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Kilian Bäuml
Michelle Brey
Moritz Bletzinger
Julian Mayr
Bjarne Kommnick
Starke Unwetter versetzten die beiden Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz in den Ausnahmezustand. Es ist weiter Vorsicht geboten. Der News-Ticker.
- Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Saarland: Hohe Wasserpegel machen Regionen zu schaffen, Aufräumarbeiten gestartet.
- Unwetter fordert Todesopfer: Eine Frau wird bei einem Rettungseinsatz verletzt und stirbt.
- DWD warnt vor neuen Regenfällen: Ab Dienstag seien wieder kräftige Niederschläge möglich.
Update vom 20. Mai, 7 Uhr: In den Hochwasserregionen im Saarland und in Rheinland-Pfalz laufen die Aufräumarbeiten, zugleich könnte sich die Lage in der neuen Woche wieder verschärfen. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sollen sich besonders ab Dienstag teils kräftige Regenfälle entwickeln, „die aus heutiger Sicht vor allem den Südwesten des Landes erfassen“, erklärte ein Meteorologe am Sonntag.
Nach Angaben der Meteorologen war eine exakte Vorhersage schwierig, da die genauen Schwerpunkte sowie die Regenmengen von den Modellen noch sehr unterschiedlich berechnet würden. Aber: „Wahrscheinlich werden Teile von Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg betroffen sein.“
Unterdessen kam eine Frau am Sonntag aufgrund des schweren Hochwassers im Saarland ums Leben. Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger reagierte bestürzt: „Es tut mir im Herzen weh, dass eine 67-jährige Frau heute Abend ihren Verletzungen aus einem tragischen Unfall bei einem Rettungseinsatz erlegen ist“, erklärte die SPD-Politikerin am Sonntag. Sie sei dankbar für den hochprofessionellen Einsatz aller Rettungskräfte im Saarland.
Unwetter in Deutschland: Frau stirbt nach Hochwasser-Rettungseinsatz
Update vom 19. Mai, 21.47 Uhr: Bei einem Rettungseinsatz wegen des Hochwassers im Saarland ist eine Frau in Saarbrücken verletzt worden und später an den Folgen gestorben. Die 67-Jährige starb am Sonntagabend, wie die Stadt mitteilte. Sie sei am Freitag von einem Einsatzfahrzeug erfasst worden. Die Frau erlag den Angaben nach in einem Klinikum ihren Verletzungen.
Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt erklärte: „Diese traurige Nachricht macht mich zutiefst betroffen.“ Dieser tragische Unfall sei eine schreckliche Tragödie. Die Untere Katastrophenschutzbehörde im Regionalverband bat um Verständnis, dass bis auf Weiteres keine weiteren Angaben zu dem Unglück und zu dem Opfer gemacht werden könnten.
Lage in Hochwassergebieten in Deutschland entspannt sich
Update vom 19. Mai, 20.22 Uhr: In den Hochwassergebieten im Südwesten Deutschlands hat sich die Situation am Sonntag weiter entspannt. „Es gibt im Saarland keine kritischen Lagen mehr“, sagte ein Sprecher des dortigen Innenministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Auch die aktuelle Wetterlage sei im Moment nicht problematisch, das könne sich aber in einigen Tagen ändern. Die Landeshauptstadt Saarbrücken mahnte die Menschen in den Hochwassergebieten weiterhin zur Vorsicht.
Die Lage habe sich angesichts gesunkener Pegelstände deutlich entspannt, sagte der Ministeriumssprecher weiter. Nun liefen Aufräumarbeiten: „Wir räumen auf und pumpen frei.“ Zum Ausmaß der Schäden könne daher zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts gesagt werden.
Hochwasser in Deutschland: „Aktuell gibt es keine kritischen Entwicklungen mehr“
Update vom 19. Mai, 15.43 Uhr: „Aktuell gibt es keine kritischen Entwicklungen mehr, obwohl an einzelnen Schwerpunkten noch viele Einsätze laufen“, sagte ein Sprecher des saarländischen Innenministeriums am Sonntag. „Die Pegelstände fallen nahezu überall.“ Allerdings warnen Meteorologen vor neuen Unwettern und viel Regen in der kommenden Woche.
Enorme Regenmengen hatten im Saarland und in Rheinland-Pfalz am Freitag und in der Nacht zum Samstag für Überflutungen, Erdrutsche und vollgelaufene Straßen und Keller gesorgt. Allein in Rheinland-Pfalz gab es weit über 1000 Einsätze. „In den vergangenen 48 Stunden haben wir ein großes und flächendeckendes Hochwasser erlebt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Sonntag. „Das Schadensausmaß an Gebäuden und Verkehrsinfrastruktur können wir erst einschätzen, wenn die akuten Einsätze beendet sind.“ Aber auch hier hieß es: Die Lage habe sich deutlich entspannt.
Mit Bangen schauen sicher viele Bewohner auf die Wettervorhersagen für die kommende Woche: „Interessant wird es am Dienstag“, sagte Meteorologe Markus Übel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach. Dann entwickelten sich erneut teils kräftige Regenfälle, „die aus heutiger Sicht vor allem den Südwesten des Landes erfassen.“ Nach Angaben der Meteorologen war eine exakte Vorhersage schwierig, da die genauen Schwerpunkte sowie die Regenmengen von den Modellen noch sehr unterschiedlich berechnet würden. Aber: „Wahrscheinlich werden Teile von Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg betroffen sein.“
Update vom 19. Mai, 12.32 Uhr: Neue Unwetter drohen heute in Deutschland und könnten das gesamte Land treffen. Dominik Jung, Meteorologe bei Wetternet, befürchtet, dass die bereits von Überschwemmungen betroffenen Gebiete nach Pfingsten erneut starken Regenfällen ausgesetzt sein könnten.
Verschiedene Wettermodelle prognostizieren bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden. Insbesondere der Südwesten muss sich auf weitere Unwetter einstellen. Es wird mit neuen, starken Niederschlägen gerechnet. Dominik Jung warnt: „Nicht ganz so stark wie am Freitag, aber 40 bis 60 – das würde ausreichen für eine neue Flutwelle. Denn das Erdreich ist proppevoll bis oben hin, die Flüsse sind immer noch bis oben hin gefüllt und dieser Dauerregen obendrauf, das wäre wirklich sehr, sehr gefährlich“. Einzig das amerikanische GFS-Modell sagt geringere Niederschlagsmengen voraus.
Auch der Deutsche Wetterdienst mahnt zur Vorsicht und warnt: „Am Dienstag von Süden her auf die Mitte und später den Westen übergreifend von Gewittern begleiteter Starkregen, dabei wahrscheinlich Unwetter durch Regenmengen bis 50 l/qm innerhalb weniger Stunden und bis 80 l/qm in 24 Stunden.“
Unwetter in Deutschland: 17-Jähriger wird zum Hochwasser-Helden – Foto zeigt ergreifenden Moment
Update vom 19. Mai, 9.56 Uhr: Dieses Foto geht durch Deutschland. Ein Feuerwehrmann stapft mit einem Kind im Arm durch die Fluten, blickt ihm dabei in die Augen. Eingefangen wurde die Szene am Freitag (17. Mai) in Fischbach-Camphausen, als der Gemeindeteil von Quierscheid beinahe komplett unter Wasser stand.
Niclas wurde zum Hochwasser-Helden. Jetzt sagt er der Bild: „Er (der Junge, d.R.) war mit seiner Mutter zu Hause, hatte keine Chance, dort rauszukommen. Das Wasser ging mir schon fast bis zur Brust. Ich habe den Jungen in die Arme genommen und durchs Wasser getragen. Mein Kollege hat die Mutter gerettet.“ Nach dem bewegenden Moment ist der Einsatz nicht vorbei, mittlerweile laufen die Aufräumarbeiten und Niclas packt weiter mit an.
Hochwasserlage im Saarland teils weiter angespannt
Update vom 19. Mai, 6.34 Uhr: Die Pegelstände gehen langsam zurück. Doch nach dem Starkregen und Gewittern ist die Hochwasserlage in Saarland und Rheinland-Pfalz noch recht unterschiedlich. In der Nacht flutete die Mosel die Altstadt von Zell (siehe Update vom 18. Mai, 21.50). Das Wasser strömte über die Schutzmauer. Aus Sicherheitsgründen musste der Strom in Zweibrücken in sechs Straßen abgeschaltet werden, berichtet der SWR. Nach und nach sollen die Haushalte am Sonntag wieder an das Netz angeschlossen werden.
Saarbrücken (Saarland) hob noch am Samstagabend die Großschadenslage nach den schweren Überschwemmungen auf. Die akuten Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen seien abgeschlossen und die Gewässerpegelstände weiterhin rückläufig, teilte die Pressestelle der Stadt am Samstagabend mit.
Hochwasser in Deutschland: Zweite Flutwelle droht – „Es wird noch weiter Wasser erwartet“
Update vom 18. Mai, 21.50 Uhr: Entlang der Mosel bleibt die Hochwasserlage angespannt – etwa in Cochem oder in Riveris bei Trier. Die Wassermassen bahnen sich ihren Weg. In Zell spitzt sich die Lage indes offenbar weiter zu. Ortsbürgermeister Hans-Peter Döpgen beschrieb die Hochwasserlage im Gespräch mit dem SWR mit den Worten „Oberkante Unterlippe“. Ein bis zwei Zentimeter blieben demnach noch, bevor das Wasser über die Schutzwälle trete.
Hochwasser-Lage im Saarland beruhigt sich langsam
Im Saarland zeigt sich ein gegenteiliges Bild. Dort entspannt sich die Hochwasser-Lage offenbar ein wenig. Für die Gemeinde Contwig gibt es eine leichte Entwarnung. Gegen Mittag war noch mit einer zweiten Flutwelle gerechnet worden. „Wir rechnen damit, dass der Pegel jetzt sinkt“, sagte die Feuer zum SWR.
Die saarländische Landeshauptstadt Saarbrücken als Untere Katastrophenschutzbehörde hat die Großschadenslage nach den schweren Überschwemmungen aufgehoben. Die akuten Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen seien abgeschlossen und die Gewässerpegelstände weiterhin rückläufig, teilte die Pressestelle der Stadt am Samstagabend mit.
Update vom 18. Mai, 19 Uhr: Die hohen Wassermengen führen auch in der Gemeinde Zell (Rheinland-Pfalz) zu großen Sorgen. Die Gemeinde liegt an der Mosel. Dem SWR zufolge, bitte die Polizei die Menschen, nicht nach Zell zu kommen. Zufahrtsstraßen seien gesperrt worden. Akute Gefahr bestehe nicht, hieß es. Doch ein SWR-Reporter berichtete: „Noch hält der Hochwasserschutz. Aber hier geht es um wenige Zentimeter. Der Höhepunkt ist hier auch noch nicht erreicht. Es wird noch weiter Wasser erwartet.“ Die Feuerwehr sei vorbeigefahren und habe davor gewarnt, „dass hier in Kürze eine Überflutung droht“, so der Reporter.
Hochwasser nach schweren Unwettern in Deutschland: Wann der Höhepunkt erwartet wird
Update vom 18. Mai, 16.45 Uhr: Neben dem Saarland ist auch die Rheinland-Pfalz von starken Unwettern und Wassermassen betroffen. In Koblenz könnte ersten Schätzungen zufolge ein Wasserpegel von 5,55 Meter erreicht werden. Das teilte die zuständige Feuerwehr über X (ehemals Twitter) mit. „Der Höhepunkt des Hochwassers wird in der Nacht von Sonntag auf Montag erwartet“, heißt es. Der Teilaufbau einer Hochwasserschutzwand in Neuendorf sei mittlerweile abgeschlossen.
Update vom 18. Mai, 15.50 Uhr: Das Land befinde sich „seit 36 Stunden im Ausnahmezustand“, sagte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) bei ihrem Besuch gemeinsam mit Olaf Scholz. Es sei die schwierigste Lage im Saarland seit dem Jahrhunderthochwasser im Jahr 1993. Straßen mussten damals gesperrt werden, Keller wurden überschwemmt, Strom- und Telefonnetze kamen teilweise für Tage zum Erliegen. Zudem wurde schon vor 30 Jahren die historische Altstadt von Blieskastel überschwemmt und war nur noch per Schlauchboot erreichbar, wie der Saarländische Rundfunk berichtete.
„Die Regenmengen, die wir insbesondere im Südwesten beobachten, liegen schon deutlich über dem Normalen“, erklärt Andreas Walter vom DWD die Wetter-Lage. Brisant: In der kommenden Woche könnte sich die Lage wohl noch einmal verschlechtern. „Das Problem wird sein, dass eventuell nächste Woche nochmal dieselben Regionen von stärkeren Niederschlägen betroffen sein könnten, wie das jetzt schon der Fall ist“, sagte er auf den Südwesten bezogen.
Unwetter im Südwesten Deutschland: Hochwasserlage entspannt sich teilweise
Update vom 18. Mai, 14.26 Uhr: Bis jetzt gibt es glücklicherweise keine Berichte über vermisste oder verstorbene Menschen in den von Hochwasser betroffenen Gebieten. Es gab jedoch einen Zwischenfall während eines Rettungseinsatzes in Saarbrücke, bei dem eine Person wiederbelebt werden musste, wie das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport berichtet. „Die Person ist in stationärer Behandlung, Meldungen zum Gesundheitszustand sind derzeit nicht bekannt.“
Überflutungen, Erdrutsche, gesperrte Straßen: Die Bilder des Unwetter-Chaos in Deutschland




Seit dem frühen Freitagmorgen wurden im Saarland etwa 3000 erfolgreiche Rettungseinsätze durchgeführt. Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet sind vor Ort, um bei den Aufräumarbeiten zu unterstützen. Es scheint, als würde sich die Lage allmählich stabilisieren. „Die Hochwasserlage ist weiter ernst, aber die Situation zeigt in vielen Bereichen deutliche Entspannung. Bei sinkenden Pegeln erkunden Einsatzkräfte derzeit die Schwerpunktlagen in Saarbrücken-Rußhütte, Ottweiler, Saarhölzbach und dem Landkreis Saarlouis, sowie in Mettlach an der Brauerei. Größtenteils stagnieren die Pegel oder fallen langsam“, informiert das Ministerium.
Trotz der allgemeinen Entspannung bleibt Bieskastel ein kritischer Punkt. Hier wird der Höchststand der Blies gegen Mittag erwartet. In der Altstadt sind bereits Schutzmaßnahmen gegen das Eindringen von Wasser in Gang gesetzt worden.
Feuerwehren rüsten sich zweite Flutwelle
Update vom 18. Mai, 14.05 Uhr: Im Ruwertal lassen die Wassermassen nicht nach, teilt das Lagezetrum Trier-Saarburg dem SWR mit. Mit einer Höhe von 1,50 Meter rauscht das Wasser über die Hauptstraße. 6000 Liter pro Sekunden fließen aus der Riveristalsperre ab.
Update vom 18. Mai, 13.18 Uhr: Ein SWR-Reporter aus Zweibrücken berichtet, dass sich die Feuerwehren in Zweibrücken und Contwig auf eine weitere Flutwelle einstellen. Obwohl die Wasserstände derzeit sinken, staut sich in Dellfeld eine erhebliche Menge Wasser. Sollte dieses Wasser in den Schwarzbach fließen, besteht die Gefahr, dass er über die Ufer tritt und die Fußgängerzone überschwemmt.
In der Zwischenzeit besucht Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Saarbrücken, um sich ein eigenes Bild von den Hochwasserschäden zu machen. Ein Bach ist im Stadtteil Rußhütte über die Ufer getreten und hat Chaos verursacht. Ein Tagesschau-Reporter erklärt: „Die Menschen waren vorbereitet, dass hier etwas passieren kann, aber mit einem solchen Hochwasser hat niemand gerechnet“.
Alarmstufe Rot in Region Moselle in Lothringen
Update vom 18. Mai, 12.41 Uhr: Die Alarmstufe Rot aufgrund von Überschwemmungen bleibt in der Grenzregion zwischen Deutschland und Frankreich bestehen. Insbesondere die Moselle-Region in Lothringen ist davon betroffen. Die Präfektur äußerte sich am Freitagabend zur Lage und erklärte: „Das Äquivalent von mehr als einem Monatsregen ist in weniger als 24 Stunden gefallen“. Sie beschrieb die Situation als „beeindruckenden, aber nicht dramatischen“ Zustand und betonte, dass es „keine Toten oder Verletzten“ zu verzeichnen gäbe.
Neue Alarmmeldung an der Mosel – Pegelstände in Thaleischweiler steigen weiter
Update vom 18. Mai, 11.19 Uhr: Im Kreis Cochem-Zell gibt es eine neue Alarmmeldung. Der Pegel der Mosel steigt rapide, erste Straßen sind nicht mehr passierbar und Gebiete stehen unter Wasser. Der Bürgermeister von Zell geht nach Informationen des SWR davon aus, dass die Altstadt im Verlauf des Tages von den Fluten erfasst wird.
In Althornbrück hat das Hochwasser eine Autowerkstatt erreicht, in der gefährliche Flüssigkeiten gelagert wurden. Ein Gefahrenzug ist nun im Einsatz, um ein Austreten des Gifts zu verhindern.
Obwohl die Unwetterwarnung des DWD aufgehoben wurde, sammelt sich das Wasser weiterhin im Südwesten. Auch die Spitzenwerte sind teilweise noch nicht erreicht. So erwartet die Feuerwehr in Thaleischweiler beispielsweise, dass der Schwarzenbach weiter ansteigen wird.
DWD nimmt Unwetterwarnungen im Südwesten zurück
Update vom 18. Mai, 10.37 Uhr: Am Samstagmorgen wurden sämtliche Unwetterwarnungen für das Saarland und den Südwesten Deutschlands vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zurückgenommen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass in Baden-Württemberg und der Vorderpfalz noch weitere starke Regenfälle auftreten.
Ab dem Mittag hingegen erhöht sich die Gefahr von Gewittern im Westen und der Mitte Deutschlands. Der DWD prognostiziert lokal heftigen Regen und schließt nicht aus, dass es zu unwetterartigem Starkregen mit Wassermengen von mehr als 25 Litern pro Quadratmeter kommen könnte.
Überflutung in Blieskastel womöglich aufgehalten – Strom in Ottweiler abgeschalten
Update vom 18. Mai, 9.40 Uhr: Die Polizei spricht am Samstagmorgen von einer leichten Entspannung der Situation im Saarland. Wie SR.de jedoch berichtet, bleibt die Lage in Blieskastel weiter ernst. Gegen Mittag könnte dort die Altstadt möglicherweise überflutet werden. Nach aktueller Prognose herrsche jedoch vorsichtiger Optimismus, dass eine Überflutung der Altstadt doch noch aufgehalten werden könnte.
Wie der SR unter Berufung auf eine Sprecherin des Saarpfalz-Kreises berichtet, soll es weitere Evakuierungen in Kirkel geben. In Ottweiler sei der Notruf 110 ausgefallen. Zudem mussten wegen Überflutung 16 Trafostationen abgeschaltet werden. Wie das Portal weiter berichtet, seien aktuell Teams damit beschäftigt, die Stromversorgung in Malstatt, Eschringen, Ensheim, Fechingen, St. Johann und Alt-Saarbrücken wiederherzustellen.
Polizei spricht von leichter Entspannung der Situation im Saarland
Update vom 18. Mai, 7.30 Uhr: Nach dem extremen Dauerregen mit Überschwemmungen im Saarland hat sich die Lage bis zum frühen Samstagmorgen aus Sicht der Polizei etwas entspannt. Seit 1.00 Uhr stiegen die Pegelstände zumindest nicht mehr, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Saarbrücken. Die Rettungskräfte seien aber weiterhin im Großeinsatz. Das genaue Ausmaß der Schäden dürfte erst bei Tageslicht so richtig einzuschätzen sein.
Nach bisherigen Kenntnissen sind bei dem schweren Unwetter mit stundenlangen Niederschlägen und großflächigen Überflutungen keine Menschen ums Leben gekommen. Bei einer Evakuierungsaktion habe es einen Verletzten gegeben, sagte der Sprecher des Lagezentrums. Ein Mensch sei ins Wasser gefallen und anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden.
Wie Innenminister Reinhold Jost gegenüber SR.de erklärt, werde aktuell in einem Krisenstab darüber beraten, ob ein Altenheim im Landkreis Neunkirchen evakuiert werden muss. ARD-Wetterexperte Joachim Pütz ordnete gegenüber dem Portal ein, dass sich die Wetterlage zwar in den kommenden Stunden entspanne, jedoch bereits ab Dienstag möglicherweise eine neue Unwetterfront über das Saarland ziehen könnte. Konkrete Vorhersagen für Dienstag seien jedoch noch unsicher.
Hochwasserlage bleibt weiter angespannt - Bundeskanzler Olaf Scholz auf dem Weg ins Saarland
Update vom 18. Mai, 6 Uhr: Ein Bundesland im Ausnahmezustand: Nach Dauerregen und Hochwasser will sich Bundeskanzler Olaf Scholz am Samstag gemeinsam mit Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (beide SPD) im Saarland ein Bild von der Situation machen. Unterdessen dürften nach Tagesanbruch die großen Aufräumarbeiten anlaufen. Heftiger Dauerregen hatte in dem kleinen Bundesland im Westen Deutschlands am Freitag Überflutungen und Erdrutsche verursacht. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob am frühen Samstagmorgen alle Unwetterwarnungen in Deutschland auf. Somit lagen im Saarland und auch in Rheinland-Pfalz keine Warnungen vor „extrem ergiebigem Dauerregen“ mehr vor, wie der DWD mitteilte.
Das genaue Ausmaß der Schäden dürfte wohl erst mit Tageslicht sichtbar werden. Am Freitag und auch noch in der Nacht zum Samstag kämpfte fast das ganze Bundesland mit den Wassermassen. Auf Videos waren zur Hälfte überschwemmte Autos, im Hochwasser feststeckende Wohnwagen und zahlreiche überflutete Straßen zu sehen. Gebäude wurden notdürftig mit Sandsäcken geschützt, teilweise stehen ganze Straßenzüge unter Wasser.
Auch in Rheinland-Pfalz sorgte der Regen für zahlreiche Einsätze. Vor allem der Kreis Trier-Saarburg sowie die Südpfalz und die Städte Trier, Zweibrücken und Ludwigshafen waren von dem Dauerregen betroffen.
In der Altstadt des saarländischen Ottweiler musste in der Nacht zum Samstag vorsorglich der Strom abgeschaltet werden, wie ein Sprecher des Innenministeriums sagte. „Wir haben hier eine Großschadenslage“, sagte der Landrat des Landkreises Neunkirchen, Sören Meng, in einem Video auf Facebook. „Die Folgen für den Landkreis sind sehr groß. Es sind fast alle Städte und Gemeinden betroffen.“ In Rußhütte, einem Stadtteil der Landeshauptstadt Saarbrücken, wurden die Menschen mit Amphibienfahrzeugen und Booten evakuiert. Ein Straßenzug sei hier besonders betroffen gewesen, sagte der Sprecher des Innenministeriums.
Unwetter sorgen für Hochwasser in zahlreichen Regionen - Mehrere Gebäude in Saarbrücken evakuiert
In saarländischen Völklingen sind wegen des anhaltenden Regens Straßenzüge vom Stromnetz genommen worden. „In Völklingen werden Schäden in Millionenhöhe erwartet, insbesondere im privaten Bereich“, hieß es. „Das Schadensausmaß ist nicht noch absehbar.“
Es handele sich um ein Hochwasserereignis, wie es alle 20 bis 50 Jahre stattfinde, teilte das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz mit. An der Unteren Blies rechnete das Amt noch bis zum Samstagnachmittag mit weiter ansteigenden Wasserständen. Der DWD maß stellenweise mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter in nicht einmal 24 Stunden. Für diesen heftigen Regen seien Flüsse und Infrastruktur nicht ausgerichtet, sagte eine DWD-Meteorologin am Freitagabend. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Monat April waren im Saarland rund 74 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen worden - und dies war ein Sechstel mehr Niederschlag als normalerweise in dem Monat.
Die Landeshauptstadt Saarbrücken rief ebenso wie mehrere Kreise eine Großschadenslage aus. Mehrere Gebäude im Stadtgebiet mussten evakuiert werden. Die Stadt richtete Ausweichquartiere in Schulen und ein Bürgertelefon ein. „Wir haben überall Evakuierungen“, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Saarbrücken. „Es regnet überall, landesweit.“
Auch in Rheinland-Pfalz volle Keller und Straßen - Mehrere Bewohner verschanzen sich in Häusern
Im benachbarten Rheinland-Pfalz waren am Freitag vor allem der Kreis Trier-Saarburg sowie die Südpfalz und die Städte Trier, Zweibrücken und Ludwigshafen von dem Dauerregen betroffen. Keller und Straßen liefen voll und Bäume stürzten um, wie die Koordinierungsstelle der Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD) berichtete. Verletzt wurde zunächst niemand. Viele kleinere Bäche und Flüsse traten über die Ufer.
In Schoden an der Saar im Kreis Trier-Saarburg sollten wegen Überflutungsgefahr rund 220 Menschen vorsorglich ihre Häuser verlassen, wie die Kreisverwaltung mitteilte. Der Wasserstand der Saar war zuvor wegen des Dauerregens so stark gestiegen, dass eine Überflutung des Uferdamms befürchtet wurde. Mit Sandsäcken wollten Helfer versuchen, den Damm zu stabilisieren. „An fast allen Orten entlang der Saar sind Straßen und Gebäude überspült, in vielen Gemeinden treten kleinere Gewässer über die Ufer“, teilte die Kreisbehörde mit.
In Trassem im gleichen Kreis, wo ebenfalls evakuiert wurde, hätten sich mehrere Bewohner in ihren Häusern verschanzt, hieß es. „Es wird dringend davon abgeraten, sich etwaigen Evakuierungsaufforderungen der Einsatzkräfte zu widersetzen, dies kann lebensbedrohliche Folgen mit sich ziehen, die Pegel steigen weiterhin an“, teilte der Kreis mit.
Unwetterlage spitzt sich weiter zu: Dämme in Ottweiler gebrochen, Altstadt geflutet
Update vom 17. Mai, 22.52 Uhr: Aufgrund der schweren Wetterlage kam es am Freitagabend im Saarland zu einer Großschadenslage in mehreren Kreisen und in der Landeshauptstadt. In wenigen Stunden fielen große Regenmengen, sodass Rettungskräfte im Dauereinsatz waren. Nachdem sich die Hochwasserlage über den Abend hinweg bereits zugespitzt hatte, sind in Ottweiler laut Informationen des SR gegen 22 Uhr abends die Dämme gebrochen und die Altstadt werde geflutet. Das Landratsamt sei evakuiert worden.
Die Feuerwehr in Blieskastel (Saarpfalz-Kreis) berichtete ebenfalls mehreren Schäden, darunter überflutete Keller und Straßen sowie Erdrutsche. In dem 22.000-Einwohner-Ort soll am späten Abend zudem ein Gebäude eingestürzt sein. Einsatzkräfte des THW sind vor Ort, um der Lage Herr zu werden. „Die Böden nehmen keinen Regen mehr auf“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur.
Das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz kündigte an, dass die Pegelstände der Flüsse im Saarland voraussichtlich bis mindestens Mitternacht weiter drastisch steigen werden. Vielerorts gilt die höchste Meldestufe. Laut DWD lässt der Regen bis Samstag nicht merklich nach.
Update vom 17. Mai, 21.08 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst verlängert die Warnlage. Erst in der Nacht zum Samstag dürften die Regenfälle in Rheinland-Pfalz und im Saarland nachlassen – es bleibt bei Niederschlagsmengen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter. Immerhin im südlichen Baden-Württemberg beruhigt sich die Lage unterdessen etwas.
Dafür wird es am Samstag auch im Norden ungemütlich. Kleinkörniger Hagel und steife Böen kommen auf Mecklenburg-Vorpommern zu. Im Westen ist unwetterartige Entwicklung mit heftigem Starkregen um die 30 Liter pro Quadratmeter nicht ausgeschlossen.
„Haben nach 300 aufgehört zu zählen“: Polizei in Saarbrücken ächzt unter Unwettereinsätzen
Update vom 17. Mai, 19.36 Uhr: Die Landespolizei in Saarbrücken kann die Zahl der Unwettereinsätze wegen überfluteter Straßen, umgestürzter Bäume und vollgelaufener Keller nicht mehr überblicken. „Wir haben nach 300 aufgehört zu zählen“, sagt ein Sprecher dem ZDF. Berichte über verletzte oder vermisste Personen gibt es nicht.
Extreme Unwetter-Lage in Deutschland: Höchste Alarmstufe – erste Evakuierungen
Update vom 17. Mai, 18.23 Uhr: Es wurde eine Großschadenslage von der Stadt Saarbrücken ausgerufen und die Bewohner wurden gewarnt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) weist auf eine Gefahr für Leib und Leben durch massive Überschwemmungen und hohe Wasserstände hin. Es besteht die Möglichkeit, dass Gebiete unpassierbar werden oder von Wasserfluten eingeschlossen sind. Zudem besteht die Gefahr von Erdrutschen. Es wird empfohlen, dass sich Menschen in den betroffenen Gebieten nicht im Freien aufhalten.
Die Stadt Saarbrücken hat angekündigt, dass mehrere Gebäude geräumt werden müssen. Die Bewohner werden aufgefordert, nur das Notwendigste mitzunehmen und sie werden in verschiedenen Schulen untergebracht, die als Notunterkünfte dienen. Darüber hinaus sollten sich die Bewohner auf mögliche Stromausfälle einstellen.
Feuerwehr rechnet mit Evakuierungen von ganzen Orten
Update vom 17. Mai, 18.06 Uhr: Der Dauerregen hat das Saarland und Rheinland-Pfalz im Griff, die Pegelstände der Flüsse steigen. Die Zahl der Unwetter-Einsätze von Feuerwehr und THW nimmt weiter zu, berichtet ein Reporter in der Tagesschau.
In der Südwestpfalz wird aktuell eine Evakuierung der Orte Thaleischweiler und Rieschweiler geprüft. Ein Sprecher der Feuerwehr sagt dem SWR, dass es wohl zeitnah so weit sein dürfte. Die Feuerwehr pumpe momentan „einen Keller nach dem anderen“ aus.
Wetterlage in Deutschland verschärft sich: Hochwasser auf Rekord-Niveau
Update vom 17. Mai, 16.16 Uhr: Die Wetterlage in Deutschland verschärft sich zunehmend. Aktuell sind insbesondere das Saarland und Rheinland-Pfalz betroffen. In der südlichen Pfalz führt heftiger Regen dazu, dass mehrere kleine Flüsse ihre Ufer übertreten. Die Behörden haben die höchste Hochwasseralarmstufe 4 ausgerufen. Bereits jetzt wird das Hochwasser als ein 100-jähriges Ereignis eingestuft, basierend auf Messungen an zwei Pegelstationen in Rheinland-Pfalz.
Saarbrücken warnt ebenfalls vor ansteigenden Wasserständen in Bächen und Flüssen. Überschwemmungen führten zur Sperrung der Stadtautobahn A 620. Besonders dramatisch ist die Lage im Stadtteil Fechingen von Saarbrücken, wo mehrere Straßen unter Wasser stehen.
Der starke Regen hat im gesamten Saarland zu Überschwemmungen auf Straßen, Wasseransammlungen in Kellern und Erdrutschen geführt. Neben Saarbrücken ist auch die Gemeinde Kleinblittersdorf stark betroffen. In einigen Gemeinden kam es zu Stromausfällen. Im Bezirk Fischbach-Camphausen der Gemeinde wurde der Katastrophenalarm ausgelöst.
Extreme Unwetter-Lage in Deutschland: Pegel steigen schlagartig – eine Region besonders im Fokus
Erstmeldung vom 17. Mai, 16.17 Uhr: München – Mit einem wahrhaftigen Paukenschlag startet das Wetter am Pfingstwochenende in Deutschland. Die jüngsten Unwetter und heftigen Regenfälle setzen sich auch in der Nacht zum Samstag, 18. Mai, fort. Für den westlichen Teil des Landes wurde bereits die höchste Wetterwarnstufe Lila ausgerufen, da extreme Regenfälle und sogar Hochwasser drohen. Entsprechende Warnungen und Vorwarnungen des Landesübergreifenden Hochwasser Portals (LHP) liegen bereits vor.
Wetter in Deutschland: Experten rechnen mit „100 Liter pro Quadratmeter“ Regen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet, dass Westeuropa derzeit unter dem Einfluss eines Tiefdruckgebiets steht, das feuchte Meeresluft auch nach Deutschland bringt. Diese feuchte Luft führt jedoch zu ergiebigen bis extremen Regenfällen. „Die Modelle rechnen mit Regensummen von mehr als 100 Litern pro Quadratmeter“, so der Meteorologe im neuesten Video für wetter.net. Laut Jung besteht „akute Überschwemmungsgefahr.“ Das Unwetter zeigte sich zuletzt auch in einem Ort in Baden-Württemberg, der von einer Schlammkruste überzogen wurde.
Insbesondere im Saarland und im Westen der Rheinlandpfalz könnten laut französischem Wettermodell sogar bis zu 150 Liter Niederschlag fallen, zeigt der Wetterexperte auf. Für das Saarland wurden mehrere offizielle Gefahrenmeldungen herausgegeben, darunter auch für Saarbrücken. Es drohen Überflutungen und Erdrutsche. Aber auch Baden-Württemberg, Südhessen und der Süden von Nordrhein-Westfalen sind betroffen. „In den Gebieten südwestlich einer Linie von Düsseldorf bis zum Allgäu ergiebiger Dauerregen, dabei lokal extrem ergiebiger Dauerregen“, skizziert der DWD das Gebiet der Dauerregenfront. In einigen Landkreisen warnt der DWD sogar vor Lebensgefahr durch Blitzeinschlägen.
„Brisante Wetterlage“ bis in die Nacht auf Samstag: Meteorologe warnt vor Überflutungen
Jung spricht von einer „brisanten Wetterlage“, die mindestens bis in die Nacht auf Samstag anhalten dürfte. Mit brisant meint der Meteorologe vor allem die Gefahr von Hochwasser: „Hie und da stehen zum Teil Überflutungen bevor, Keller können vollaufen, Straßen überschwemmt werden, kleine Bäche zu reißenden Flüssen werden.“
Ein Blick auf die Warnungen des Länderübergreifenden Hochwasser Portals (LHP) zeigt: Die Pegel einiger kleinerer Gewässer sind aufgrund der Regenfälle bereits drastisch angestiegen. Wie das (LHP) mitteilt, gilt für den Hornbach und das Einzugsgebiet des Schwarzbaches in Rheinland-Pfalz sogar eine Warnung vor einem großen Hochwasser. Die Felsalbe, ein Zufluss des Hornbaches in der Westpfalz, hat bereits einen Pegel von fast drei Metern erreicht, was einem 20-jährigen Hochwasser entspricht. Auch in Niedersachsen warnen Experten vor schwerem Unwetter und Überschwemmungen.
LHP warnt vor ungewöhnlich hohen Wasserständen und Überflutungen in bebauten Gebieten
„Es ist mit schnell ansteigenden, ungewöhnlich hohen Wasserständen zu rechnen. Überflutungen auch bebauter Gebiete und Verkehrsbehinderungen sind möglich“, informiert das LHP. Laut dem Portal sind vereinzelt sogar Anstiege bis in den Bereich von Jahrhunderthochwassern möglich. Neben der besonders betroffenen südlichen und südwestlichen Pfalz (Stand 17. Mai, 12:00 Uhr) gelten Hochwasserwarnungen auch für Mosel und Nahe, die Zuflüsse der unteren Sauer, sowie für das Einzugsgebiet der Rhein- und Donauzuflüsse sowie die Enz in Baden-Württemberg.
Unwetterlage in Deutschland lässt Samstag nach – tagsüber noch wechselhaft
Laut der Vorhersage von Jung und DWD lässt der Dauerregen in der Nacht auf Samstag langsam nach. Dennoch bleibt es tagsüber wechselhaft, vor allem am Niederrhein, im Südwesten sowie in Alpennähe, wie der Deutsche Wetterdienst berichtet. Das gilt auch für Pfingstsonntag (19. Mai) und Pfingstmontag (20. Mai), der laut DWD-Wetterprognose einen „Wechsel aus Sonne und Wolken“ bringt.
Während der Südwesten und Westen mit den extremen Wassermassen kämpfen, besteht im Osten und Nordosten zum Teil weiterhin erhöhte Waldbrandgefahr. Vereinzelt kommt es aber auch dort zu Schauern und Gewittern. Im Küstenumfeld, in Mittel- und Ostdeutschland sowie dem Süden warnt der DWD am Freitag (17. Mai) zudem vor Windböen bis 60 oder sogar 70 km/h.
Die nächste Woche bleibt wechselhaft und regnerisch. „Die Sache ist wohl noch nicht durch“, erklärt Jung mit Blick auf die Ensembleprognose. In Aussicht sind „weitere Schauer und Gewitter, zum Teil mit Unwetter-Potenzial“. (mit dpa)
Rubriklistenbild: © Montage: Wetter Online/Andreas Arnold/dpa












