Unglück an der Punta Valgrande

Tragödie in Italien: Lawine erfasst mehrere Skitourengeher – und reißt drei Menschen in den Tod

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Tragödie in Italien: Drei Tote nach Lawine am Punta Valgrande. Fünf Menschen wurden verschüttet.
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Die Lawine ging am Punta Valgrande ab. Fünf Skitourengeher waren gerade auf dem Weg zum Gipfel. Drei von ihnen konnten nur noch tot geborgen werden.

Trasquera – Es herrschte Lawinenwarnstufe 3 – „erheblich“. Trotzdem machten sich Tourengeher am Sonntag, 12. Januar, im Piemont (Italien) auf den Weg. Kurz nach Sonntagmittag ging eine Lawine in der Gemeinde Trasquera ab. Augenzeugen beobachteten, wie am Ostgrad der Punta Valgrande – einem 2850 Meter hohen Gipfel – Schneemassen ins Tal stürzten. Um 12.45 Uhr wurde der Alarm laut dem italienischen alpinen Rettungsdienst ausgelöst. Hubschrauber und Bergrettung rückten sofort aus.

Tragödie an der Punta Valgrande – Drei Tote bei Lawinenabgang in Italien

Fünf Skitourengeher wollten am Sonntag den Gipfel der Valgrande bezwingen. Doch eine Lawine riss drei von ihnen in den Tod. Die Rettungskräfte versuchten eigenen Angaben zufolge die Verunglückten noch wiederzubeleben. Jedoch ohne Erfolg. Sie konnten nur noch tot geborgen werden. Vermutlich seien die Verletzungen zu schwer gewesen, so die italienischen Bergretter. Die Schneemassen hatten die drei mehrere hunderte Meter abwärts mitgerissen.

Tragödie in Italien: Drei Tote nach Lawine am Punta Valgrande. Fünf Menschen wurden verschüttet.

Tote bei Lawinenabgang in Italien – Augenzeugen setzen den Notruf ab

Zwei Tourengeher überlebten. Die beiden Geretteten hatten nach der Lawine die Alpinrettung alarmiert, berichtet Südtirol News. Sie seien unversehrt, aber geschockt gewesen. Über die Herkunft der Tourengeher liegen zunächst keine Angaben vor. Neben den italienischen Spezialisten der Bergrettung waren auch drei Lawinenhundeeinheiten im Einsatz.

Unglück am Punta Valgrande – Steile Skitour in abgelegenem Gebiet

Die Tour zur Punta Valgrande wird laut dem italienischen Nachrichtensender Rai eher selten begangen. Es handelt sich demnach um eine steile Skitour in einem ursprünglichen und abgelegenen Gebiet an der Grenze zur Schweiz.

Zum Unglückszeitpunkt herrschte oberhalb von 2100 Meter eine Lawinengefahr der Stufe 3 - „erheblich“. Es hatte geschneit und Wind hatte große Mengen Schnee verfrachtet, heißt es weiter.

Am Wochenende sind auf einer Rodelbahn in Österreich drei Deutsche verunglückt. Bei der Serie von Unfällen stürzte ein 34-Jähriger 25 Meter in unwegsames Gelände ab. Der Mann wollte den Rettungsmaßnahmen auf der Strecke ausweichen.

In Südtirol löste eine Lawine im Frühjahr eine große Suchaktion aus. Sie traf die Skipiste.(ml)

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