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In Südtirol verliert ein Bergsteiger aus Nordrhein-Westfalen beim Klettern den Halt und stürzt in die Tiefe. Seine Tochter muss das fürchterliche Unglück hilflos mitansehen.
München – Bei einer Klettertour in den Südtiroler-Alpen ist ein deutscher Bergsteiger tödlich verunglückt. Nach Angaben des Fachmagazins Alpin war es bereits mindestens der dritte Vorfall, bei dem ein Besucher in den Alpen ums Leben gekommen ist. Erst am Wochenende brach eine Frau in den Berchtesgadener Alpen zusammen und starb, vor einigen Tagen stürzte im Allgäu ein Profibergsteiger in den Tod.
Auch im Fall des 64-Jährigen aus Haltern am See (Nordrhein-Westfalen) kam es zu einem fatalen Sturz in dei Tiefe.
Tragisches Unglück: Mann stirbt beim Klettern in Südtirol – Notarzt kann nicht mehr helfen
Der Mann aus dem Ruhrgebiet war am Mittwoch (23. August) mit seiner Tochter auf dem Klettersteig Lampskopf bei Pflersch unterwegs, wie mehrere lokale Medien berichten. Auf dem letzten Abschnitt der Tour habe er den Halt verloren und sei vor den Augen seiner Tochter rund 100 Meter den Abhang hinuntergestürzt.
Den Angaben zufolge sei das Unglück nicht an einer Felswand passiert, sondern beim Überqueren von steilem Gelände. Ein Notarzthubschrauber rückte sofort aus, doch die Rettungskräfte konnten den Mann nur noch tot bergen. Die Tochter blieb unversehrt und wurde ins Tal gebracht, wo sie seelsorgerisch versorgt wurde.
Der Gebirgsteig Lampfskopf gilt unter Kennern als „mittelschwerer Genussklettersteig“, der sich ideal als Hütten-Zustieg eigne. Der Deutsche Alpenverein (DAV) mahnt zur Achtsamkeit: Immer wieder verunglücken Bergsteiger und Wanderer, auch auf vermeintlich leichten Touren. Vor allem Stolpern könne schnell fatal enden. Auch unterschätzen viele Menschen oftmals die körperlichen Anstrengungen. Umso fahrlässiger erscheint das Handeln eines deutschen Bergsteigers, der kürzlich seinen völlig entkräfteten Begleiter zurückließ. (rku)
