Italien-Tourist zerstört historische Mauer in Pompeji – jetzt muss er die teure Restaurierung bezahlen
VonMartina Lippl
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Ein Pompeji-Besucher verunstaltet die Wand eines antiken Hauses. Der Vandalismus löst Empörung bei den italienischen Behörden aus.
Rom – Italien geht rigoros gegen einen Touristen aus Kasachstan vor. Der Urlauber wurde erwischt, als er – ausgerechnet in Pompeji – die Buchstaben „ALI“ in den hellen Putz einer Wand ritzte. Der italienische Kulturminister zeigte sich entsetzt über diesen Vorfall in der weltberühmten Ausgrabungsstätte.
„Barbarischer und idiotischer Angriff“ – Italien-Tourist zerstört Mauer in Pompeji
„Leider müssen wir auch heute wieder einen barbarischen und idiotischen Angriff auf unser künstlerisches und kulturelles Erbe kommentieren“, erklärte Gennaro Sangiuliano in einer Mitteilung. Der italienische Minister zieht Parallelen zu einem früheren Vorfall in Herculaneum, bei dem ein Tourist eine römische Wand mit einem permanenten Marker beschmiert hatte.
„Es handelt sich um eine sehr schwere Tat, die streng strafrechtlich verfolgt werden muss“, heißt es in der Erklärung. Dank eines neuen Gesetzes werde der Täter gezwungen sein, „die Kosten für die vollständige Wiederherstellung des verursachten Schadens zu erstatten.“
Italien-Tourist hinterlässt Kritzeleien auf tausende Jahre alter Mauer – neues Gesetz fordert Restaurierung
Mitarbeiter und Sicherheitspersonal des Parks hätten den für „diese abscheuliche Geste“ verantwortlichen Touristen gestoppt. Restauratoren und Kuratoren überlegen laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa, wie die Mauer am besten wiederhergestellt werden kann. Über die Höhe des Schadens gibt es zunächst keine Angaben.
„Dank des von Minister Gennaro Sangiuliano angestrebten neuen Gesetzes wird der Täter für die Wiederherstellung der Mauer aufkommen müssen“, zitiert Ansa Parkdirektor Gabriel Zuchtriegel.
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Italien: Drastische Strafen schrecken skrupellose Urlauber bisher nicht ab
In den letzten Jahren hat die italienische Regierung verstärkt Maßnahmen ergriffen, um Vandalismus an historischen Stätten zu bekämpfen. Bereits 2014 wurde ein Tourist zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro und einer vierjährigen Bewährungsstrafe verurteilt, weil er das Kolosseum beschmiert hatte. Schon seit Jahren ärgert sich Italien über Reisende, die Altertümer verschandeln.
Besucher und Besucherinnen von Pompeji neigen jedoch dazu, öfter etwas mitzunehmen. Manche Reisende lassen sich von der Jahrtausende alten Aura nicht einschüchtern. Bis der Pompeji-Fluch – schon der Untergang der Stadt durch den Ausbruch des Vesuvs 79 nach Christus war als Strafe der Götter gesehen worden – sie zum Zurückschicken der geklauten Artefakte bewegt.