„Auffällig tiefe Wolken“

„Tornado-Verdacht“ in Österreich: Video sorgt für Aufsehen - Wetterdienst warnt vor neuen Gewittern

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Dunkle Gewitterwolken stehen über dem Land (Archivbild, 2022)

Nach Unwettern und Überschwemmungen in den vergangenen Wochen gab es in Österreich nun zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Tagen einen Tornado-Verdacht.

Weinburg - Das Wetter in Österreich scheint verrückt zu spielen. Im Bundesland Niederösterreich waren bereits in der vergangenen Woche Tornados gesichtet worden. Am Samstagabend (10. Juni) gab es Berichten des Vereins zur Aufklärung über Unwetterereignisse Storm Science Austria erneut einen Tornado-Verdacht. Indes warnt der österreichische Wetterdienst am Sonntag vor heftigen Gewittern.

Tornadoverdacht bei Weinburg in Niederösterreich

Zuletzt hatte es in Österreich zahlreiche Unwetter gegeben. Ende Mai überfluteten starke Regenfälle etwa zahlreiche Straßen in der Steiermark, auch Hagelschäden in Millionenhöhe entstanden. Am vergangenen Dienstag dann wurden in Niederösterreich teilweise Tornados gesichtet. Zahlreiche Meldungen und Fotos seien aus Ziersdorf im Bezirk Hollabrunn eingegangen, hieß es. Teilweise seien auch PKWs und Dächer beschädigt worden.

Am Samstag gab es erneut einen Tornadoverdacht in Niederösterreich. „Am 10. Juni 23 ca. 19:30 Uhr wurden in Weinburg an der Pielach diese auffälligen tiefen Wolken beobachtet, welche scheinbar wirbeln. Wir gehen diesem Tornado-Verdacht nach!“, schrieb Storm Science Austria auf Twitter.

Nikolas Zimmermann, ein Meteorologe der Umweltzentrale UWZ, sagte der österreichischen Zeitung heute.at, dass es sich in diesem konkreten Fall um einen schwachen Tornado gehandelt haben könnte. „Es gibt natürlich auch Fälle, bei denen Wolken den Boden berühren, aber keine Schäden verursachen“, schränkte der Wetterexperte ein.

Weitere Gewitter folgen: Österreichischer Wetterdienst warnt

Der österreichische Wetterdienst warnte am Sonntag zudem vor Gewittern. „Die stärksten gewittrigen Schauer werden noch am Alpenostrand, in der Südoststeiermark sowie in Teilen Kärntens erwartet“, so die Meteorologen am Sonntag. Insbesondere zwischen 13 und 20 Uhr könne es wegen der Regenfälle zu kleinen Muren, lokal überfluteten Straßen oder Überflutungen kommen. Die Wetterexperten wiesen Menschen an, Fenster und Türen zu schließen. Offenbar ist aber endlich Entspannung in Sicht. Auch am Montag gebe es vor allem im Südosten und am Alpenrand vereinzelt noch letzte Regenschauer und Gewitter, ansonsten bleibe es aber überwiegend trocken, so der Wetterdienst.

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