Vorweihnachtszeit

Weihnachten 2022: So teuer wird das Fest in diesem Jahr

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Energiekrise, Corona, Ukraine-Krieg: All das lässt in Deutschland die Inflation explodieren und macht alles teurer kurz vorm Fest. So viel kostet Weihnachten 2022.

Berlin – Erst Corona, dann der Ukraine-Krieg und nun auch noch die Energiekrise: Wohin man in Deutschland aktuell schaut, an allen Ecken und Enden schießen die Preise aufgrund der hohen Inflation in schier unermessliche Höhen. Gleichzeitig kündigt sich Weihnachten 2022 an und viele wissen schon jetzt nicht, wie sie Geschenke, Glühwein, Gänsebraten und Spielzeug bezahlen sollen. Es stellt sich die Frage: Wie teuer wird Weihnachten im Jahr 2022 aufgrund der hohen Inflation?

Wie teuer wird Weihnachten 2022? Diese Preise werden zum Fest und für Glühwein auf Weihnachtsmärkten fällig

Bereits seit etwa einer Woche haben die Weihnachtsmärkte geöffnet. Hier werden die höheren Preise beim Glühwein – wenngleich sie noch halbwegs human ausfallen – gleich ersichtlich. So kostet auf dem Weihnachtsmarkt in Bremen der Glühwein in diesem Jahr rund 50 Cent mehr, nämlich zwischen 3,50 und 4 Euro, berichtet die Bild. Schmalzkuchen schlägt hier mit etwa 3,50 Euro zu Buche und für eine Bratwurst werden rund 4,50 Euro verlangt.

Auch auf den Weihnachtsmärkten macht sich die Inflation vor Weihnachten 2022 bemerkbar: Der Glühwein wird teurer.

Auch in Hamburg wurden die Preise angezogen für Glühwein. Auf den Weihnachtsmärkten „Weißerzauber“ am Jungfernstieg und „Santa Pauli“ kostet eine Tasse Glühwein 4,50 Euro. Wer sich auf den Roncalli-Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus verirrt, der muss lediglich 4 Euro für einen Becher Glühwein hinlegen. Im Rest der Stadt kostet der Glühwein im Schnitt 3,50 Euro.

Die Preise fallen allerdings auf vielen Weihnachtsmärkten deswegen noch so moderat aus, weil viele Standbetreiber einfach froh sind, nach den Beschränkungen der Corona-Pandemie in den vergangenen zwei Jahren wieder ganz normal öffnen zu können.

So teuer wird Weihnachten 2022: Gänsebraten um 35 Prozent und mehr teurer als vergangenes Jahr

Doch auch in anderen Bereichen macht sich die Inflation vor dem Fest bemerkbar und lässt Weihnachten 2022 deutlich teurer werden, als dies noch im vergangenen Jahr der Fall gewesen ist. Richtig teuer wird in diesem Jahr nämlich der Gänsebraten zu Weihnachten. Inzwischen sind sogar einige Restaurants davon abgerückt, zum Fest Gans anzubieten, da diese für die Gäste viel zu teuer werden könnten und man im Endeffekt Gefahr läuft, auf dem Fleisch sitzen zu bleiben.

Ein Grund für die krasse Teuerung beim Geflügel ist die Vogelgrippe, die in diesem Jahr in Deutschland so heftig grassiert wie noch nie. Aber auch der Ukraine-Krieg trägt seiniges dazu bei, berichtet der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf den Deutschen Fleischer-Verband (DFV). Laut Experten ist ein Gänsebraten schon jetzt rund 35 Prozent teurer, als dies noch vor einem Jahr der Fall war. Traditionell zieht der Preis hier allerdings vor Weihnachten noch einmal an, sodass noch mit einer weiteren Teuerung zu rechnen ist.

Etwas menschlicher ist die Preisentwicklung bei Spielzeug in diesem Jahr vor Weihnachten 2022. Zwar sind auch hier aufgrund der Inflation Preissteigerungen zu verzeichnen. Wie der Verband der Deutschen Spielwarenindustrie allerdings mitteilt, seien die Erhöhungen mit fünf bis sechs Prozent noch im erträglichen Rahmen.

Hoffnungsschimmer zu Weihnachten 2022: Preise für Weihnachtsbäume bleiben stabil – so teuer wird das Fest 2022

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es bei Weihnachtsbäumen, die beim Händler sowieso schon ordentlich Geld kosten. Hier bleiben die Preise bei Weihnachtsbäumen laut Aussagen der Händler im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil, berichtet hna.de. Die Preise dürften sich in einem Bereich von 20 bis 27 Euro pro laufenden Meter für die Nordmanntanne bewegen, sagte Benjamin Schneebecke, Erster Vorsitzender des Verbandes natürlicher Weihnachtsbaum mit Sitz im niedersächsischen Moisburg.

„Die höheren Preise müssen sicherlich in den Metropolen wie Hamburg oder München gezahlt werden, die günstigeren auf dem Land“, sagte Schneebecke der Nachrichtenagentur dpa vergangene Woche. Damit seien die Preise in diesem Jahr auf dem Niveau des Vorjahres. Deutliche Preiserhöhungen seien ihm vor Weihnachten 2022 nicht bekannt. (mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder/dpa

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