VonMoritz Bletzingerschließen
Er hat zahlreiche Leben gerettet, jetzt ist er selbst gestorben. Rettungshund Artù hatte bei den Erdbeben in Emilia Romagna geholfen, Italien trauert um den Australian Kelpie.
Bologna – Er half in Emilia Romagna, in Amatrice, Norcia und Rigopiano, jetzt ist Artù tot. Er war der erste Australian Kelpie in Diensten der italienischen Feuerwehr. Jetzt trauern die „Vigili del Fuoco“ um ihren langjährigen Helfer. Und Italien trauert mit.
Hund rettete Menschen bei Erdbeben in Italien: Jetzt trauert die Feuerwehr um Artù
Artù war ein Erdbeben-Retter, half, verschüttete Menschen aufzuspüren. Über die Jahre hat er so sicherlich zahlreiche Leben gerettet. 2012 forderte die Erdbeben-Serie in Norditalien 24 Todesopfer, vier Jahre später waren es fast 300 bei Beben in Mittelitalien. Ohne Artù wären es wohl noch mehr gewesen. Beim Toskana-Beben im Sommer 2023 gab es glücklicherweise keine Toten.
Aveva partecipato ai soccorsi per il terremoto in Emilia Romagna, ad Amatrice e Norcia, a Rigopiano. Oggi se n’è andato Artù, del nucleo cinofili di Volpiano, primo primo Australian Kelpie nei #vigilidelfuoco. Ciao Artù, grazie per tutto quello che hai fatto pic.twitter.com/xn2OERiltP
— Vigili del Fuoco (@vigilidelfuoco) August 11, 2023
Sieben Jahre nach der letzten großen Erdbeben-Katastrophe schreibt die Feuerwehr am 11. August 2023: „Heute ist Artù gestorben, aus der Hundefamilie Volpiano, erster Australischer Kelpie bei den Vigili del Fuoco. Ciao Artù, vielen Dank für alles, was du getan hast.“
„Grazie Artù“: Trauer um Helden-Hund in Italien
Und die Anteilnahme ist groß: Nach einem Tag wurde der Post über 100 Mal geteilt und fast 1000 Mal geliked. Unzählige Herzchen, salutierende und weinende Emojis finden sich unter dem Bild des Helden-Hundes. „Grazie Artù“, vielen Dank, sagen die Twitter-User.
Extremwetter und Naturkatastrophen trafen Italien auch nach den verheerenden Erdbeben immer wieder. Vor allem die Region Emilia Romagna war zu Beginn des Jahres erneut schwer betroffen. Menschen starben, tausende Häuser sind unbewohnbar. Und im Sommer toben die nächsten Unwetter in Italien. An der Adria-Küste werden ganze Strände von den Fluten weggespült. (moe)
Rubriklistenbild: © Screenshot/Twitter/Vigili del Fuoco

