Staubwolke über Deutschland

„Gefahr aus der Wüste“ erreicht Deutschland: Wetterexperte warnt vor Saharastaub

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Der Himmel wirkt trüb und milchig – das ist nicht nur ein optisches Phänomen. Saharastaub schwebt über Deutschland, doch was passiert, wenn wir ihn einatmen?

Frankfurt – Seit Tagen bringt Hoch „Ingeborg“ viel Sonne und angenehm frühlingshaftes Wetter. Doch plötzlich wirkt der Himmel milchig-trüb. Der Grund: Feiner Staub aus der Sahara zieht über Deutschland. Doch bleibt er nur in der Höhe? Meteorologe Dominik Jung von wetter.net warnt: „Saharastaub ist nicht nur ein optisches Phänomen. Zwar sind die Konzentrationen in großen Höhen gering, doch mit der Zeit sinkt der Staub ab – und dann atmen wir ihn ein.“

Besonders an windstillen Tagen können sich die feinen Partikel in Bodennähe sammeln. Empfindliche Menschen wie Allergiker oder Asthmatiker könnten das schnell spüren.

Staubwolke erreicht Deutschland - ist sie gesundheitsschädlich?

Saharastaub erreicht Deutschland – was bedeutet das für uns und unsere Gesundheit?

Der Wüstenstaub besteht aus winzigen Mineralpartikeln, die so klein sind, dass sie beim Einatmen tief in die Atemwege gelangen können. Für gesunde Menschen ist das meist unproblematisch, doch bei empfindlichen Personen kann es zu Reizungen der Schleimhäute, Husten oder einem trockenen Hals kommen. Wer ohnehin unter Atemwegserkrankungen leidet, könnte eine Verschlechterung der Symptome spüren.

Besonders tückisch: Der Staub kann Schadstoffe aus der Luft binden und so zusätzlich belastend wirken. Auch wenn die Konzentration in Deutschland nicht mit den Mengen in Nordafrika vergleichbar ist, sollten Risikogruppen vorsichtig sein. Experten raten, an Tagen mit starkem Saharastaub möglichst wenig Zeit im Freien zu verbringen, vor allem bei sportlicher Aktivität.

Bleibt der Saharastaub in der Luft – oder kommt er runter?

Mit der Zeit sinkt der Staub ab und kann sich auf Oberflächen wie Autos, Fenstern und Gartenmöbeln ablagern. Sichtbar wird das spätestens nach dem nächsten Regen, wenn sich der feine Film überall zeigt. Doch auch ohne Regen können die Partikel in Bodennähe gelangen – dann wird die Luftqualität schlechter, und empfindliche Personen könnten Beschwerden bekommen.

Experten empfehlen, viel zu trinken und die Schleimhäute feucht zu halten. Wer bereits unter Atemwegsproblemen leidet, kann auf Luftfilter oder Masken zurückgreifen. Klar ist: Der Saharastaub bleibt uns noch einige Tage erhalten – und könnte bei empfindlichen Menschen für unangenehme Folgen sorgen!

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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