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Der Sommer 2025 war ein Sommer der Extreme: Auf glühende Hitze folgten oft Kälte und heftige Regenfälle. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Der Sommer 2025 zeigte sich als spannender Mix aus Hitzeextremen und überraschend frischen Phasen. Im bundesweiten Mittel lag die Temperatur laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bei 18,3 Grad und damit klar über den langjährigen Vergleichswerten.
Besonders der Juni stach mit einer deutlichen Abweichung von rund drei Grad nach oben heraus und zählt zu den wärmsten seit Beginn der Messungen. Gleich zu Monatsbeginn schraubten sich die Werte in der Mitte Deutschlands auf über 38 Grad. Spitzenreiter war Andernach am Mittelrhein mit 39,3 Grad. Mitte August folgte die zweite große Hitzewelle mit bis zu 37 Grad. Doch nicht nur die glühenden Tage prägten den Sommer – immer wieder kühlten klare Nächte stark ab, was für manchen überraschend frisch war. So wurden im Erzgebirge Ende August sogar nur 0,6 Grad gemessen.
Wetter in Deutschland: Ein Sommer zwischen Platzregen und Dürre
Beim Regen zeigte sich ein großes Ungleichgewicht. Zwar fielen bundesweit laut Deutschem Wetterdienst rund 227 Liter pro Quadratmeter und damit nur knapp unter dem langjährigen Mittel, doch der Niederschlag verteilte sich sehr ungleich. Während der Juni und August in vielen Regionen teils wochenlang trocken verliefen, brachte der Juli die Wende: kräftige Schauer, Gewitter und Starkregen sorgten in kurzer Zeit für enorme Mengen.
Im Schwarzwald wurden lokal über 500 Liter registriert, an den Alpen sogar mehr als 700 Liter. Den Spitzenwert lieferte Todtmoos im Südschwarzwald mit über 111 Litern innerhalb eines einzigen Tages. Trotzdem blieb es in weiten Teilen der Landesmitte unterdurchschnittlich nass, sodass die sommerliche Trockenheit insgesamt nicht vollständig ausgeglichen wurde.
Sommer-Wetter 2025 im Rückblick: Sonne satt trotz nassem Juli
Besonders eindrucksvoll war der Sonnenschein. Mit rund 720 Stunden wurde die Soll-Marke deutlich übertroffen, was einem Plus von fast 20 Prozent entspricht. Am sonnigsten war es im Südwesten, wo stellenweise fast 800 Stunden gemessen wurden. Damit lag das Saarland an der Spitze, während Nordwestdeutschland und die Alpenregion etwas zurückblieben.
Im Gesamteindruck hat der Sommer 2025 damit viele Erwartungen erfüllt – nicht als durchgehend „Höllensommer“, wie im Vorfeld oft befürchtet, sondern als vielschichtige Mischung aus Hitze, Regengüssen und langen Trockenphasen. Die Bilanz zeigt: Deutschland hat erneut einen Sommer erlebt, der klar wärmer als das klimatologische Mittel war, aber auch überraschende Perioden der Abkühlung bereithielt.
Rubriklistenbild: © Gianni Gattus/dpa
