Gouveneur warnt Anwohner

„Sieht aus wie der Weltuntergang“: Verheerende Waldbrände toben in Texas

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Mehrere große Waldbrände sind im US-Bundesstaat Texas ausgebrochen. Starke Winde und trockene Luft begünstigen das Feuer. Viele Menschen müssen ihre Häuser verlassen.

Washington/ Houston – Waldbrände in Texas greifen auf Straßen über und verwüsten den zweitgrößten Bundesstaat der USA. Der republikanische Gouverneur Greg Abbott rief am Dienstag den Katastrophenfall für 60 Gemeinden aus, damit die Hilfe besser zentral koordiniert werden kann. Die Bedrohung hat zu Evakuierungsanordnungen und Schutzanweisungen für mehrere Gemeinden in der Region geführt. Auch im Süden von Chile wüteten dutzende Brände – Behörden meldeten bereits über 100 Todesfälle.

Waldbrände wüten in Texas und zwingt Bewohner zur Evakuierung

Nach Angaben des Texas A&M Forest Service Incident Viewer bedrohen derzeit mindestens fünf wachsende Waldbrände Gemeinden im texanischen Panhandle. Dem Sender CNN zufolge sind bisher fast 370.000 Hektar von den Bränden verbrannt worden.

Anhaltende Waldbrände: Anwohner sollen den Wasserverbrauch gering wie möglich halten

„Die Brände haben immer noch genug Treibstoff, um weiterzugehen“, sagte der Meteorologe Christian Rangel vom National Weather Service Amarillo am Dienstagabend gegenüber dem Fernsehsender. Die Feuerwehr kämpft gegen die schnell ausbreitenden Waldbrände. Doch starke Winde fachen die Flammen an.

„Die Texaner werden dringend gebeten, Aktivitäten einzuschränken, die Funken erzeugen könnten, und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um die Sicherheit ihrer Angehörigen zu gewährleisten“, warnte der Gouverneur. In der Stadt Fritch, etwa 30 Meilen (ca. 48 km) nordöstlich von Amarillo, hat die Stadtverwaltung außerdem Anwohner aufgefordert, den Wasserverbrauch auf das Minimum zu beschränken, um die Feuerwehr bei der Bekämpfung der Flammen zu unterstützen.

Immer wieder kommt es in mehreren US-Bundesstaaten zu Busch- und Waldbränden

Abbott befürchtet, dass in den kommenden Tagen mit keiner Besserung der Wetterbedingungen zu rechnen ist, sodass die Waldbrände so noch größer und gefährlicher werden könnten. Die texanische Kleinstadt Canadian, nahe der Grenze zum Bundesstaat Oklahoma, sei Medienberichten zufolge besonders gefährdet. „Es sieht aus wie der Weltuntergang. Alle Bäume sind mit weißer Asche bedeckt“, so eine Ladenbesitzerin in der Stadt gegenüber dem CNN.

Texas hat nach Kalifornien auch die zweitmeisten Einwohner aller US-Bundesstaaten. Aufgrund des Klimas kommt es in den Bundesstaaten Kalifornien, Oregon und Washington sowie in den anderen Bundesstaaten, vor allem im Süden und Südwesten der USA immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Im vergangenen Jahr wüteten heftige Waldbrände rund um den Globus – besonders schlimm war es in Kanada. Aufgrund unzähliger Waldbrände in Kanada versank selbst New York im beißenden Rauch. (vw mit dpa)

Rubriklistenbild: © Flower Mound Fire Department/ dpa

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