Erste Details bekannt

Nach schwerem Unfall auf Baustelle in Hamburger Hafencity: Fünfter Arbeiter tot

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Auf einer Baustelle in Hamburg ereignete sich ein schwerer Unfall. Einige Tage nach dem Unfall ist nun ein fünfter Arbeiter an seinen Verletzungen gestorben.

Update vom 10. November, 6.20 Uhr: Am 30. Oktober kamen vier Bauarbeiter bei einem Unfall auf einer Baustelle in der Hamburg Hafencity ums Leben. Knapp zwei Wochen später ist nun ein fünfter Arbeiter gestorben. Das bestätigte das Lagezentrum der Polizei in Hamburg am späten Donnerstagabend (9. November). Zuerst hatte der NDR darüber berichtet.

Der Arbeiter war nach dem Einsturz eines Baugerüsts mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Bergung der Bauarbeiter aus den Trümmern hatte sich sehr schwierig gestaltet, wie die Feuerwehr berichtete.

„Schwieriger und kräftezehrender“ Einsatz nach dem Arbeitsunfall in Hamburg

Update vom 31. Oktober, 21.35 Uhr: Nach dem schweren Unfall auf einer Großbaustelle in der Hamburger Hafencity ist das vierte Todesopfer geborgen worden. Nach über 35 Stunden sei der „schwierige und kräftezehrende“ Einsatz seit Dienstagabend beendet, teilte die Feuerwehr mit. Eine Spezialeinheit der Höhenrettung konnte demnach in den Abendstunden zu dem letzten in den Trümmern verbliebenen Arbeiter vordringen. Der Leichnam sei für weitere Untersuchungen in das Institut für Rechtsmedizin gebracht worden.

Update vom 30. Oktober, 15.30 Uhr: Die Anzahl der Todesopfer nach dem Zusammenbruch eines Baugerüsts in der Hamburger Hafencity wurde von der Feuerwehr auf vier korrigiert. Bei der Demontage der Gerüstteile wurde am Montagnachmittag eine weitere Leiche gefunden, so ein Sprecher der Feuerwehr. Es gebe nun keine weiteren Vermissten mehr.

Nach Arbeitsunfall in der Hamburger Hafencity kämpft die Feuerwehr mit „schwieriger Bergungssituation“

Update vom 30. Oktober, 15.20 Uhr: Die Feuerwehr ist nach dem schweren Arbeitsunfall in der Hamburger Hafencity stundenlang nicht an die Opfer herangekommen. Inzwischen seien zwei Tote aus den Trümmern gezogen worden und in die Rechtsmedizin gebracht worden, wie ein Feuerwehrsprecher erklärte. Der dritte Tote werde derzeit geborgen. Ein lebensbedrohlich Verletzter war zuvor bereits in ein Krankenhaus gebracht worden. Mindestens ein weiterer Bauarbeiter werde noch vermisst.

„Das ist eine sehr, sehr schwierige Bergungssituation, und da muss man Stück für Stück arbeiten“, sagte der Sprecher. Ein in einem Fahrstuhlschacht errichtetes Baugerüst war aus dem achten Stock abgestürzt. Die Trümmerteile würden sich vom Untergeschoss bis in den zweiten Stock stapeln. „Wir haben hier drei Stockwerke, wo wir Trümmerteile zur Seite schieben müssen und sichern müssen“, sagte der Feuerwehrsprecher. Das sei ein Riesen-Mikado, da Gerüststangen kreuz und quer lägen. Insgesamt seien rund 150 Feuerwehrleute im Einsatz.

Rettungsarbeiten auf der Baustelle in der Hamburger Hafencity könnten noch Stunden dauern

Update vom 30. Oktober, 13.55 Uhr: Die Rettungsarbeiten gestalten sich weiterhin schwierig. Die Trümmer des Gerüsts stapeln sich in dem Fahrstuhlschacht vom Untergeschoss bis in den zweiten Stock und müssen von oben nach unten abgetragen beziehungsweise gesichert werden.

Rund 150 Feuerwehrleute seien momentan im Einsatz, so der Feuerwehrsprecher. Dennoch werden die Arbeiten noch einige Zeit andauern. „Der Einsatz der Feuerwehr Hamburg wird sich noch über mehrere Stunden bis in die Abendstunden erstrecken“, erklärt der Sprecher der Feuerwehr.

Nach dem Gerüst-Einsturz wurde die Baustelle in der Hafencity geräumt. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

Zahl der Todesopfer erneut nach unten korrigiert – aktuell gibt es drei bestätigte Tote

Update vom 30. Oktober, 12.21 Uhr: Die Zahl der Todesopfer wurde nochmals nach unten korrigiert. „Wir wissen (...) von drei Toten, die wir gesichert sehen können in diesem Wirrwarr“, so ein Feuerwehrsprecher.

Laut einem Bauleiter sollen sich zwischen 1300 und 1500 Arbeiter auf der Baustelle befunden haben, als das Gerüst am Montagmorgen einstürzte. Einige davon wurden unter den Trümmern des Gerüstes, das sich in einem Fahrstuhlschacht befand, begraben. Um Sie zu retten, sind zusätzlich zu den Kräften der Feuerwehr mehrere Höhenretter im Einsatz.

Mehrere Arbeiter bei Gerüst-Unfall in Hamburg getötet – Feuerwehr in der Hafencity im Großeinsatz

Vier Menschen sind auf einer Großbaustelle in Hamburg gestorben
Vier Menschen sind auf einer Großbaustelle in Hamburg gestorben © Bodo Marks/dpa
Auf der Baustelle sollen rund 700 Personen gearbeitet haben
Auf der Baustelle sollen rund 700 Personen gearbeitet haben © Elias Bartl
Auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg sind vor Ort
Auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg sind vor Ort © Bodo Marks/dpa
Auf der Baustelle sollen rund 700 Personen gearbeitet haben
Auf der Baustelle sollen rund 700 Personen gearbeitet haben © Bodo Marks/dpa
Für die Einsatzkräfte und auch für die betroffenen Mitarbeiter sind Seelsorger vor Ort im Einsatz
Für die Einsatzkräfte und auch für die betroffenen Mitarbeiter sind Seelsorger vor Ort im Einsatz © Elias Bartl
Der Feuerwehrkran ist vorsorglich vor Ort, um mögliche Teile aus dem Fahrstuhlschacht zu bergen
Der Feuerwehrkran ist vorsorglich vor Ort, um mögliche Teile aus dem Fahrstuhlschacht zu bergen © Steven Hutchings/dpa
Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort und sucht nach verschütteten
Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort und sucht nach verschütteten © Elias Bartl

Update vom 30. Oktober, 12.00 Uhr: Auch Notfallseelsorger sind inzwischen am Unfallort im Einsatz. Sie betreuen sowohl die evakuierten Bauarbeiter als auch die Einsatzkräfte. Die beim Einsturz des Gerüstes schwer verletzte Person wurde in ein Krankenhaus überführt, wie der Spiegel berichtet.

Feuerwehr korrigiert Anzahl der Todesopfer

Update vom 30. Oktober, 11.32 Uhr: Nach dem Gerüst-Einsturz wurde die Baustelle für das Überseequartier in der Hamburger Hafencity geräumt. Laut einem Feuerwehrsprecher werden jedoch noch mehrere Personen vermisst.

Die Feuerwehr hat auch die Zahl der Todesopfer korrigiert. Bisher hieß es, es gäbe fünf Todesopfer. Nach neustem Stand sind es vier Tote. Eine weitere Person wurde lebensgefährlich verletzt.

Fünf Arbeiter durch eingestürztes Gerüst auf Hafencity-Baustelle getötet

Update vom 30. Oktober, 10.28 Uhr: Mindestens acht Arbeiter wurden bei dem Arbeitsunfall in der Hamburger Hafencity unter einem Gerüst begraben. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben. Noch ist unklar, wie viele Personen verletzt wurden.

Die Feuerwehr ist nach dem Arbeitsunfall in der Hafencity im Großeinsatz

Update vom 30. Oktober, 10.18 Uhr: Aktuell laufe an der Baustelle in Hamburg eine „schwierige, technische Rettung der Feuerwehr“, erklärte ein Feuerwehrsprecher gegenüber Bild. Man versuche, an die verschütteten Arbeiter zu kommen, so der Sprecher weiter.

Update vom 30. Oktober, 10.13 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall an einer Baustelle in Hamburg werden aktuell rund 700 Bauarbeiter evakuiert. Nach aktuellem Stand kamen bei dem Einsturz eines Baugerüsts mindestens fünf Menschen ums Leben.

Tödlicher Arbeitsunfall auf einer Baustelle in Hamburger Hafencity

Erstmeldung vom 30. Oktober, 9.56 Uhr: Hamburg –  Auf einer Baustelle in Hamburg kam es zu einem schweren Unfall. An der Chicagostraßes in der Hafencity stürzte am Montagmorgen (30. Oktober 2023) ein Baugerüst in einem Fahrstuhlschacht in sich zusammen. Mehrere Arbeiter wurden unter dem Gerüst begraben. Fünf Arbeiter kamen dabei ums Leben.

Viele weitere Arbeiter wurden bei dem Unfall verletzt. Die Feuerwehr ist seit 9.10 Uhr mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Es werde nach weiteren Opfern gesucht.

Rubriklistenbild: © Steven Hutchings/dpa

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