Sonne und drückende Schwüle

Meteorologe warnt vor Unwetterlage: Erst Rekord-Temperaturen, dann Gewitter

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Aktuell wechseln sich landesweit hohe Temperaturen mit kurzen Sommergewittern ab. Ein Meteorologe erklärt, wie lange die Hitzewelle in Deutschland anhält.

Update vom 31. Juli, 12.56 Uhr: Nach dem größtenteils nassen Mai und Juni verwöhnt das Wetter Deutschland Ende Juli doch noch mal mit ordentlich Sommer-Feeling. Am 30. Juli war der bislang heißeste Tag des Jahres – im Müllheim (Baden-Württemberg) zeigte das Thermometer 35,4 Grad. Und heiß geht es hierzulande wohl erst einmal weiter, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung sagt.

Auch die Unwetter-Karte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) unterstreicht seine Prognose: Bislang leuchtet nahezu die gesamte Südhälfte violett – die amtliche Warnung für Hitze. Doch: die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass Hitze im deutschen Sommer selten alleine kommt. Meist folgten heftige Unwetter unmittelbar auf die schönen Tage.

Von Gewittern (noch) keine Spur: Am Mittwoch (31. Juli) setzt sich der heiße Trend in Deutschland erst einmal fort. Vor allem die Südhälfte dürfte ordentlich ins Schwitzen kommen. Der DWD warnt in seiner Unwetter-Karte. (Screenshot, Stand: 12.32 Uhr)

Und diesmal? „Heute knallt es“, kündigt der Meteorologe von wetter.net an. „Aber die richtig schweren Unwetter kommen wohl zum Glück erst mal nicht zu uns“, so Jung weiter. Die Gewitterzelle balle sich über Frankreich, vor allem Paris wird es im Laufe des Tages wohl heftig treffen. „Deutschland liegt eher am Rand von diesem Wettergeschehen“, so Jung. Regional könne es dennoch heftige Schauer und Gewitter geben. Der Schwerpunkt liege dann vor allem über Saarland, für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bestünde vereinzelt ebenfalls ein Risiko.

Wetterexperte sieht Rekord-Temperaturen auf Deutschland zukommen

Erstmeldung vom 30. Juli, 13.07 Uhr: Frankfurt – Hitze, Schwüle, Gewitter gefolgt von erneuter Hitze: Das heiße Wetter in Deutschland scheinen aktuell kein Ende zu finden. Trotz wiederkehrenden Regenschauern und Gewittern dominieren weiterhin hohe Temperaturen, die in den kommenden Tagen sogar einen neuen Rekord brechen könnten. Laut mehreren Wetter-Prognosen hält dieser Zustand in weiten Teilen Deutschlands erst einmal an.

Ein Ende der Hitzewelle ist nicht in Sicht. Wie der Meteorologe Dominik Jung von wetter.net am Montag ankündigte, soll es in Deutschland das Wetter erst einmal „drückend schwül“ weitergehen – „und das bis mindestens weit in die nächste Woche hinein“. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in den kommenden zehn Tagen in weiten Teilen Höchsttemperaturen von 27 bis 32 Grad, im Norden etwas kühler. Zwischendurch könnte es leichte Abkühlungen geben, Temperaturen unter 20 Grad sind laut dem DWD landesweit aber nicht in Sicht. Nur in der Nacht kühlt es in weiten Teilen ab.

Rekord-Temperaturen und schwüles Wetter: Wetterexperte erklärt, bis wann die Hitzewelle andauert

Besonders Anfang kommender Woche könnten nach Angaben von Dominik Jung wieder besonders hohe Temperaturen von 30 bis 35 Grad erreicht werden. Der Sommer in Deutschland bleibe daraufhin bis mindestens Mitte August erhalten. Zwischendrin könnten laut dem Meteorologen und dem DWD immer wieder vereinzelte Schauer und Gewitter für kurzzeitige Abkühlung sorgen.

Für viele ist das sommerliche Wetter Grund zur Freude, während andere unter der Hitze leiden.

Ein starkes Gewitter ebenso wie ein neuer Hitze-Rekord könnten bereits am Mittwoch (31. Juli). bevorstehen. Während der DWD für den Tag ähnliche Temperaturen wie am Dienstag mit höchstens 35 Grad voraussagt, rechnet der Meteorologe Dominik Jung von wetter.net mit einem kleinen, aber für die Aufzeichnungen bedeutsamen Unterschied: „Morgen (Mittwoch, A.d.R.) wird wahrscheinlich der bisher heißeste Tag des Jahres“, sagte Jung voraus. Dazu müsse die 35,0 Grad geknackt werden, die zuletzt am 29. Juni in Kitzingen gemessen worden sei.

Hitzewelle in Deutschland immer wieder von starken Gewittern unterbrochen

Aufgrund der extremen Hitze könnte es laut DWD am Mittwoch vor allem im Westen und Südwesten ab dem Vormittag zunehmend bewölkt und ab dem Nachmittag vereinzelt zu Schauer und „teils kräftigen Gewittern“ kommen. In Gewitternähe würden zudem stürmische Böen erwartet. Auch der Meteorologe Dominik Jung rechnet vor allem in der Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Baden-Württemberg mit Starkregen, Sturmböen und Hagel.

Während die Temperaturen in Deutschland höchstens die 35 Grad-Marke knacken, liegen sie in anderen europäischen Ländern teils bereits bei über 40 Grad. Laut einer Gesundheitspsychologin könnten Menschen vor allem angesichts der Urlaubssaison die extreme Hitze unterschätzen. (nz)

Rubriklistenbild: © Imago/DWD

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