Sie soll aus Bayern stammen

Deutsche überfährt Familie in Italien-Urlaub: Video zeigt Auto „eine Sekunde vor Unfall“

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Mit hoher Geschwindigkeit überfährt eine Frau aus Deutschland eine Familie in Italien. Drei Menschen sterben. Es kommen erneut erschreckende Details ans Licht.

Update vom 9. Juli, 10.07 Uhr: Nach einem schrecklichen Vorfall mit drei Toten herrscht weiter große Trauer in der italienischen Gemeinde Santo Stefano di Cadore. Eine Frau aus Deutschland war am Donnerstag mit einem Auto in eine Familie gefahren. Nun kommen erneut erschreckende Details ans Licht. Laut Medienberichten verdichten sich die Hinweise, dass die 31-jährige Urlauberin aus Deutschland absichtlich in die Familie gefahren sein könnte.

Der örtlichen Polizei liegt wohl eine Zeugenaussage vor, dass die Frau kurz vor dem Unfall mit einer unbekannten Person gestritten haben soll, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Daraufhin sei die Deutsche in den geliehenen Audi gestiegen und mit hoher Geschwindigkeit davongerast. Zudem fehlten am Unfallort Bremsspuren, meldete die italienische Tageszeitung Alto Adige.

Frau überfahrt Familie in Italien – Video zeigt Auto mit überhöhter Geschwindigkeit

Dass die Frau deutlich zu schnell in einer geschlossenen Ortschaft unterwegs war, zeigt auch ein aktuelles Video, das von dem Magazin Corriere delle Alpi veröffentlicht wurde. Es ist ein schwarzer Audi zu sehen, der mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit an einer Überwachungskamera vorbeirast. Das Video soll dem Magazin zufolge auf der Via Udine „eine Sekunde vor dem Unfall aufgenommen“ worden sein. Kurz darauf ist ein lauter Knall zu hören.

In einem zuvor stattgefundenen Verhör gab es laut Südtirol News keine Anzeichen von Reue bei der Fahrerin. Seitdem schweigt die Frau, die aus Bayern stammt, zu dem tödlichen Unfall.

Italien: Frau aus Bayern rast in Familie – Keine Bremsspuren gefunden

Update vom 8. Juli, 17.03 Uhr: In einer italienischen Gemeinde ist eine Frau aus Deutschland mit ihrem Auto in eine Familie gerast. Dabei starben drei Menschen. Der Vorfall ereignete sich im Zentrum von Santo Stefano di Cadore. Inzwischen sitzt die 31-Jährige in Untersuchungshaft.

Wie Südtirol News jetzt berichtete, soll die Fahrerin wohl aus Bayern stammen. Der örtlichen Carabinieri zufolge soll sie sich nicht an das Tempolimit von 50 Stundenkilometern gehalten haben und mit hoher Geschwindigkeit in die Familie gefahren sein. Zudem habe man am Unfallort keine Anzeichen von Bremsspuren feststellen können, meldete die italienische Tageszeitung Alto Adige.

Frau rast in Familie in Italien: Fahrerin aus Deutschland soll keine Reue bei Verhör gezeigt haben

Update vom 7. Juli, 19.33 Uhr: In der nordostitalienischen Gemeinde Santo Stefano di Cadore ist eine Frau am Donnerstagnachmittag mit einem Auto in eine Menschengruppe gerast. Eine Großmutter, ein Vater und sein zweijähriger Sohn starben. Aktuellen Rekonstruktionsversuchen zufolge soll der Aufprall so gewaltig gewesen sein, dass die verstorbenen Passanten dreißig Meter weit weggeschleudert wurden. Auch zur Fahrerin gibt es neue Details.

Eine Deutsche soll in Norditalien mit ihrem Auto in eine Familie gerast sein und drei Menschen getötet haben.

Laut der Nachrichtenagentur Ansa liegt gegen die Fahrerin eine wenige Tage alte Anzeige vor. Sie solle sich im Besitz waffenähnlicher Gegenstände befunden haben. Die italienische Tageszeitung Corriere della Sera schildert, in ihrem Auto seien Decken und Lebensmittel gefunden worden, die den Anschein erwecken, sie könne in dem Auto übernachtet haben. Es soll sich um einen Mietwagen handeln. Im heutigen Verhör sollen seitens der 32-jährigen Fahrerin keine Anzeichen von Reue vernommen worden sein, berichtet Südtirol News. Geäußert habe sie, arbeitslos zu sein und aktuell eine Tour durch Italien zu machen. Bei einem Alkohol- und Drogentest soll sie negativ getestet worden sein. 

Tödlicher Unfall in Italien: Frau aus Deutschland rast in Familie

Erstmeldung vom 7. Juli, 11.06 Uhr: Für eine venezianische Familie in Santo Stefano di Cadore, Italien endete ein Ausflug in einer tödlichen Tragödie. Eine Frau aus Deutschland raste am Donnerstagnachmittag (6. Juli) mit ihrem Auto in die Gruppe. Drei Menschen starben, darunter auch ein zweijähriges Kind. Die Hintergründe sind noch unklar.

Der Unfall ereignete sich in Santo Stefano di Cadore nahe der Grenze zu Österreich. Gegen 16 Uhr soll die 32-jährige Urlauberin aus Deutschland mit hoher Geschwindigkeit in die Familie gefahren sein, bestätigten die örtlichen Behörden. Noch am Unfallort starben der Vater und die Großmutter. Der zweijährige Junge erlag seinen Verletzungen auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Mutter wurde ebenfalls verletzt.

GemeindeSanto Stefano di Cadore
StaatItalien
RegionVenetien
Einwohner2405

Der Schock sitzt tief. Der Großvater, der offenbar mit etwas Abstand hinter seiner Familie lief, musste alles mit ansehen. Er verarbeitet das Geschehene im Krankenhaus. „Ich lebe“, sagte er gegenüber dem italienischen Magazin Corriere del Veneto. Seiner Einschätzung nach aber nur, weil er wohl einige Meter hinter seiner Familie lief.

Die Familie sei auf der Via Udine in Richtung Sappada im Zentrum der Gemeinde unterwegs gewesen, schilderte er. Auf Höhe einer Schule sei plötzlich der schwarze Audi aufgetaucht und habe seine Angehörigen überfahren. Seine Frau sowie sein Schwiegersohn sollen meterweit durch die Luft geschleudert und sein Enkel von dem Fahrzeug überrollt worden sein. Wie genau sich der Unfallhergang gestaltete, wird noch polizeilich ermittelt.

Deutsche überfährt Familie in Italien: Opa spricht von „Mord auf der Straße“

Seine Tochter, die derzeit mit Verletzungen im Krankenhaus liegt, sei verzweifelt. „Es war ein Mord auf der Straße“, sagte der Opa. „Sie hat meiner Tochter alle Angehörigen weggenommen.“

Die Behörden sagten angesichts des tödlichen Vorfalls als Zeichen der Trauer ein am Wochenende geplantes Stadtfest in der Gemeinde ab. „Es ist eine unglaubliche Tragödie“, äußerte sich der regionale Pfarrer, Don Giuseppe Simoni, gegenüber Corriere del Veneto.

Frau aus Deutschland rast in Familie: 32-Jährige festgenommen

Sein Beileid sprach auch der Präsident, Luca Zaia, der nordöstlichen Region Venetien aus. Es sei eine Nachricht, „die einen völlig sprachlos macht“, zitierte die italienische Nachrichtenagentur Ansa den Politiker. „Eine Tragödie, die eine Familie, aber auch eine ganze Gemeinschaft trifft.“

Die Fahrerin aus Deutschland wurde inzwischen festgenommen. Ihr wird mehrfache Tötung im Straßenverkehr vorgeworfen – ein Straftatbestand in Italien. Wie Ansa berichtete, wurde die 32-Jährige bei dem Aufprall ebenfalls verletzt und in ein Krankenhaus transportiert. Zudem prüfe die Polizei, ob die Fahrerin womöglich durch ihr Handy abgelenkt war.

Zu einem tödlichen Unfall kam es kürzlich auch in Österreich. Wenige Stunden nach der Prüfung verursachte ein Fahranfänger einen Frontalcrash, zwei Menschen starben. (kas/dpa)

Rubriklistenbild: © Vigili del fuoco/dpa

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