VonYannick Hankeschließen
Keine Entspannung bei den Ölpreisen, sie legen weiter zu. Bereits den dritten Tag in Folge sind sie am Donnerstag, 25. August 2022, gestiegen.
Singapur – Das wird die Verbraucher in Deutschland gar nicht freuen. Erneut sind die Ölpreise gestiegen, bereits den dritten Tag in Folge. Das wirkt sich natürlich auch auf die Benzinpreise aus, vielerorts kostet der Liter wieder mehr als zwei Euro. Immerhin: Nachdem die Notierungen in den beiden vergangenen Handelstagen deutlich zulegen konnten, ging es am Donnerstagmorgen, 25. August 2022, nur noch vergleichsweise leicht nach oben.
Ölpreise legen erneut zu – Drosselung der Fördermenge steht im Raum
Wie die dpa berichtet, kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zuletzt 101,79 US-Dollar. Das waren 57 Cent mehr als noch am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) wiederum stieg um 39 Cent auf 95,28 Dollar an.
Am Markt selbst wurde weiterhin auf die Aussagen des saudi-arabischen Energieministers verwiesen, der zuletzt eine mögliche Drosselung der Fördermenge durch den Ölverbund Opec+ angedeutet hatte und damit seit einigen Tagen für Auftrieb bei den Ölpreisen sorgte. Zudem stützte die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA die Ölpreise. Immerhin: Zumindest gibt es auch nach dem Tankrabatt-Ende die Möglichkeit, günstig an Benzin und Diesel zu gelangen.
Ölförderung in den USA sinkt – während Ölpreise ansteigen
In der Woche ab Montag, 15. August 2022, waren die US-Lagerbestände an Rohöl überraschend stark gefallen. So wären die Vorräte nach Angaben der US-Regierung um 3,3 Millionen Barrel auf 421,7 Millionen Barrel gesunken. Dabei hatten Analysten nur mit einem Rückgang um 2,5 Millionen Barrel gerechnet.
Darüber hinaus ist aber auch die Ölförderung in den USA gesunken. Wie die Regierung weiter mitteilte, fiel sie zuletzt um 0,1 Millionen Barrel auf 12 Millionen Barrel pro Tag. Und auch am Freitag, 26. August, ist ein Anstieg bei den Ölpreisen festzuhalten. Auf Wochensicht betrachtet trieb die Aussicht auf eine mögliche Drosselung der Fördermenge durch den Ölverbund Opec+ die Notierungen im Ölmarkt insgesamt gar stark nach oben.
Anstieg der Ölpreise auch am Freitag nicht aufzuhalten
Im frühen Freitagshandel kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 100,02 US-Dollar und damit 68 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls um 68 Cent auf 93,20 Dollar an. Im weiteren Tagesverlauf wird am Ölmarkt zunächst mit einem eher impulsarmen Handel gerechnet.
Erst am Nachmittag könnte ein Auftritt des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell auf einer Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole neue Impulse liefern. Grundsätzlich werden am Markt Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Notenbank Fed erwartet, die eine wichtige Rolle für die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA einnimmt. (mit Material der dpa)
