VonMoritz Bletzingerschließen
Die Wetterlage in Deutschland bleibt angespannt. Nach den Überschwemmungen drohen nun Gewitter und Starkregen – und möglicherweise weitere Überflutungen.
München – Rheinland-Pfalz und das Saarland wurden am Pfingstwochenende von Überschwemmungen schwer mitgenommen. Die kritische Situation hat sich zwar etwas entspannt, doch einige Gebiete sind immer noch von Hochwasser bedroht. Und das Wetter beruhigt sich zu Pfingsten vorerst nicht.
Unwetter ziehen über sieben Bundesländer: DWD warnt vor breitem Gewitterband
Jetzt drohen neue Unwetter fast überall in Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt: „Am Pfingstsonntag lokal teils kräftige Gewitter, Schwerpunkt von NRW und Rheinland-Pfalz über Niedersachsen, Hessen bis Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Durch Starkregen lokal Unwetter nicht ausgeschlossen. Auch über Südbayern starke Gewitter möglich.“
Im Laufe des Tages wird ein breites Gewitterband von Westen bis zu Oder und Neiße ziehen. Der DWD prognostiziert lokale Unwetter durch heftigen Starkregen mit mehr als 25 Litern pro Quadratmeter. In der Nähe der Alpen könnten zudem größerer Hagel und Sturmböen auftreten.
Höhepunkt gegen Mittag am Pfingstsonntag: Deutschland drohen weitere Sturzfluten und Überschwemmungen
Das ICON-Wettermodell deutet darauf hin, dass der Niederschlagswirbel am Sonntagmittag seinen Höhepunkt erreichen könnte. Ausläufer erstrecken sich über ganz Deutschland, mit Ausnahme des Südostens. Am Alpenrand bildet sich jedoch eine weitere Zelle.
„Das schießt den Vogel ab“: Kanadisches Wettermodell zeigt Starkregen mit bis zu 70 Litern pro Quadratmeter
Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetternet warnt ebenfalls: „Es wird nochmal nass werden“. Die Gewitter bringen ein hohes Starkregenpotenzial mit sich. „Das kanadische Wettermodell, das schießt den Vogel ab“, fügt er hinzu. Laut diesem Modell könnten bis zum Pfingstmontagabend im Norden von Rheinland-Pfalz und Hessen sowie im Süden von NRW punktuell 50 bis 70 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Jung schließt weitere Überflutungen und Sturzfluten am Pfingstsonntag nicht aus.
Das französische Wettermodell ARPEGE, das die Hochwasserlage bereits korrekt vorhergesagt hatte, prognostiziert starke Regenfälle noch weiter in den Norden hinein. (moe)
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