VonSarah Neumeyerschließen
Kai Hartwigschließen
In der Bundesrepublik kracht es ordentlich. Nach der Hitze überziehen schwere Gewitter Deutschland mit Starkregen und auch Hagel.
Update vom 25. August, 14.43 Uhr: Während des Unwetters ist ein Mann in seinem Zelt im baden-württembergischen Hechingen von einem Baum erschlagen worden. Das teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Durch den Sturm am Donnerstagabend wurde ein Teil des Baumes entwurzelt und stürzte auf das Zelt, in dem sich der 62 Jahre alte Mann alleine befand. Eine Fußgängerin fand den Leichnam am Freitagmorgen.
Unwetter über Deutschland: Camping-Platz mit 900 Menschen geräumt
Update vom 25. August, 12.46 Uhr: Wie der Deutschen Wetterdienste (DWD) am Freitag bekannt gab, sind am Donnerstagabend Orkanböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 144 Kilometern pro Stunde über den Bodensee gefegt. Den Spitzenwert während des Unwetters habe Lindau erreicht, erklärte ein DWD-Sprecher. Dort wurde laut Polizei ein Camping-Platz mit 900 Menschen geräumt (siehe Update vom 25. August, 7.33 Uhr).
Mit bis zu 40 Litern in einer Stunde habe es den meisten Regen im Schwarzwald gegeben. In Freiburg etwa seien 36 Liter pro Stunde gemessen worden. Dort liefen laut Einsatzkräften Keller voll und Straßen wurden überschwemmt. In Bayern kamen mit bis zu 31 Litern die Stunde die meisten Regengüsse in Lenggries (Bad Tölz-Wolfratshausen) und Tittmoning (Landkreis Traunstein) herunter.
Unwetter in Deutschland: Kuriose Situation in Bayern
Update vom 25. August, 12.07 Uhr: Das Unwetter hat in Bayern eine kuriose Situation herbeigeführt: In Rehling (Landkreis Aichach-Friedberg) wurden Einsatzkräfte von einem Anwohner alarmiert. Der fand nach Angaben der örtlichen Polizei urplötzlich vor seinem Haus einen Wohnwagen vor, der weder vorher schon dort stand noch ihm gehörte. Ersten Erkenntnissen nach war der Wohnanhänger vom Wind eine leicht abschüssige Straße hinuntergeweht worden und vor dem Haus des Anwohners zum Stehen gekommen. Das Fahrzeug blieb dabei unbeschädigt.
Unwetter rollen über Süddeutschland – Campingplatz muss geräumt werden, sechs Menschen verletzt
Update vom 25. August, 8.51 Uhr: In Süddeutschland tobten schon in der Nacht zum Freitag Unwetter. Dabei sorgte ein Blitzeinschlag in einer Gaststätte in Freising (Bayern) für einen Schaden von 25.000 Euro. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, wie das Polizeipräsidium Oberbayern/Nord mitteilte. Derweil geriet am Donnerstag im baden-württembergischen Pfullendorf ein Bauernhaus in Brand, der finanzielle Schaden beträgt rund 700.000 Euro. Das Feuer sei vermutlich nach einem Blitzeinschlag entstanden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Das Dach der Scheune sei eingestürzt. Verletzt wurde niemand.
Update vom 25. August, 7.12 Uhr: Schwere Unwetter haben in Bayern und Baden-Württemberg für Verwüstung versorgt: Zahllose Bäume stürzten um, Straßen und Bahnstrecken mussten gesperrt werden. Der S-Bahn-Verkehr in München musste zwischenzeitlich komplett eingestellt werden. Auch in Baden-Württemberg gab es Einschränkungen im Regionalverkehr. Auf einem Campingplatz in Lindau am Bodensee wurden sechs Menschen verletzt, einer davon schwer. Der Campingplatz wurde geräumt, 900 Menschen mussten vorübergehend in einer Halle in Lindau untergebracht werden. In Freiburg hat Starkregen für überflutete Keller und Straßen gesorgt. Eine Person musste aus einem Keller gerettet werden.
Wetter in Deutschland: Unwetter sorgen für Bahnausfälle in Bayern und Baden-Württemberg
Die Unwetterfront war am Abend von West nach Ost über weite Teile von Bayern gezogen. In München wurde kurz vor Mitternacht der gesamte S-Bahn-Verkehr vorübergehend eingestellt. Einzelne Streckenabschnitte seien immer noch gesperrt, teilte der S-Bahn-Betreiber am frühen Freitagmorgen mit. „Auf der Stammstrecke und im gesamten S-Bahn Gesamtnetz ist mit Verspätungen zu rechnen.“
Auch andernorts in Bayern mussten Bahnstrecken wegen Unwetterschäden gesperrt werden. Wegen Bäumen im Gleis seien etwa die Strecken zwischen Buchloe und Augsburg Hauptbahnhof sowie zwischen Solnhofen und Eichstätt gesperrt, hieß es bei der Deutschen Bahn im Internet. Auch die Strecke Kempten - Lindau-Reutin war demnach nur eingeschränkt befahrbar. Zwischen Starnberg und Tutzing fuhren keine Züge, und auch nicht zwischen Freising und Landshut.
In Baden-Württemberg meldete die Bahn am frühen Freitagmorgen zwei gesperrte Linien und Strecken: Betroffen seien der IRE 6 Tübingen - Sigmaringen und der RE 55 Sigmaringen - Hausen im Tal. Eingleisig befahren werden könne demnach die Strecke des RE 2 Donaueschingen - St Georgen. Bei der S-Bahn Stuttgart waren die Strecken Kirchberg-Backnang sowie Winnenden-Backnang am Abend gesperrt worden - wegen Bäumen und größerer Äste im Gleis. Sie sind wieder frei.
Wetter in Deutschland: Auf Hitze folgen heftige Gewitter – DWD warnt vor Superzelle
Update vom 24. August, 19.30 Uhr: Teils schwere Gewitter leiten zum Wochenausklang einen Wetterumschwung in Deutschland ein. Über die Beneluxländer zieht Sturmtief „Denis“ über die Bundesrepublik hinweg in die Nordsee. Mit im Gepäck: Starkregen, Hagelkörner und Orkanböen. Den Anfang macht der Südwesten des Landes.
Laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) könnten sich sogar eine Superzelle zusammenbrauen. Dann seien bis Montag (27. August) regional gut 100 Liter Regen pro Quadrat möglich. Auch Hagelkörner der Größe eines Tischtennisballs könnten fallen. In Baden-Württemberg musste die Feuerwehr am Donnerstagabend (24. August) bereits mehrfach ausrücken. Bereits Anfang August sorgte Hagel dort in Teilen des Landes für Chaos.
Generell erwarten die Meteorologen in der nächsten Woche immer wieder Schauer und teils auch Gewitter. Die Temperaturen gehen weiter zurück und liegen am Montag (27. August) nur noch bei um die 20 Grad. „Ein Schönwetterhoch, wie wir es letzte Woche hatten, können wir nicht erwarten“, sagte ein Sprecher des DWD.
Wetter in Deutschland: Der Süden schwitzt, dem Westen drohen Gewitter
Update vom 24. August, 15.39 Uhr: Die Südhälfte Deutschlands schwitzt noch unter den tropischen Temperaturen. Doch wohl nicht mehr lange: aus dem Westen nähern sich Unwetter, die spätestens ab Freitag (25. August) über ganz Deutschland ziehen könnten. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) schwingt ab dem Nachmittag und frühen Abend das Wetter im Südwesten um. Für das Saarland und die Moselregion sind Gewitter mit Starkregen sowie Sturm- und Orkanböen vorhergesagt.
Windiger kann es auch an der Nord- und Ostseeküste kommen, doch erst zur Nacht hin ist dort mit Schauern zu rechnen. Zum Wochenende steigt deutschlandweit das Unwetter-Risiko, mit Hitze ist allenfalls noch im Süden und Südosten zu rechnen.
Hitze-Endspurt in Deutschland – dann heißt es: „Auf Wiedersehen, Hochsommer“
Erstmeldung vom 23. August: München – Der Sommer 2023 hat in Deutschland die Temperaturen ordentlich in die Höhe getrieben. Und es bleibt zunächst weiterhin sehr heiß: Wetterfachmann Dominik Jung erwartet im Osten und der Mitte Deutschlands am Mittwoch (23. August) und Donnerstag (24. August) Spitzenwerte von 30 bis 35 Grad. Nur in Norddeutschland soll es kühler werden, hier weist das Thermometer insbesondere in Küstennähe 22 bis 23 Grad aus.
Wetter in Deutschland: Hitze-Finale bis zum Wochenende – ab Freitag drohen Tornados und Unwetter
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet ebenfalls mit hochsommerlichen Wetterbedingungen. Nach der DWD-Vorhersage herrscht am Mittwoch hierzulande „im Norden zeitweise Durchzug von Wolkenfeldern, aber kaum Regen“. Die Wetterprognose besagt zudem, dass es „sonnig oder locker bewölkt und trocken“ bleibt. Erst „nachmittags und abends“ kann es „im süddeutschen Bergland und Umgebung erneut vereinzelte Gewitter“ geben. Die Höchstwerte liegen im Norden bei 21 bis 25 Grad, „sonst 25 bis 30 Grad, im Süden bis 35 Grad“.
Die Hitzeperiode neigt sich aber dem Ende zu. Auch wenn das Wetter am Mittwoch in ganz Deutschland noch einmal viel Sonnenschein verspricht, verabschiedet sich der Hochsommer allmählich. Bereits am Donnerstag zeigen sich einige Wolken am himmel, der Freitag (25. August) könnte es dann in zahlreichen Regionen ziemlich ungemütlich werden. Die zunehmend schwülere Luft führt zu einem großen Knall, warnt Jung. Die Konsequenz: Am Freitagmittag kann es schwere Gewitter geben. Auch Unwetter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel sind zu erwarten. Hierbei schließt Meteorologe Jung die Entstehung von Tornados nicht aus.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten




Wetter: Deutschland erlebt das vorläufige Ende der Hitze – „Auf Wiedersehen Hochsommer“
„Auf Wiedersehen Hochsommer heißt es spätestens ab Samstag. Dann wird es überall aus Nordwesten kälter“, so die Wetterprognose des Experten. Der Geschäftsführer des Wetterdienstes Q.met meinte zu Wetter.net, dass es bereits am Sonntag (27. August) einen spürbaren Temperaturabfall geben dürfte. Dieser habe „nur noch Höchstwerte um 20 Grad“ zur Folge. In Norddeutschland bewegen sich die Temperaturen knapp unter diesem Wert, im Süden des Landes werden die 20 Grad dagegen leicht überschritten. Auch vereinzelte Schauer können auftreten.
Die Wettertendenz der kommenden Tage weist in dieselbe Richtung. „Auch nächste Woche ist keine Sommerhitze in Sicht. Der Hochsommer geht und ist dann auch weg“, so Jung: „Klar kann es im September auch nochmal schöne Spätsommertage geben oder den Altweibersommer, das kann man aber heute noch nicht so genau sagen. Das müssen wir abwarten.“ Einen positiven Aspekt des Temperaturabfalls sieht der Wetterexperte jedoch auch: „Immerhin kann man dann nachts wieder gut schlafen, denn die große Schwüle ist dann vorbei.“
Deutschland-Wetter: Deutlicher Temperatursturz zum Wochenende
Die Wetter.net-Vorhersage prognostiziert in den kommenden Tagen folgende Aussichten:
| Mittwoch (23. August): | 23 bis 35 Grad, viel Sonnenschein und große Hitze |
| Donnerstag (24. August): | 23 bis 37 Grad, einzelne Gewitter im Südwesten und heiß, sonst meist noch sonnig und trocken |
| Freitag (25. August): | 24 bis 33 Grad, drückende Schwüle und verbreitet heftige Schauer und Gewitter, Unwetter möglich |
| Samstag (26. August): | 18 bis 25 Grad, Abkühlung und noch einzelne Schauer im Süden |
| Sonntag (27. August): | 17 bis 23 Grad, Mix aus Sonnenschein und Wolken, kurze Schauer, viel kühler als zuletzt |
| Montag (28. August): | 16 bis 22 Grad, frisches Frühherbstwetter, immer wieder Sonne und Wolken im Wechseln, kurzer Schauer |
| Dienstag (29. August): | 16 bis 21 Grad, Mix aus Sonnenschein und Wolken, immer wieder Schauer und recht kühl |
| Mittwoch (30. August): | 17 bis 21 Grad, Sonne und Wolken wechseln sich ab, regional sind kurze Schauer möglich |
Zuletzt hatten extreme Unwetter in Deutschland für Chaos gesorgt – unter anderem am Frankfurter Flughafen. (kh)
Für diesen von der Redaktion geschriebenen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteur Kai Hartwig sorgfältig überprüft.
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