Von Julian Mayr
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Der Mount Erebus ist nicht nur der südlichste aktive Vulkan der Welt, sondern eine wahre Goldquelle. Er entledigt sich täglich eines kleinen Vermögens.
Ross Island – Mit einer Höhe von 3794 Metern ist der Mount Erebus etwa so groß wie der höchste Gipfel Österreichs, der Großglockner. Der Schichtvulkan auf Ross Island in der Antarktis ist nicht nur der größte, sondern auch der südlichste aktive Vulkan der Welt. Was ihn besonders macht, ist nicht nur ein seit Jahrzehnten brodelnder Lavasee in seinem Krater. Der Mount Erebus, benannt nach dem griechischen Gott der Dunkelheit, schleudert täglich ein kleines Vermögen in die Luft.
Bedeckt von Schnee und Eis spuckt der aktive Vulkan Mount Erebus täglich 80 Gramm Gold in die Atmosphäre.
© Dreamstime Mjunswort/Imago
Aktiver Antarktis-Vulkan spuckt Goldstaub statt Lava: kleinste Partikel in Luft und Schnee nachgewiesen Vulkane haben die Menschheit schon immer in ihren Bann gezogen. Sie werden in vielen Kulturen als Wohnstätten der Götter angesehen. Der römische Gott des Feuers, Vulcanus, gilt sogar als Namensgeber für den heute gebräuchlichen Begriff Vulkan. Aber Vulkane präsentieren sich nicht immer als feurige Berge. Einige Supervulkane liegen im Dornröschenschlaf und äußern sich nur durch Erdbeben oder schlummern irgendwo am Meeresgrund . Andere hingegen emittieren große Mengen an Rauch und Gas – oder sogar Goldpartikel, wie Mount Erebus.
In den 1990er Jahren entdeckten US-amerikanische Geologen, dass der Vulkan neben Gasen und Wasserdampf auch winzige Goldpartikel ausstößt. Es wird geschätzt, dass dem Mount Erebus täglich etwa 80 Gramm des kostbaren Metalls entweichen. Forscher konnten Partikel mit einem Durchmesser von 0,1 bis 20 Mikrometern, also maximal 0,02 Millimeter, in der Luft nachweisen, wie die wissenschaftliche Zeitschrift New Scientist 1991 berichtete. Im umliegenden Schnee und Eis wurden sogar Goldpartikel von bis zu 60 Mikrometern Durchmesser gefunden.
Mount Erebus auf Ross Island aus der Vogelperspektive auf Satellitenbild der Nasa.
© Jesse Allen/NASA Earth Observatory
Jeden Tag ein kleines Vermögen: Vulkan Mount Erebus in der Antarktis stößt täglich 80 Gramm Gold Die insgesamt pro Tag ausgestoßenen 80 Gramm Gold entsprechen einem Wert von etwa 5730 Euro (6120 US-Dollar). Die Partikel sind jedoch zu klein und zu weit verteilt, um in gewinnbringenden Mengen gesammelt zu werden, wie die New York Times bereits Anfang der 1990er Jahre berichtete. Das Gold wurde sogar 1000 Meter über dem Vulkan in der Atmosphäre nachgewiesen.
Im westantarktischen Eisschild gibt es 138 Vulkane, von denen viele erst vor wenigen Jahren entdeckt wurden. Laut dem Wissenschaftsmagazin Live Science gelten derzeit jedoch nur zwei Vulkane auf dem eisbedeckten Kontinent als aktiv. Deception Island, eine Vulkaninsel, die zu den südlichen Shetlandinseln gehört und zuletzt 1970 ausgebrochen war, und der Mount Erebus, der die Westseite der Ross-Insel im Südpolarmeer bildet.
Katastrophen in Bayern: Tsunami, Vulkanausbruch, Tornado – wie wahrscheinlich sind diese Horror-Szenarien? Ein waschechter Vulkanausbruch in Bayern? Wir können Sie beruhigen, das ist in absehbarer Zeit nicht der Fall. Aus geologischer Sicht ist es aber tatsächlich gar nicht so lange her, schreibt das Bayerische Landesamt für Umwelt (LFU), dass es aktive Vulkane, vor allem in Nordbayern, gab. Daher gibt es heute so einige erloschene Vulkane im Freistaat, zum Beispiel die Basaltsäulen am Hohen Parkstein bei Weiden in der Oberpfalz. Sie erinnern an die Zeit des tertiären Vulkanismus. © Panthermedia / IMAGO Wenn sich die Natur von ihrer gewaltsamen Seite zeigt, hat der Mensch oft das Nachsehen. Dank seiner Lage ist der Freistaat Bayern vor vielen Katastrophen gefeit – die Wahrscheinlichkeit für Tsunamis oder verheerende Erdbeben ist äußerst gering. Es gibt aber andere Naturkatastrophen, die in Bayern auftreten können – und dies zum Teil auch in trauriger Regelmäßigkeit tun. © Panthermedia / IMAGO Ein Tsunami am Tegernsee, der Rottach-Egern unter sich begräbt und für Verwüstung im bayerischen Ferienparadies sorgt? Nein, das ist nicht sehr wahrscheinlich. Aber tatsächlich auch nicht gänzlich ausgeschlossen. Wie deutschlandfunk.de berichtet, gab es zumindest 1601 einen Tsunami im Vierwaldstätter See in der Schweiz – ausgelöst von einem Erdbeben. Er forderte mehrere Todesopfer. Dass Ähnliches aber am Starnberger See oder am Tegernsee passiert, bleibt dann – glücklicherweise – aber doch eher in der Welt der Fantasie. © Cavan Images / IMAGO Auch Erdbeben zählen zu den Katastrophen, von denen Bayern in der Regel verschont bleibt. Zumindest was Großbeben angeht. Denn tatsächlich werden jährlich hunderte kleinere Beben im Freistaat registriert, schreibt das LFU. „Sie treten in Bayern nur in bestimmten Gegenden gehäuft auf und sind dann meist von schwacher Stärke“, heißt es. Auf erdbeben-in-bayern.de, dem bayerischen Erdbebendienst des LFU, kann man sogar Erdbebendaten in Echtzeit verfolgen. Die stärksten Erdbeben, die registriert wurden, ereigneten sich in den 1960er Jahren im Süden von Bayern mit einer Stärke von 5.5. © Addictive Stock / IMAGO Ein Meteoriteneinschlag in Bayern ist tatsächlich realistischer, als man zunächst denken könnte. Doch es kommt natürlich auf die Größe an. Ein Meteorit, der Menschenleben in größerem Stil bedrohen würde, wäre den entsprechenden Weltraumbehörden weit vor einem möglichen Einschlag bekannt und Vorkehrungen könnten getroffen werden. Kleinere Meteoriten landen dagegen immer mal wieder auf bayerischem Boden – erst Ende Juni war ein solcher Stein aus dem Weltraum über den Nachthimmel gerast. Experten zufolge schlug er wohl irgendwo in der Nähe von Nürnberg ein. Ein Meteoriteneinschlag in Bayern ist tatsächlich realistischer, als man zunächst denken könnte. Doch wenn es um die wirklich katastrophalen Ausmaße eines Hollywoodfilms geht, kommt es natürlich auf die Größe des Gesteins an. Ein Meteorit, der Menschenleben in größerem Stil bedrohen würde, wäre den entsprechenden Weltraumbehörden weit vor einem möglichen Einschlag bekannt und etwaige Vorkehrungen könnten getroffen werden. Und dies ist derzeit nicht der Fall, es ist kein größerer Meteorit bekannt, der auf die Erde, beziehungsweise auf Bayern, zuhält. Kleinere Meteoriten landen dagegen immer mal wieder auf bayerischem Boden – erst Ende Juni war ein solcher Stein aus dem Weltraum über den Nachthimmel gerast. Experten zufolge schlug er wohl irgendwo in der Nähe von Nürnberg ein. © Allstar / IMAGO Verheerende Tornados, die ganze Städte in Schutt und Asche legen, kennt man in Bayern eher aus dramatischen Bildern von Unwettern in den USA oder aus Katastrophenfilmen. Doch auch im Freistaat gibt es immer wieder Tornados – die auch reichlich Schaden anrichten können. 2022 gab es laut Tornadoliste Deutschland 43 bestätigte Tornados. Der Aufzeichnungen zufolge bisher stärkste Tornado in Deutschland (Stärke F5) suchte übrigens 1764 Mecklenburg-Vorpommern heim. Generell sind Tornados in Bayern nicht unwahrscheinlich, vor allem bei Frühlings- und Sommergewittern können sie entstehen. Verheerende Tornados, die ganze Städte in Schutt und Asche legen, kennt man in Bayern eher aus dramatischen Bildern von Unwettern in den USA oder aus Katastrophenfilmen. Doch auch im Freistaat gibt es immer wieder Tornados – die auch nicht wenig Schaden anrichten können. 2022 gab es laut Tornadoliste Deutschland 43 bestätigte Tornados. Der Aufzeichnungen zufolge bisher stärkste Tornado in Deutschland (Stärke F5) suchte übrigens 1764 Mecklenburg-Vorpommern heim. Generell sind Tornados in Bayern nicht unwahrscheinlich, vor allem bei Frühlings- und Sommergewittern können sie entstehen. Immer wieder warnen Meteorologen daher auch vor Tornados im Freistaat. © Panthermedia / IMAGO Mit seiner spektakulären Berglandschaft ist Bayern auch das Reiseziel zahlreicher Wanderer, Bergsteiger und Touristen. Auch die Menschen in Bayern lieben ihre Berge und besuchen sie im Rahmen von Tages- und Campingausflügen. Doch auch hier kann die Natur katastrophale Ausmaße annehmen – mit Lawinen. Diese können eine gewaltige Kraft entwickeln und zahlreiche Menschenleben gefährden. Immer wieder kommen auch in Bayern Menschen bei Lawinenunglücken ums Leben. Und die Katastrophen werden im Zuge des Klimawandels häufiger – laut einem ZDF-Bericht haben Schneestürme und längere Schönwetterperioden fatale Auswirkungen auf Schneedecken und Gletscher. Mit fatalen Folgen. Mit ihrer spektakulären Berglandschaft sind die Alpen in Bayern das Reiseziel zahlreicher Wanderer, Bergsteiger und Touristen. Doch auch hier können Naturkatastrophen auftreten – in Form von Lawinen. Diese können eine gewaltige Kraft entwickeln und zahlreiche Menschenleben gefährden. Immer wieder kommen daher auch in Bayern Menschen bei Lawinenunglücken ums Leben. Und die Katastrophen werden im Zuge des Klimawandels häufiger – laut einem ZDF-Bericht haben Schneestürme und längere Schönwetterperioden fatale Auswirkungen auf Schneedecken und Gletscher. Mit oftmals schlimmen Folgen. © Everett Collection / IMAGO Ein Bild, das vielen noch allzu lebhaft im Kopf ist: Das Jahrhundert-Hochwasser in Passau im Jahr 2013. Es zeigt eindrucksvoll eine der Katastrophen, von denen auch Bayern nicht verschont ist. Auch das Jahrhundert-Hochwasser im Ahrtal 2021 ist ein mahnendes Beispiel, dass durch die Versiegelung der Böden und durch den Klimawandel bedingte, längere Regenperioden fatale Folgen haben können. Bei Gewittern, Unwettern und Starkregenfällen kommt es auch durchaus öfter vor, dass Flüsse über die Ufer treten und Keller mit Wasser voll laufen. Ein Bild, das vielen Menschen in Bayern noch allzu lebhaft im Kopf ist: Das Jahrhundert-Hochwasser in Passau im Jahr 2013. Es zeigt eindrucksvoll eine der Katastrophen, von denen auch Bayern nicht verschont ist. Auch das Jahrhundert-Hochwasser im Ahrtal 2021 ist ein mahnendes Beispiel, dass durch die Versiegelung der Böden und durch den Klimawandel bedingte, längere Regenperioden fatale Folgen haben können. Bei Gewittern, Unwettern und Starkregenfällen kommt es auch durchaus öfter vor, dass Flüsse über die Ufer treten und Keller mit Wasser voll laufen. Somit sind auch Hochwasser in kleinerem Ausmaß eine Belastung für die Menschen in Bayern. © blickwinkel / IMAGO Auch Waldbrände gehören leider zu den Naturkatastrophen, die in Bayern immer häufiger auftreten. Durch den Klimawandel bedingte Dürren und anhaltende Trockenphasen, sowie die generell steigenden Temperaturen erhöhen kontinuierlich das Risiko für Waldbrände. Das belegen auch verschiedene Zahlen: Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zeigt zum Beispiel, dass die Tage, an denen hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr herrscht (laut DWD-Waldbrandindex) stark gestiegen sind. Waren es in den Jahren 1961 bis 1990 deutschlandweit im Mittel noch rund 27 Tage pro Jahr, sind es im Zeitraum von 1991 bis 2020 schon rund 38 Tage im Jahr. Immerhin: Um das Waldbrandrisiko zu senken, können die Menschen aktiv werden und unter anderem keine Zigarettenstummel in die Natur werfen und auf offene Feuer in Waldgebieten verzichten. Auch Waldbrände gehören leider zu den Naturkatastrophen, die in Bayern immer häufiger auftreten. Durch den Klimawandel bedingte Dürren und anhaltende Trockenphasen, sowie die generell steigenden Temperaturen erhöhen kontinuierlich das Risiko für Waldbrände. Das belegen auch verschiedene Zahlen: Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zeigt zum Beispiel, dass die Tage, an denen hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr herrscht (laut DWD-Waldbrandindex) stark gestiegen sind. Waren es in den Jahren 1961 bis 1990 deutschlandweit im Mittel noch rund 27 Tage pro Jahr, sind es im Zeitraum von 1991 bis 2020 schon rund 38 Tage im Jahr. Immerhin: Um das Waldbrandrisiko zu senken, können die Menschen aktiv werden und unter anderem keine Zigarettenstummel in die Natur werfen und auf offene Feuer in Waldgebieten verzichten. © Panthermedia / IMAGO Wesentlich bedrohlicher als der Mount Erebus, sind jedoch Vulkane in Europa, wie der Vesuv, da sie näher an der menschlichen Zivilisation liegen. Der Supervulkan bei Neapel sendet immer wieder beunruhigende „Lebenszeichen“ . Und auch drei weitere Vulkane vor der italienischen Küste stellen ein unkalkulierbares Risiko dar .
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