Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes für Urlaubsziel – Behörden warnen vor „Gefahren für Leib und Leben“
VonJekaterina Jalunina
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Ein nahender Taifun bringt den Norden der Philippinen in höchste Alarmbereitschaft. Die Behörden vor Ort haben die höchste Warnstufe ausgerufen.
Manila – Der Inselstaat der Philippinen liegt im westlichen Pazifik und umfasst über 7.600 Inseln. Mit einer Bevölkerung von etwa 115 Millionen Menschen zählt er zu den am dichtesten besiedelten Ländern weltweit. Aufgrund seiner geostrategischen Position, der wirtschaftlichen Entwicklung und sozialen Spannungen gilt der Archipel als Brennpunkt in Südostasien.
Das Auswärtige Amt hat auf seiner Website eine Teilreisewarnung für die Philippinen herausgegeben. Der Grund dafür ist der Taifun Ragasa, der lokal auch als „Nando“ bekannt ist. Laut der philippinischen Wetterbehörde PAGASA bewegt sich der Taifun derzeit über das Philippinische Meer und steuert auf den Norden der Insel Luzon zu.
Taifun Ragasa: Höchste Warnstufe für Nordphilippinen ausgerufen
Meteorologen prognostizieren, dass der Taifun am 22. September 2025 am Nachmittag oder Abend die Inselgruppen Batanes und Babuyan erreichen könnte. Die Auswirkungen sollen bis zum 23. September anhalten. Es werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 222 Kilometern pro Stunde und starke Regenfälle erwartet.
Die philippinischen Behörden haben verschiedene Warnstufen ausgerufen. Am stärksten bedroht ist der Nordosten der Provinz Cagayan sowie die Inselgruppen Batanes und Babuyan, für die die höchste Warnstufe 3 gilt. Warnstufe 2 betrifft große Teile von Cagayan, Isabela, Ilocos Norte und angrenzende Gebiete. Central Luzon und der nördliche Teil der Provinz Quezon fallen unter Warnstufe 1. Neben orkanartigen Böen sind auch Überschwemmungen und Erdrutsche zu erwarten.
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Taifunbedrohung und Reisehinweise: Behörden rufen Bevölkerung zur Vorsicht auf
Die Behörden auf den Philippinen warnen ausdrücklich vor „erheblichen Gefahren für Leib und Leben sowie Besitztümer“. In den nördlichen Küstenregionen von Luzon wurden vorsorgliche Evakuierungen durchgeführt. Besonders betroffen sind niedrig gelegene, küstennahe und hanggefährdete Gebiete, einschließlich Teilen der Insel Mindoro. Reisende und Bewohner in den gefährdeten Regionen werden dringend aufgefordert, Evakuierungsanweisungen strikt zu befolgen.
Das Auswärtige Amt hat zudem am 11. September aktualisierte Reise- und Sicherheitshinweise für die Dominikanische Republik veröffentlicht. Die Behörde nennt als Gründe eine angespannte Sicherheitslage mit erhöhter Kriminalität, politische Unruhen und Risiken durch Naturkatastrophen.
Philippinen: Auswärtiges Amt mahnt Reisende zur Aufmerksamkeit und Vorsorge
Das Auswärtige Amt empfiehlt, sich strikt an die Anweisungen der lokalen Behörden zu halten und die Wetter- und Sicherheitsmeldungen aufmerksam zu verfolgen. Die philippinische Wetterbehörde bietet stets aktuelle Informationen unter www.pagasa.dost.gov.ph an. Reisende sollten sich darauf einstellen, dass Behörden, öffentliche Einrichtungen und Geschäfte in den betroffenen Gebieten nur eingeschränkt arbeiten. Es wird geraten, rechtzeitig Vorräte aufzufüllen. (Quellen: Auswärtiges Amt, PAGASA) (jal)