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Zwei tropische Stürme richten sich in den kommenden Tagen auf Europa aus. Welche Auswirkungen hat das auf das Wetter in Deutschland?
München – Wie das Hurrikan-Center der NOAA in Miami meldet, wird besonders der Wirbelsturm Isaac heftig ausfallen. Er trifft am Dienstag (1. Oktober) auf die Iberische Halbinsel und wird in Spanien und Portugal für starken Regen und Sturm sorgen. „Die Wetterlage wird in Teilen Europas ziemlich turbulent werden. Auch in Deutschland droht nächste Woche neuer starker Regen und viel Wind. Doch erstmal kommt am Wochenende Bodenfrost und sogar Schnee“ warnt Diplom-Meteorologe und Klimaexperte Dominik Jung von wetter.net.
Bodenfrost und Wintereinbruch in den Alpen – noch kein goldener Oktober in Sicht
Erstmal steht uns ein sehr kaltes Wochenende (28. und 29. September) bevor. Der Sonntagmorgen bringt Frühwerte zwischen 1 und 8 Grad. Besonders in der Landesmitte und im Süden tritt Bodenfrost auf. Empfindliche Pflanzen sollte man unbedingt schützen. Entweder abdecken oder ins Haus holen. Am Alpenrand kommt es am Wochenende zu Schneefällen bis unter 1000 Meter. In den Alpen herrschen zudem winterliche Straßenbedingungen. „Doch schon ab Montag wieder etwas wieder wechselhafter und nass“, wie Jung in seinem aktuellen Wettervideo zeigt. Dann erreicht uns die Ausläufer der ehemaligen Wirbelstürme. Es geht windig und nass in den ersten Oktobertagen weiter.
Zum Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) bleibt Deutschland im Einfluss von atlantischen Tiefausläufern. Immer wieder kann es Regen geben. Dazu ist es windig. Eine Wetterumstellung hin zu goldenem Oktoberwetter ist in den ersten Tagen des Monats nicht in Sicht. „Doch was nicht ist, kann noch werden. Im vergangenen Jahr wurde es erst Mitte Oktober richtig warm. Damals haben wir am 13. Oktober 2023 im Südwesten knapp 30 Grad gemessen. Man sieht also, dass sogar der Sommer nochmal recht spät im Jahr auftauchen kann. Wir müssen noch etwas abwarten, um eine seriöse Prognose abgeben zu können“, so Wetter- und Klimaexperte Dominik Jung.
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