„Das ist ein Wunder“

Sie überlebte den Festival-Horror in Israel – Sieben Stunden versteckt sich Lee Asi unter Leichen

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Eine junge Frau erlebte den Hamas-Terror beim Festival in Israel hautnah mit und überlebte. Sie versteckte sich sieben Stunden unter Leichen.

Kibbuz Re‘im – Es sollten unvergessliche Tage für Lee Asi werden. Erst die Verlobung Mitte September, dann ein Besuch auf einem Musikfestival. Leider wurden die Tage unvergesslich, denn Lee Asi war eine von Tausenden, die in der Negev-Wüste um ihre Leben fürchten musste – wie auch die Deutsche Shani Louk –, als die Hamas-Terroristen die Unschuldigen angriffen und bis zu 270 Menschen töteten.

Zu dem Festival in der Nähe des Kibbuz Reim nahe dem Gazastreifen hatten sich hunderte junge Israelis versammelt. Dann geschah der Angriff. Die Hamas schossen stundenlang wahllos auf flüchtende Menschen und verschleppten viele in den Gazastreifen, darunter auch Deutsche. Ein weiteres grausames Kapitel im Israel-Krieg. Lee Asi schaffte es wohl, irgendwie in einen Luftschutzbunker zu kommen. Was dann passiert, war ein reinster Alptraum.

Lee Asi überlebte den Angriff auf das Festival in der Nähe des Gaza-Streifens. Hamas-Terroristen brachten wahllos Musikfans um.

Eine Freundin von Lee Asi enthüllte auf Instagram einen Chat mit ihr, welchen auch Lee Asi dann selbst postete. Die Worte darin sind schwer zu fassen.

Krieg in Israel: Junge Frau enthüllt Horror-Details nach Hamas-Angriff auf Festival

Lee Asi schreibt: „Von 30 bis 35 Personen, die es hineinschafften, kamen nur zehn lebend raus“. Die Freundin konnte kaum glauben, was sie da las und stellte Nachfragen. Lee Asi antwortete: „Ja [ich kam raus], nachdem ich mich sieben Stunden unter Leichen im Luftschutzbunker versteckt hatte. Ich mache keine Witze.“ Zusätzlich schickte sie ein Foto aus dem Bunker, welches Teile des Grauen zeigt. Die Freundin wollte darauf wissen, wie die Menschen gestorben sind, ob Schüsse im Bunker gefallen seien und was passiert ist.

Lee Asi beschreibt die Szene mit den Worten: „Die Araber haben die Party angegriffen und angefangen zu schießen, sie schmissen Granaten in die Luftschutzbunker, welche keine Türen hatten. 15 Granaten und 1000 Schüsse sind gefallen. Sieben Stunden durchgehend.“ Während ihrer Zeit in dem Bunker zeigte sie auf Instagram (Stories nach 24 Stunden gelöscht) wie sie dort auf Hilfe warteten. „Ich konnte meine Familie kontaktieren und die konnten jemanden schicken, der mich und neun andere rettete. Wir hatten so viel Glück, es war wie ein Wunder“, schrieb sie einer anderen Freundin. „Das ist uns passiert, weil wir Juden sind“, fügte sie einer Story hinzu.

Grausame Chatnachrichten und ein schlimmes Bild: Hamas-Angriff überlebt, aber sieben Stunden Todesangst

Die junge Frau ist nun auf der Suche nach einem Menschen, der ihr Material und ihre Geschichte zu einer Story produziert: „Die Welt muss wissen, was passiert ist.“

Der Chat und die Insta-Story von Lee Asi, als die Hamas das Festival in Israel in der Nähe vom Gaza-Streifen angriffen.

Nicht nur Lee Asi, mehrere junge Menschen haben wie durch ein Wunder überlebt, auch die 19-jährige Ester Borochov, wie die AFP schreibt. Die junge Frau war ebenfalls bei dem Musikfestival, als Hamas-Kommandos begannen, von allen Seiten wahllos auf die Menschen zu schießen .Borochov kann in einem Auto flüchten, das dann aber durch Schüsse gestoppt wird, sich überschlägt und im Graben liegen bleibt. „Wir haben uns in dem Auto tot gestellt, meine Freundin und ich, zweieinhalb Stunden lang, bis Hilfe gekommen ist (...). So haben wir das überlebt.“

Der israelische Soldat Ephraim Mordechajew, der ebenfalls das Festival besuchte, sagt AFP, er habe gesehen, wie Hamas-Angreifer mit Panzerfäusten auf die Menge schossen. „Stellen Sie sich vor, eine Rakete, die auf Häuser oder Panzer abgefeuert werden soll, wird auf eine Gruppe von 20 Zivilisten abgefeuert.“ (ank mit AFP-Material)

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter-Video / Lee Asi Instagram

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