VonPatrick Mayerschließen
Im Gardasee kommt es zu einem tödlichen Tauchunfall. Mehrere Feuerwehren suchen den Vermissten aus Südtirol am oberitalienischen Urlaubs-See vergeblich.
Brenzone sul Garda – Im Gardasee in Italien ist es Ende des Hochsommers zu einem tödlichen Tauchunfall gekommen, bei dem ein 39-jähriger Südtiroler im Nordosten des oberitalienischen Sees ums Leben gekommen ist.
Schlimmer Unfall am Gardasee: Südtiroler stirbt beim Tauchen bei Brenzone
Das berichtet das Nachrichtenportal Rai News. Der mutmaßliche Unfall ereignete sich demnach wohl bereits am 28. August in der Nähe von Brenzone sul Garda, das an der steilen nördlichen Ostküste auf halber Strecke zwischen Malcesine und Garda liegt. Der Tote kam demnach aus der Südtiroler Gemeinde Riffian nördlich von Meran. Laut dem Bericht soll der Mann ertrunken sein.
Es ist der nächste tödliche Unfall in der beliebten Urlaubsregion, nachdem ein 37-jähriger Südtiroler nach einem Rollerunfall unweit von Brenzone zwischen Torri del Benaco und Garda seinen schweren Verletzungen erlegen war sowie eine prominente britische Wissenschaftlerin kürzlich beim Radfahren in den Gardasee-Hügeln von Toscolano Maderno tödlich stürzte.
Der Südtiroler Urlauber, der die knapp 150 Kilometer über die Brennerautobahn wohl alleine zum Tauchen angereist war, wurde laut Rai News bereits seit Montag, 28. August, als vermisst gemeldet, nachdem besorgte Angehörige die Behörden informiert hatten. Regionale Rettungskräfte leiteten umgehend einen Großeinsatz ein, an dem die Tauchermannschaften der Küstenwache von San Benedetto del Tronto, der Feuerwehren von Vicenza, des 170 Kilometer entfernten Venedig und aus Torbole beteiligt waren.
Badeunfälle am Gardasee: Kürzlich ertrank bei Garda eine 20-jährige Touristin
Erst nach drei Tagen konnte demnach die Leiche des vermissten Mannes am 31. August gefunden werden, und zwar in 70 Metern Tiefe. Der Mann soll zuvor sein Auto in der Gemeinde Brenzone (rund 2500 Einwohner) abgestellt haben. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Der mit einer Fläche von 369,98 Quadratkilometern größte der Oberitalienischen Seen sorgt immer wieder für Aufsehen. So aktualisierte das deutsche Auswärtiges Amt kürzlich seinen Italien-Reise-Hinweis für Urlauber, nachdem an dem beliebten Urlaubsziel in mehreren Fällen das Dengue-Fieber festgestellt wurde. Jüngst raste zudem auf der Staatsstraße von Trient zum Gardasee ein Auto in einen Bären.
Ferner gibt es immer wieder Badeunfälle. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, ist zum Beispiel am 19. August eine 20 Jahre junge Touristin bei Garda ertrunken. (pm)
