VonTeresa Tothschließen
Nach den heftigen Unwettern in Italien kündigen sich bereits erneute Regenfälle an – samt Windböen und Hagel. Für einige Regionen gelten Warnungen.
Update vom 22. April, 12.07 Uhr: Hinter den anhaltenden Unwettern in Italien steckt laut Il Meteo der sogenannte „Meridianaustausch“, eine gewaltige Bewegung in der Atmosphäre, bei der kalte Luft vom Nordpol Richtung der mittleren Breite sinkt, während subtropische Luft von Afrika nach Europa aufsteigt. Das führt zu plötzlichen Stürmen und starkem Regen.
In Italien steigt das Unwetter-Risiko zum verlängerten Wochenende am 25. April wieder enorm. Bedroht ist vorerst insbesondere erneut der Nordosten. Das heißt: Friaul-Julisch Venetien, Trentino-Südtirol, Emilia-Romagna und Venetien. Dann zieht die Sturmfront weiter Richtung Zentrum und trifft die Gebiete des Apennins.
Il Meteo befürchtet dann lokale Hagelstürme, Wundböen und das Wetterphänomen sogenannter Downbursts. Das sind Fallböen, die mit bis zu 120 km/h aus dem Sturm schießen, sie können im Zusammenhang mit Gewittern oder Schauern auftreten.
Italien-Unwetter womöglich über den ganzen April
Update vom 22. April, 10.22 Uhr: Das instabile Wetter in Italien hält womöglich fast den ganzen April an: Laut ilmeteo.it soll das Wetter im 28. April zwar wieder freundlicher werden, dies sei jedoch nur eine kurze Unterbrechung der Unwetter. Danach drohen erneute Unwetter mit Windböen und lokalen Hagelstürmen. Auch für den Ersten Mai sehen die neusten Prognosen düster aus.
Update vom 22. April, 8.09 Uhr: Bereits am Dienstag soll sich das Wetter in Italien erneut verschlechtern. Wie das italienische Wetterportal ilmeteo.it berichtet, sollen die ersten Stunden des Tages noch freundlich verlaufen. Im Laufe des Nachmittags bilden sich jedoch Gewitter, vor allem in den Bergregionen.
Betroffen seien in erster Linie die Bergregionen von Trentino-Südtirol, Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Die Unwetter können sich aber auch entlang des toskanisch-emilianischen Apennins und dann auf den Bergen der Marken, Umbriens, der Abruzzen und Latiums entwickeln, warnen die Experten.
Update vom 22. April, 5.25 Uhr: Die Wetter-Lage in Italien bleibt vorerst instabil. Lorenzo Tedici, Meteorologe der Website ilmeteo.it, warnt, dass ein Tiefdruckgebiet von den Britischen Inseln kommend Italien von Mittwoch (23. April) bis zum Beginn des Wochenendes beeinflussen werde – Regen und Gewitter drohen. Anschließend soll ein weiteres Tief eintreffen.
Vor allem über der Lombardei und dem Triveneto soll sich die Wetterlage erheblich verschlechtern: auf den Bergen dieser Regionen können die Niederschläge sogar das Ausmaß von Wolkenbrüchen annehmen.
Hagelstürme und Gewitter in Italien: Zyklonwirbel bedroht Alpenregionen
Update vom 21. April, 21.50 Uhr: Keine Erleichterung in Sicht: Neue Unwetter sollen in den kommenden Tagen über mehrere Regionen Italiens hinwegziehen. Ab Mittwoch (23. April) wird laut ilmeteo.it ein aus Nordeuropa kommender Zyklonwirbel erwartet, der sich wie ein Band über das gesamte Land von Norden bis Süden legen könnte. Besonders betroffen sind die Alpenregionen in Südtirol und dem Trentino sowie Regionen oberhalb von Venedig. Es wird vor starken Gewittern und Hagelstürmen gewarnt.
Update vom 21. April, 9.19 Uhr: Am Montag bleibt die Wetter-Lage in Italien angespannt. Es wird mit neuen Regenfällen und Gewittern gerechnet. Der italienische Katastrophenschutz hat mehrere Warnungen herausgegeben: In der Region Emilia-Romagna und der Lombardei gilt Alarmstufe rot. In den Gebieten Sulcis-Iglesiente und Campidano gilt Alarmstufe gelb. Bis 21 Uhr werden hier teils starke Regenfälle erwartet.
Sturzfluten, Erdrutsche und jetzt noch Schnee – Bilder zeigen heftiges Ausmaß des Italien-Unwetters




Straßen am Po sind wegen der Unwetter in Italien gesperrt
Update vom 20. April, 20.35 Uhr: In Boretto in der Region Reggio Emilia ist der Pegel des Flusses Po auf über sieben Metern gestiegen. Das berichtet Rai News. Straßen am Ufer seien gesperrt und drei Familien, die in Häusern in der Nähe des Flusses leben, vorsorglich evakuiert worden.
Die Wetterlage in Italien scheint sich indes in den kommenden Tagen nur bedingt zu beruhigen. Der Wetterdienst Il Meteo sagt auch für die Tage nach Ostern Niederschlag und Gewitter voraus. Allerdings soll es auch immer wieder sonnige Phasen geben.
Update vom 20. April, 13.45 Uhr: In der Region Reggio Emilia herrscht aktuell Alarmbereitschaft wegen des Durchzugs der Po-Hochwasserflut. Der Höhepunkt wird am Nachmittag erwartet, wobei der Fluss in Boretto voraussichtlich eine Höhe von sieben Metern erreichen wird, wie rainews.it berichtet. Die meisten Überschwemmungsgebiete sind bereits überflutet.
Parallel dazu ereignete sich in Beura (Provinz Verbano-Cusio-Ossola) ein massiver Felssturz, bei dem etwa 30.000 Kubikmeter Gestein abrutschten. Häuser blieben jedoch verschont, da der Hang rund 200 Meter von den Gebäuden entfernt liegt. Die Lage wird weiterhin überwacht, da noch immer Steine talwärts rollen.
Die rote Alarmstufe gilt heute in den Po-Ebenen von Piacenza, Parma und Reggio Emilia, für Ostermontag nur noch in der Reggio-Ebene. Für Ostersonntag werden heftige Gewitter mit möglichen Erdrutschen erwartet, besonders im zentralwestlichen Teil der Region. Der Po-Hochwasserstand liegt nahe oder über der kritischen Schwelle 3 in den zentralwestlichen Ebenen und über Schwelle 2 in den östlichen Ebenen und im Delta.
Ursprungsartikel vom 20. April, 10.36 Uhr: Piacenza – Eine neue Schlechtwetterfront hat Italien erreicht und sorgt besonders im Norden des Landes für eine angespannte Lage während der Osterfeiertage. Starke Regenfälle haben zu einem drastischen Anstieg des Wasserstandes des Po geführt, was die Behörden zu Evakuierungen und Präventivmaßnahmen zwingt.
Unwetter in Italien: In Gebieten entlang des Flusses Po ist die Lage besonders kritisch
In Piacenza hat der Po am Ostersonntag (20. April), den höchsten Wasserstand seit 2019 erreicht. Das berichtet das italienische Nachrichtenportal Rai News. Die Situation ist besonders kritisch in den Gebieten entlang des Flusslaufs. In Piacenza wurden vorsorglich 30 Personen evakuiert. Die Behörden haben kritische Zonen mit Sandsäcken gesichert und sind rund um die Uhr im Einsatz, um die Situation zu überwachen und notwendige Maßnahmen zu ergreifen, schreibt Rai News.
Für den Ostersonntag und die kommenden Tage prognostizieren Meteorologen weitere Regenfälle, besonders im Nordwesten Italiens. „Bei besonders intensiven Gewittern sind plötzliche starke Windböen und mittelgroßer bis kleiner Hagel nicht auszuschließen“, warnt der italienische Wetterdienst Il Meteo. Obwohl die Intensität geringer sein soll als bei den vorherigen Unwettern in Italien, bleiben die westlichen Regionen besonders betroffen.
Die italienische Zivilschutzbehörde hat für mehrere Regionen Warnungen herausgegeben:
- Höchste Warnstufe Rot: Teile der Emilia-Romagna und der Lombardei
- Warnstufe Orange: Weitere Gebiete in der Emilia-Romagna und der Lombardei
- Warnstufe Gelb: Teile der Lombardei, Veneto, Piemont, Toskana und das Aostatal
Urlauber in Italien sollen Wettervorhersagen genau verfolgen
Für deutsche und internationale Touristen, die ihre Osterferien in Norditalien verbringen, ist erhöhte Vorsicht geboten. Es wird dringend empfohlen, aktuelle Wettervorhersagen und Warnungen der lokalen Behörden aufmerksam zu verfolgen. Von Aktivitäten im Freien, besonders in der Nähe von Flüssen oder in überschwemmungsgefährdeten Gebieten, wird abgeraten.
Ein beliebter Ferienort war durch die schweren Alpen-Unwetter kurzzeitig von der Außenwelt abgeschnitten. (tt)
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