Junge (15) stirbt bei Hai-Attacke an Touri-Hotspot – „der Stoff, aus dem Alpträume gemacht sind“
VonKarolin Schaefer
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Ein 15-jähriger Junge surft im Meer vor der Südküste Australiens. Plötzlich wird der Teenager von einem Hai angegriffen und getötet.
Canberra – Menschen gehören nicht zum typischen Beuteschema eines Haies. Dennoch kommt es in seltenen Fällen zu Begegnungen, die gefährlich werden können. So griff zuletzt ein Hai eine deutsche Taucherin auf den Bahamas an. Jetzt ist in Australien ein 15-Jähriger bei einer Haiattacke gestorben.
15-Jähriger stirbt bei Hai-Angriff in Australien: „Leiche aus dem Wasser geborgen“
Wie ABC News berichtete, ereignete sich der tragische Vorfall am Donnerstag (28. Dezember) an einem beliebten Touristenspot auf der südaustralischen Halbinsel Yorke Peninsula. Zunächst habe die Polizei die Meldung über eine schwer verletzte Person nahe des Ethel Beach erhalten. Später bestätigten die Behörden den Tod des Jugendlichen, der infolge des Angriffs gestorben war.
„Traurigerweise wurde die Leiche eines Teenagers aus dem Wasser geborgen“, zitierte der Sender die Polizei. Eine Obduktion soll nun Klarheit versprechen. Dabei soll es sich mutmaßlich um einen Weißen Hai gehandelt haben, berichtete die Zeitung Sydney Morning Herald. Das Tier soll den 15-Jährigen beim Surfen attackiert haben.
Vom Meeresgrund bis in die Savanne: Das sind die 10 größten Tiere der Welt
Das Opfer habe sich etwa 30 bis 40 Meter vom Ufer entfernt im Wasser aufgehalten, schilderte ein Augenzeuge. Er sei zuvor mit seiner Familie in die Region gereist. „Ich surfe seit 40 Jahren hier unten und es gab schon immer Haie“, sagte er. „Aber es scheint jetzt viel mehr davon zu geben.“ Wie BBC berichtete, warnen Wissenschaftler allerdings davor, dass die Zunahme von Hai-Sichtungen nicht automatisch einen Anstieg der Anzahl der Tiere bedeutet.
Junge stirbt bei Hai-Attacke in Australien: „Erste tödliche Angriff, den wir hier erlebt haben“
„In 22 Jahren habe ich hier schon einige Haie gesehen, aber das ist der erste tödliche Angriff, den wir hier unten erlebt haben“, sagte ein Surfer zu dem Vorfall gegenüber ABC News. Dennoch kommt es immer wieder zu Begegnungen mit Haien. Erst Ende Oktober wurde ein Surfer in Australien von einem Hai getötet.
Die Surfschule Surfing South Australia würdigte den Tod des Teenagers. Er sei sehr engagiert in der Surf-Community gewesen, hieß es in einem Instagram-Beitrag. Der 15-Jährige fehle nun in der Gemeinschaft und auf dem Wasser. „Wir sind zutiefst erschüttert über diese Nachricht“, schrieb der Port Noarlunga Football Club, in dem der Junge Mitglied war, bei Facebook.
„Die Stadt steht unter Schock“, sagte ein Ortskundiger gegenüber ABC Radio. „Das ist der Stoff, aus dem Alpträume gemacht sind.“ Die Tante des verunglückten Surfers rief derweil eine Spendenaktion ins Leben, um die Kosten für die Beerdigung zu decken. Umgerechnet sind bereits fast 40.000 Euro zusammengekommen.
15-jähriger Surfer stirbt bei Hai-Angriff: Surfspots sind auch Futterplätze der Tiere
Der jüngste Angriff stehe jedoch in starkem Kontrast zu der relativ geringen Zahl von Vorfällen in den vergangenen acht Jahren, sagte Andrew Fox, Forscher am Rodney Fox Shark Museum in Adelaide. „Viele Surfspots sind auch natürliche Futterplätze für Haie.“ In der letzten Zeit seien in der Gegend viele Lachse gesehen worden.
Warum Haie Menschen angreifen, darüber gibt es bislang nur Vermutungen. Womöglich verwechselt das Tier seine Beute und hält Surfer für Robben, die vor allem auf dem Speiseplan von Weißen Haien stehen, informierte die Umweltschutzorganisation WWF. Möglich sei auch, dass sie ihr Revier verteidigen oder sich provoziert fühlen. Zuletzt tauchte ein Hai vor der Küste von Spanien auf. Ein Video zeigte das Raubtier mitten unter Menschen in Strandnähe.