VonKarolin Schaeferschließen
Eine Frau aus Deutschland rast offenbar in Italien mit ihrem Auto in eine Familie. Drei Personen sterben. Die Urlauberin sitzt jetzt in Untersuchungshaft.
Santo Stefano di Cadore – In Italien ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen. Eine deutsche Urlauberin soll im Norden des Landes mit ihrem Auto in eine Familie gerast und drei Menschen getötet haben. Die 30-Jährige wurde daraufhin festgenommen, bestätigte die Carabinieri von Santo Stefano di Cadore am Freitag (7. Juli) auf dpa-Anfrage.
Tödlicher Unfall in Italien: Deutsche rast in Familie – drei Menschen sterben
Nach Angaben der Behörden soll die Frau am Donnerstagnachmittag (6. Juli) mit ihrem Auto in der Ortschaft nahe der Grenze zu Österreich mit hoher Geschwindigkeit in die Familie gefahren sein. Bei der Kollision starben die Großmutter, der Vater sowie ein zweijähriger Junge. Die Mutter erlitt demnach leichte Verletzungen. Der Großvater kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Der Autofahrerin aus Deutschland wird nun mehrfache Tötung im Straßenverkehr vorgeworfen – ein Straftatbestand in Italien.
Wie sich der Unfall ereignet hat, ist vorerst noch unklar. Medienberichten zufolge prüft die Polizei, ob die Frau womöglich durch ihr Handy abgelenkt war und so die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Die Ergebnisse eines möglichen Drogen- oder Alkoholkonsum stehen noch aus, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.
Urlauberin aus Deutschland rast in Familie: Vater und Großmutter sterben noch am Unfallort
Die Familie aus Mestre soll sich ebenfalls im Urlaub befunden haben, hieß es. Sie sei zu Fuß in der Ortschaft unterwegs gewesen. Im Zentrum des Dorfes ereignete sich dann die Kollision. Für den Vater und die Großmutter kam jede Hilfe zu spät – sie starben noch an der Unfallstelle. Der zweijährige Junge verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus im Rettungshubschrauber. Fotos vom Unfallort zeigen, wie das Auto heftig beschädigt wurde. Berichten zufolge wurde die Familie teils meterweit durch die Luft geschleudert.
Der Großvater wurde hautnah Zeuge des Unfalls. „Ich lebe“, sagte er gegenüber dem italienischen Magazin Corriere del Veneto. Seiner Einschätzung aber nur, weil er wohl einige Meter hinter seiner Familie lief. Die Gruppe sei auf der Via Udine in Richtung Sappada unterwegs gewesen, schilderte er. Auf Höhe einer Schule sei dann der schwarze Audi in die Familie gerast. „Es war ein Mord auf der Straße“, sagte der Großvater. „Sie hat meiner Tochter alle Angehörigen weggenommen.“
Zu einem tödlichen Unfall kam es auch am Gardasee in Italien. Ein Urlauber starb nach einem schweren Roller-Unfall. (kas/dpa)
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