„Sind zutiefst erschüttert“

Junge (15) stirbt bei Hai-Attacke an Touri-Hotspot – „der Stoff, aus dem Alpträume gemacht sind“

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Ein 15-jähriger Junge surft im Meer vor der Südküste Australiens. Plötzlich wird der Teenager von einem Hai angegriffen und getötet.

Canberra – Menschen gehören nicht zum typischen Beuteschema eines Haies. Dennoch kommt es in seltenen Fällen zu Begegnungen, die gefährlich werden können. So griff zuletzt ein Hai eine deutsche Taucherin auf den Bahamas an. Jetzt ist in Australien ein 15-Jähriger bei einer Haiattacke gestorben.

15-Jähriger stirbt bei Hai-Angriff in Australien: „Leiche aus dem Wasser geborgen“

Wie ABC News berichtete, ereignete sich der tragische Vorfall am Donnerstag (28. Dezember) an einem beliebten Touristenspot auf der südaustralischen Halbinsel Yorke Peninsula. Zunächst habe die Polizei die Meldung über eine schwer verletzte Person nahe des Ethel Beach erhalten. Später bestätigten die Behörden den Tod des Jugendlichen, der infolge des Angriffs gestorben war.

Bei einer Hai-Attacke in Australien stirbt ein 15-jähriger Junge.

„Traurigerweise wurde die Leiche eines Teenagers aus dem Wasser geborgen“, zitierte der Sender die Polizei. Eine Obduktion soll nun Klarheit versprechen. Dabei soll es sich mutmaßlich um einen Weißen Hai gehandelt haben, berichtete die Zeitung Sydney Morning Herald. Das Tier soll den 15-Jährigen beim Surfen attackiert haben.

Vom Meeresgrund bis in die Savanne: Das sind die 10 größten Tiere der Welt

Blauwaal im Meer
Blauwal: Das größte Tier der Welt ist zweifelsohne der Blauwal. Er ist nicht nur eines der längsten, sondern auch eines der schwersten Tiere. Er kann bis zu 30 Meter lang werden und 200 Tonnen wiegen. Sein Herz ist so groß wie ein kleines Auto und er nimmt täglich knapp 4 Tonnen Nahrung zu sich. Der Blauwal kommt in allen Weltmeeren außer dem Nordpolarmeer vor. © Imago
Lange Nemertine im Meer
Lange Nemertine: Die lange Nemertine, auch Schnurwurm Lineus Longissimus genannt, ist ebenfalls ein Meeresbewohner. Sie kann über 30 Meter lang werden, hat aber nur einen Körperdurchmesser von etwa einem Zentimeter. Das längste Exemplar wurde 1864 an der schottischen Küste gefunden und maß 55 Meter. Die lange Nemertine kommt in den Brackwasserzonen von europäischen Meeren und im Atlantik vor. © Imago
Riesenkalmar im Stralsunder Meeresmuseum
Riesenkalmar: Der Riesenkalmar wird oft fälschlicherweise als Riesenkrake bezeichnet, gehört aber eigentlich zur Gattung der zehnarmigen Tintenfische. Sie werden bis zu 18 Meter lang und können ihre Farbe und Muster optisch ihrer Umgebung anpassen. Riesenkalmare kommen an den Küsten Englands, Norwegens, Japans, Australiens, Neuseelands und Südafrikas vor.  © Stefan Sauer/dpa
Portugiesische Galeere im Meer
Staatsquallen: Staatsquallen sind wie der Name schon sagt kleine Kolonien von Quallen, die fest miteinander verbunden sind. Sie können insgesamt bis zu 50 Meter lang werden und aus Tausenden von einzelnen Polypen bestehen. Die bekannteste Staatsqualle ist die Portugiesische Galeere, deren Tentakeln bei Kontakt ein Nervengift abgeben. Sie lebt hauptsächlich in den Meeren vor Portugal, den Kanaren und im Pazifik.  © Imago
Salzwasserkrokodil am Ufer
Salzwasserkrokodil: Das Salzwasserkrokodil kann nicht nur eine beachtliche Länge von über 6 Metern bekommen, es ist auch das Tier mit dem stärksten Kiefer der Welt. Weibchen können bis zu 100 Kilo, Männchen sogar bis zu 1000 Kilo schwer werden. Der korrekte Name für das Reptil lautet eigentlich Leistenkrokodil, denn es kann sowohl im Salzwasser als auch im Süßwasser überleben. Allerdings kommt es hauptsächlich in den nordwestlichen Regionen Australiens vor.  © Imago
Masai-Giraffe in der Natur
Giraffe: Die Giraffe ist nach der Körperhöhe das größte Landtier. Massai-Giraffen werden knapp 6 Meter groß und können bis zu 900 Kilo wiegen. Sie fressen ausschließlich Pflanzen und leben hauptsächlich in den östlichen Ländern Afrikas, wie Kenia oder Tansania.  © Imago
Elefant in der Savanne
Elefant: Nach der Giraffe ist der Elefant das größte Tier an Land. Afrikanische Elefanten werden bis zu 4 Meter große und wiegen sage und schreibe bis zu 7,5 Tonnen. Ihre Heimat ist die Savanne in Botswana, aber auch in Kenia, Namibia, Sambia oder Südafrika gibt es afrikanische Elefanten. Sie können Wasser bis auf 10 Kilometer riechen, was in der trockenen Umgebung ein überlebenswichtiges Merkmal ist.  © Imago
Vogelstrauß in der Natur
Vogelstrauß: Der Vogelstrauß ist nicht unbedingt das größte Landtier, dafür aber der größte Vogel der Welt. Er wird knapp 3 Meter groß, wiegt bis zu 140 Kilogramm und kann auf seinen zwei Beinen etwa 70 Kilometer die Stunde schnell rennen. Der Strauß ist in Afrika beheimatet und kommt besonders im Osten und Süden des Kontinents vor. Auf der arabischen Halbinsel und in Asien ist der Vogelstrauß ausgestorben.  © Imago
Japanische Riesenkrabbe im Meeresmuseum Stralsund
Japanische Riesenkrabbe: Ein weiteres Meerestier, das erwähnenswert ist: Die japanische Riesenkrabbe. Die Krebsart mit den bis zu 4 Meter langen Beinen scheint wie für den Aquaman-Film erfunden, ist aber ein reales Tier, das im Pazifik, vor allem rund um Japan vorkommt. Sie leben allerdings in Meerestiefen von bis zu 400 Meter, weshalb sie nur selten Begegnungen mit Menschen haben.  © Stefan Sauer/dpa
Süßwasserstechrochen im Meer
Riesen-Süßwasserstechrochen: Auch der Riesen-Süßwasserstechrochen ist ein großes Meereslebewesen. Diese Rochenart wird bis zu 2 Meter breit und 6 Meter lang und kann gut und gerne 600 Kilo wiegen. Riesen-Süßwasserstechrochen können 100 Jahre alt werden und gehören zu der Art der Fische. Sie kommen vor allem in einigen großen Flüssen Thailands vor sowie in Flüssen auf Borneo.  © Imago

Das Opfer habe sich etwa 30 bis 40 Meter vom Ufer entfernt im Wasser aufgehalten, schilderte ein Augenzeuge. Er sei zuvor mit seiner Familie in die Region gereist. „Ich surfe seit 40 Jahren hier unten und es gab schon immer Haie“, sagte er. „Aber es scheint jetzt viel mehr davon zu geben.“ Wie BBC berichtete, warnen Wissenschaftler allerdings davor, dass die Zunahme von Hai-Sichtungen nicht automatisch einen Anstieg der Anzahl der Tiere bedeutet.

Junge stirbt bei Hai-Attacke in Australien: „Erste tödliche Angriff, den wir hier erlebt haben“

„In 22 Jahren habe ich hier schon einige Haie gesehen, aber das ist der erste tödliche Angriff, den wir hier unten erlebt haben“, sagte ein Surfer zu dem Vorfall gegenüber ABC News. Dennoch kommt es immer wieder zu Begegnungen mit Haien. Erst Ende Oktober wurde ein Surfer in Australien von einem Hai getötet.

Die Surfschule Surfing South Australia würdigte den Tod des Teenagers. Er sei sehr engagiert in der Surf-Community gewesen, hieß es in einem Instagram-Beitrag. Der 15-Jährige fehle nun in der Gemeinschaft und auf dem Wasser. „Wir sind zutiefst erschüttert über diese Nachricht“, schrieb der Port Noarlunga Football Club, in dem der Junge Mitglied war, bei Facebook.

„Die Stadt steht unter Schock“, sagte ein Ortskundiger gegenüber ABC Radio. „Das ist der Stoff, aus dem Alpträume gemacht sind.“ Die Tante des verunglückten Surfers rief derweil eine Spendenaktion ins Leben, um die Kosten für die Beerdigung zu decken. Umgerechnet sind bereits fast 40.000 Euro zusammengekommen.

15-jähriger Surfer stirbt bei Hai-Angriff: Surfspots sind auch Futterplätze der Tiere

Der jüngste Angriff stehe jedoch in starkem Kontrast zu der relativ geringen Zahl von Vorfällen in den vergangenen acht Jahren, sagte Andrew Fox, Forscher am Rodney Fox Shark Museum in Adelaide. „Viele Surfspots sind auch natürliche Futterplätze für Haie.“ In der letzten Zeit seien in der Gegend viele Lachse gesehen worden.

Warum Haie Menschen angreifen, darüber gibt es bislang nur Vermutungen. Womöglich verwechselt das Tier seine Beute und hält Surfer für Robben, die vor allem auf dem Speiseplan von Weißen Haien stehen, informierte die Umweltschutzorganisation WWF. Möglich sei auch, dass sie ihr Revier verteidigen oder sich provoziert fühlen. Zuletzt tauchte ein Hai vor der Küste von Spanien auf. Ein Video zeigte das Raubtier mitten unter Menschen in Strandnähe.

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