre Bilder aus bekanntem Skigebiet: Dutzende Urlauber müssen Berg hochlaufen

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In der Schweiz mussten einige Skifahrer mühsam den Berg hochlaufen – der Lift war ausgefallen. Und das gleich zwei Tage in Folge.

Laax – Auch wenn Ski-Urlaub nicht gerade günstig ist, erfreuen sich doch immer wieder viele am Skifahren in den Bergen. Atemberaubende Skigebiete gibt es unter anderem in der Schweiz. Am Samstag (20. Januar) dürfte der Winter-Sport für den ein oder anderen aber besonders anstrengend gewesen sein. Denn im Schweizer Skigebiet Flims Laax mussten dutzende Urlauber den Berg hochkraxeln, um die nächste Piste zu erreichen.

Im Skigebiet Flims Laax ist ein Lift gesperrt. Dutzende müssen deshalb den Berg hochlaufen. (Symbolbild)

Urlauber müssen in Schweizer Skigebiet den Berg hochlaufen: „Leute waren richtig verzweifelt“

Wie das Nachrichtenportal 20 Minuten berichtete, war der Sessellift Fuorcla (2118 Meter Höhe) ausgefallen. Zeitweise konnte hier kein Skifahrer bequem den Berg hinauf gefahren werden, andere saßen zeitweise in der Gondel fest. Besonders problematisch war zudem, dass vom Ende der Bahn keine Piste abgeht. Urlauber mussten also entweder warten oder ein Stück bergauf laufen. „Ich verstehe nicht, warum man uns nicht vorher gewarnt oder die Piste gesperrt hat“, kritisierte eine Touristin aus Zürich gegenüber der Zeitung.

Zwar sei später ein Pistenfahrzeug zur Hilfe gekommen, um den Skifahrern den Anstieg mit dem schweren Equipment zu ersparen. Doch es war nicht für alle Platz. Einige seien deshalb dann doch zu Fuß gegangen. Die Skifahrer hatten dem Pistenplan zufolge zwei Möglichkeiten: den Crap Masegn auf 2447 Metern oder den Vorab auf 2570 Metern. Laut 20 Minuten hätten Urlauber in jedem Fall etwa 80 Höhenmeter bis zu nächsten Piste zurücklegen müssen. „Die Leute waren richtig verzweifelt“, so die Touristin.

Grund für den Ausfall des Skilifts sei eine technische Störung gewesen, erklärten die Betreiber gegenüber der Zeitung. Kurz darauf sei die entsprechende Piste gesperrt worden. Nach etwa einer halben Stunde konnten alle, die noch in der Gondel saßen, auf den Berg transportiert werden. Insgesamt anderthalb Stunden später sei der reguläre Betrieb des Lifts dann wieder aufgenommen worden. Die Betroffenen seien mit einem Gutschein entschädigt worden.

Fuorcla-Lift steht einen Tag später erneut still – Skifahrer verärgert

Doch richtig behoben schien die Störung nicht zu sein. Nur einen Tag später (21. Januar) fiel der Fuorcla-Lift erneut aus. „Erneut müssen Skifahrer die Piste hochlaufen – und das bei Tageskarten, die 100 Franken kosten“, schilderte ein Zeuge offensichtlich verärgert. Ein Blick auf den Pistenplan am Sonntagnachmittag verriet, dass der Lift kurz vor der letzten Bergfahrt noch nicht wieder geöffnet hatte. (Stand: 21. Januar, 15.45 Uhr)

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Skifahrer sind bei Kitzbühel unterwegs.
Gut aufgehoben sind Skifans in KitzSki in Kitzbühel. Das Skigebiet wurde vom Bewertungs- und Testportal Skiresort.de mit 4,9 von 5 Punkten zum weltbesten Skigebiet 2022 gekürt. Besonders gute Bewertungen erhielt es für seine Familien- und Anfängerfreundlichkeit sowie das Pistenangebot generell.  © Christian Walgram/Imago
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Auch das Skigebiet Ischgl/Samnaun ist jedem Skifan ein Begriff. 239 Pistenkilometer und 45 moderne Liftanlagen sorgen für das perfekte Skierlebnis auf österreichischem und Schweizer Boden. Außerdem ist Ischgl bekannt für seine angesagten Après-Ski-Partys in urigen Hütten. © Imago/imagebroker
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Langwieseabfahrt im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis
Das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis bezeichnet sich selbst als DAS Skigebiet für Familien. Auf 186 Pistenkilometern ist auch einiges geboten, von einem Kids Funpark über eine Kinderschneealm bis hin zu Snowparks für Anfänger und Könner.  © Stefan EspenhahnI/Imago
Bergstation Kandahar-Express im Skigebiet Garmisch-Classic.
Auch im Skigebiet Garmisch-Classic haben Skifans aller Altersgruppen etwas zu tun. Zu den Highlights gehören die berühmte Kandahar-Abfahrt und das Ixis Kinderland.  © Hans-Werner Rodrian/Imago
Skifahrer im Skigebiet Cortina d‘Ampezzo in Italien.
Vor der Naturkulisse der Dolomiten befindet sich das Skigebiet Cortina d‘Ampezzo in Italien. Auf über 120 Pistenkilometern sind alle Schwierigkeitsgrade von schwarz bis grün geboten – Langeweile kommt also nicht auf.  © Liu Yongqiu/Imago
Ein Mann beim Skifahren im Skigebiet Arlberg.
Wer ans Skifahren denkt, kommt am Arlberg ebenfalls nicht vorbei: Die Wiege des alpinen Skilaufs ist eines der größten Skigebiete der Welt und mit über 300 Kilometer Abfahrten für alle Schwierigkeitsgrade ein wahres Schneeparadies. Außerdem gibt es mehr als 200 Kilometer Tiefschneeabfahrten und viele Übungsgeländer für die Kleinen.  © Robert Niedring/Imago
Skigebiet Val Gardena in Italien
Inmitten der Dolomiten wartet auch das Skigebiet Gröden auf Sie. Von den World Ski Awards wurde es 2022 zum besten Skiresort Italiens gekürt. Zum Skifahren und Snowboarden stehen Besuchern 178 Pistenkilometer zur Verfügung, außerdem werden die Gäste von 79 Liften befördert.  © Imago/agefotostock

„Fuorcla ist ein Nadelöhr; es geht nur rauf“, schrieb ein Nutzer beim Kurznachrichtendienst X. Er selbst habe zwar noch nie Probleme mit den „alten Gondeln“ gehabt, „doch jetzt müssen sehr rasch Lösungen her. Sonst verliert das an sich tolle Skigebiet an Attraktivität und Beliebtheit.“

Schließlich wird auch Skifahren immer teurer, was solch eine Panne für viele noch ärgerlicher macht. Zumindest in einigen Regionen ist der Winterspaß noch bezahlbar. Dagegen gelten in Italien strenge Regeln auf der Piste.

Rubriklistenbild: © Daniel Scharinger/imago

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