Einsatzkräfte im Dauereinsatz

Historische Unwetter in Italien: Toskana geflutet – Sechs Menschen gestorben

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  • Anna-Lena Kiegerl
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    Karolin Schaefer

In Italien sorgen schwere Regenfälle für Überschwemmungen, umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller. Zahl der Toten steigt auf sechs.

Update vom 04. November, 06.56 Uhr: Nach schweren Unwettern in Teilen Italiens drohen auch am Samstag weitere Gewitter mit Regen und Sturm. In der Nacht zu Freitag gab es Überschwemmungen in der bei Urlaubern beliebten Toskana, bei denen mindestens sechs Menschen ums Leben kamen. Zudem gab es Berichten zufolge einige Vermisste. Weite Teile der betroffenen Region sind noch überschwemmt, während in anderen Gegenden der Toskana bereits die Aufräumarbeiten laufen.

Noch bis zum frühen Freitagabend galt die vom Zivilschutz ausgerufene Warnstufe Orange. Der Regen hatte zwar im Laufe des Tages nachgelassen, den Einsatzkräften machte jedoch der sehr starke Wind bei den Aufräum- und Sucharbeiten zu schaffen. . Meteorologen zufolge könnten am Wochenende erneut Gewitter mit starkem Regen und Wind über die Region ziehen. Die Behörden und Menschen in der betroffenen Gegend wappnen sich für mögliche Folgen

In Mailand sorgten schwere Regenfälle für Überschwemmungen.

Historische Unwetter in Italien: Toskana geflutet – Feuerwehr-Video zeigt Ausmaß

Update vom 3. November, 19.40 Uhr: Die Anzahl der durch das Orkantief Ciarán verursachten Todesfälle im Norden Italiens ist nach Angaben der Behörden auf sechs gestiegen. „Was heute Nacht in der Toskana geschah, hat einen Namen: Klimawandel“, so der Regionalgouverneur Eugenio Giani am Freitag (3. November). Die italienische Regierung erklärte für die Toskana den Notstand.

Unter den Toten war ein 85-jähriger Mann, der in seiner überfluteten Wohnung in der Gemeinde Montemurlo nordwestlich von Florenz ertrank. Eine weitere Einwohnerin des Ortes, eine 84-jährige Frau, starb infolge eines Schwächeanfalls. In der Gemeinde wurden innerhalb weniger Stunden 20 Zentimeter Niederschlag gemessen, ein Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen.

Das Auswärtige Amt in Berlin riet in einer Reisewarnung davon ab, unnötige touristische Reisen in die italienische Region Friaul-Julisch-Venetien zu unternehmen. Zudem wurde empfohlen, in den besonders betroffenen Gebieten auf Autofahrten zu verzichten. In Florenz sei die Situation „kritisch“, erklärte Bürgermeister Dario Nardella in der Nacht im Onlinedienst X (vormals Twitter). Der Sturm erreichte auch Venedig, wo laut lokalen Medien zwei Menschen vermisst wurden.

Feuerwehr-Video zeigt das Ausmaß der Unwetter in Italien

Update vom 3. November, 16.09 Uhr: Ein Video der Feuerwehr auf der Plattform X (vormals Twitter) zeigt das Ausmaß der schweren Unwetter in der Toskana in Italien. Auf den Aufnahmen, die aus einem Hubschrauber heraus gefilmt wurden, sind die überschwemmten Gebiete zwischen Empoli, Vinci und Lamporecchio zu sehen. Alle Straßen und Wege sind mit braunem Wasser überflutet. Einsatzkräfte suchen dort aktuell nach zwei vermissten Menschen.

Schwerster Regen seit 50 Jahren in der Toskana

Update vom 3. November, 13.41 Uhr: Wie rainews.it berichtet, handelt es sich laut der italienischen Behörde „Consiglio Nazionale delle Ricerche“, bei den Regenfällen in der Toskana um die stärksten seit 50 Jahren. Innerhalb von drei Stunden fielen dort 190 mm Regen. Auch heute Nachmittag soll die Lage angespannt bleiben.

Eine der vermissten Personen konnte unterdessen lebend wiedergefunden werden. Dabei handelt es sich um einen 72-jährigen, der bei Durchsuchungen in Campi Bisenzio entdeckt wurde.

Sturmtief „Ciaran“ verwüstet Europa: Aufnahmen verdeutlichen die Wucht des Orkans

Vielerorts hat der Orkan „Ciaran“ an der Küste für Meter hohe Wellen gesorgt, die auf das Land geprallt sind.
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In der Region Asturien (Spanien) hat Sturmtief „Ciaran“ („Emir“) riesige Wellen verursacht.
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In Italien sorgte Sturmtief „Ciaran“ vielerorts für heftige Überschwemmungen.
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Sturmtief „Ciaran“ bringt heftige Unwetter in die Toskana (Italien).
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Ein Passagier der „Mein Schiff 3“ dokumentiert auf Facebook, wie Sturmtief „Ciaran“ über den Dampfer hinwegfegt. (Foto-Montage)
Ein Passagier der „Mein Schiff 3“ dokumentiert auf Facebook, wie Sturmtief „Ciaran“ über den Dampfer hinwegfegt. (Foto-Montage) © Facebook/Knud Jetten
Sturm-Gefahr auf dem Brocken: Windböen mit Spitzengeschwindigkeiten von über 100 Km/h machen es Wanderern schwer, sich auf dem Berg in Sachsen-Anhalt aufrecht zu halten.
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Die Dackelhündin Susi jagt am Strand nach umherfliegenden Gräsern. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Sturmwarnung für Teile der Nordseeküste herausgegeben.
Die Dackelhündin Susi jagt am Strand nach umherfliegenden Gräsern. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Sturmwarnung für Teile der Nordseeküste herausgegeben. © Sina Schuldt/dpa
Angeschwemmte Boote liegen am Strand in der Bretagne (Frankreich) im Sand.
Angeschwemmte Boote liegen am Strand in der Bretagne (Frankreich) im Sand. Das Orkantief „Ciaran“ bedroht Teile von Europa mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 180 Km/h, heftige Regenfälle und riesige Wellen trafen in der Nacht auf die französische Atlantikküste. © Jeremias Gonzalez/dpa
Schaum und Gischt fließen über eine Straße in Westfrankreich (2. November 2023), als der Sturm „Ciaran“ über die Region zieht.
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Ein Mann geht durch das Hochwasser in Nordirland, wo Sturmtief „Ciaran“ tagelange heftigen Regenfällen brachte.
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Sturm-Gefahr auf dem Brocken: Tief Emir hat den Harzerreicht.
Sturm-Gefahr auf dem Brocken: Tief Emir hat den Harzerreicht. Auf dem Brocken herrschen starke Windböen mit Spitzengeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern. Wanderer hatten Mühe sich bei dem Wind aufrecht bau halten. © Matthias Bein/dpa

Update vom 3. November, 10.52 Uhr: Die Zahl der Toten in der Toskana ist auf fünf angestiegen, das berichtet die italienische Zeitung la Repubblica. Bei den Sucharbeiten wurden zwei Leichen gefunden. Vier Personen werden weiterhin vermisst. Entwarnung gibt es derweil in Florenz. Denn wie Präsident Giani in den sozialen Medien berichtet, ist die Überschwemmung des Arno hier ohne größere Probleme vorübergegangen.

Update vom 3. November, 9.47 Uhr: Die Lage in Italien bleibt weiterhin kritisch. Wie die italienische Tageszeitung la Repubblica berichtet, steht der Höhepunkt der Ereignisse in einigen Regionen noch bevor. So teilt der Präsident der Toskana Giani mit, dass der Fluss Arno den Scheitelpunkt des Hochwassers noch erreichen wird. „Es ist ein Schock, mir ist zum Weinen zumute“, erklärt der Bürgermeister von Prato nach der Sichtung der Schäden der Nacht. Auch in Rom ist die Situation heikel. Die Küste ist von starkem Seegang betroffen. Erst am Vormittag soll der Höhepunkt, mit Wellen von bis zu 3,5 Metern, erreicht werden.

Update vom 3. November, 7.46 Uhr: Durch ein schweres Unwetter sind in der Toskana in Italien drei Menschen gestorben, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Eine Person wurde demnach in einem überfluteten Raum im Erdgeschoss eines Hauses gefunden. In der Region Venetien wird eine Person vermisst. „Ich habe den regionalen Notstand ausgerufen“, teilte der Präsident der Region Toskana, Emilio Giani, am Abend mit. „Die Lage ist wirklich sehr ernst.“ Auf X (ehemals Twitter) teilte er Videos und Bilder der Überflutung. In die Gebiete, die durch die Wassermassen nur schwer erreichbar waren, wurden Schlauchboote geschickt, teilte Giani mit. Auch Mailand war in Folge starker Regenfälle von Hochwasser betroffen.

Auch in Südtirol ist der Bevölkerungsschutz ist in erhöhter Alarmbereitschaft, berichtet stol.it. Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich von Fließgewässern und Unterführungen fernzuhalten. Es gab zahlreiche Feuerwehreinsätze aufgrund von Überschwemmungen, umgestürzten Bäumen und Fahrzeugbergungen. Nach einem Erdrutsch ist die Straße ins Sarntal gesperrt. Aufgrund der aktuell sinkenden Schneefallgrenze werden Autofahrer dazu angehalten, ihre Winterausrüstung im Auto mitzuführen.

Schwere Unwetter in Italien: Sturzfluten reißen in der Toskana Autos mit

Update vom 2. November, 22.36 Uhr: In Italien wüten noch immer schwere Unwetter. Nachdem bereits Mailand infolge starker Regenfälle von Hochwasser betroffen war, kam es nun auch in der Toskana zu Sturzfluten. Bilder auf X (vormals Twitter) zeigen, wie Wassermassen in der Stadt Prato mehrere Autos mit sich reißen. Zuvor hatte es über mehrere Stunden hinweg heftigen Niederschläge gegeben.

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, trat zudem der Fluss Bisenzio am Donnerstagabend (2. November) an zwei Stellen in der Stadt Campi Bisenzio (Florenz) über die Ufer. Der Bürgermeister, Andrea Tagliaferri, ordnete daraufhin die Schließung von Schulen an und forderte die Bürger auf, sich in die oberen Stockwerke der Gebäude zu begeben. Auch sämtliche Schulen in Neapel, Caserta, Benevento und Salerno sollen am Freitag (3. November) geschlossen bleiben.

Schwere Unwetter im Norden Italiens: Fluss in Mailand tritt über die Ufer

Erstmeldung vom 31. Oktober, 11.03 Uhr: Mailand – Erneut wird Italien von schweren Unwettern heimgesucht. Zuletzt verwüstete ein Tornado Häuser in einem Alpen-Ort. Nun tobte in der Nacht zu Dienstag (31. Oktober) ein heftiges Gewitter über Mailand und rund um die Brianza.

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, trat angesichts starker Regenfälle der Fluss Seveso am Dienstagmorgen über die Ufer. Infolgedessen wurde Mailands Stadtteil Niguarda im Norden sowie die wichtige Hauptstraße Viale Fulvio Testi überflutet. Innerhalb weniger Stunden regnete es mehr als ein Drittel des Monatsdurchschnitts.

Zudem sei der Lambro-Park aufgrund des steigenden Wassers des gleichnamigen Flusses vorsorglich evakuiert worden. Dem Stadtrat zufolge werden die Überschwemmungen in der Mode-Metropole noch einige Stunden andauern.

Überschwemmungen in Italien: Bilder aus Mailand zeigen Ausmaß des Unwetters

In den sozialen Medien teilen Anwohner Bilder und Videos aus Mailand, die das Ausmaß des Unwetters im Norden Italiens erahnen lassen. Straßen haben sich regelrecht in reißende Flüsse verwandelt, Brunnen laufen über, Autos und Straßenbahnen stecken in den Wassermassen fest.

„Seit gestern verfolgen wir im Ministerium Stunde für Stunde die Wetterlage und die Auswirkungen auf Infrastruktur und Verkehr“, teilte Verkehrsminister Matteo Salvini beim Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) mit. Die Einsatzkräfte befänden sich seit Montag (30. Oktober) im Einsatz.

Unwetter in Nord-Italien: Zweitgrößter Bahnhof in Mailand unter Wasser

Wie die örtliche Zeitung Milano Today mitteilte, stehe auch der Porta Garibaldi, der zweitgrößte Bahnhof Mailands, vollständig unter Wasser. Eine zu den Gleisen führende Unterführung war ebenfalls vollgelaufen. Der Zivilschutz empfiehlt Anwohnern, zu Hause zu bleiben und sich von Unterführungen fernzuhalten. In einigen Gebäuden ist infolge des Unwetters sogar der Strom ausgefallen.

Kurz bevor der Fluss Seveso am Morgen über die Ufer trat, hatte er einen Pegelstand von 2,26 Metern erreicht, eine Dreiviertelstunde später wurden bereits Pegelstände von über drei Metern gemeldet. Umstürzende Bäume machen die Situation besonders kritisch. Vor einer Grundschule im Osten der Stadt sei ein Baum auf den Eingang einer Grundschule gestürzt, berichtete Milano Today. Dabei seien zwei Erwachsene leicht verletzt worden. In Mediglia wurde eine Frau mit ihren beiden Kindern in ihrem Auto eingeklemmt, als ein Baum wegen des starken Windes umgestürzt war. Die Feuerwehr konnte die Familie aus dem Fahrzeug befreien.

Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten

Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.
Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) bekannt, sind beeindruckende Lichterscheinungen am Himmel. Sie entstehen durch Wechselwirkungen zwischen Sonnenwinden und der Erdatmosphäre und sind in der Nähe der Pole sichtbar. Oder wie hier im Bundesstaat New York. © IMAGO
Görlitz - Polarlichter über Sachsen zu sehen am 11.10.2024 in Görlitz
In Europa sind Polarlichter am besten in Skandinavien zu bewundern. Manchmal hat man aber auch in Deutschland Glück, wie hier in Görlitz in Sachsen. © Felix Leda/LausitzNews.de/ IMAGO
Ein Tornado über dem Gardasee.
Tornados sind extrem starke Wirbelstürme, die eine schmale, rotierende Säule aus Luft bilden, die vom Boden bis zur Wolkenbasis reicht. Sie sind für ihre zerstörerische Kraft bekannt und treten vorwiegend in den USA auf. Hier hat sich sogar einer über dem Gardasee gebildet. © IMAGO/Jöran Steinsiek
Kim Vanaken (L) und Schwester Angela Coble (M) vor ihrem zerstörten Haus durch El Reno, Oklahoma, USA, 01 June 2013.
Der bis heute größte je gemessene Tornado war der „El Reno Tornado“. Er erreichte einen maximalen Durchmesser von 4,2 Kilometern, sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 480 km/h. Der Tornado wütete 2013 über Oklahoma in den USA. Es kamen mindestens acht Menschen ums Leben, wobei mindestens 151 verletzt wurden. Hier betrachten zwei Schwestern das, was von ihrem Haus nach dem Sturm zurückgeblieben ist. © Larry W. Smith/dpa
Riesige Hagelkörner in einer Handfläche.
Hagelstürme sind mit Eiskörnern gefüllte Gewitter, die sich zu großen Hagelkörnern formen. Diese Körner können beträchtliche Größen erreichen und erheblichen Schaden an Gebäuden und Feldern anrichten. Hier wurde Bayern getroffen. © IMAGO/B&S/Bernd März
Graupelschauer im Frühling: Ein kräftiger, kurzer Graupelschauer hinterlässt die Graupelkörner in einer alten Dachrinne.
Graupel ist eine Form von Niederschlag, bei der Schneekristalle durch angefrorene Wassertröpfchen zu Kügelchen verklumpen. Graupelkörner sind im Vergleich zu Hagel deutlich kleiner und weisen lediglich einen maximalen Durchmesser von ein bis fünf Millimeter auf. © Gottfried Czepluch / IMAGO
Eisblumen an einem Fenster bei kaltem Wetter im Winter.
Eisblumen sind eine Sonderform von Raureif. Die Eiskristalle entstehen meist an dünnen Fensterscheiben mit schlechter Wärmeisolierung. Voraussetzung ist eine Außentemperatur unter 0 °C, eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum, eine geringe Wärmedämmung des Glases und Staubteilchen auf dem Glas. © HEIKO KUEVERLING / imageBROKER / IMAGO
Winterwetter in Sassenheim am 01.02.25: Person geht mit zwei Hunden an der Leine bei Nebel und Frost spazieren.
Nebel besteht wie Wolken aus feinen Wassertropfen. Man spricht erst dann von Nebel, wenn die Sichtweite weniger als einen Kilometer beträgt. © Nico Garstman / IMAGO
Eine Straußenherde flieht vor einem Sandsturm in der Kalahari Wüste in Südafrika.
Wüstenstürme, wie beispielsweise der berüchtigte Sandsturm, treten in ariden Regionen auf und bringen große Mengen an Staub und Sand mit sich. Sie können zu starken Sandverwehungen führen und die Sicht stark beeinträchtigen. Vor diesem Sandsturm in der Kalahari Wüste in Südafrika flieht eine Straußenherde. © Thomas Dressler/IMAGO
Saharastaub im Erzgebirge.
Saharastaub ist eigentlich in Deutschland gar nicht so ungewöhnlich. Im Schnitt zieht Wüstenstaub etwa fünf bis 15-mal pro Jahr aus der Sahara über Marokko und Frankreich nach Deutschland. Hier hat der Staub den Himmel über dem Erzgebirge rot gefärbt. © Oliver Kaufmann / dpa
Frauen halten Regenschirme, während sie bei starkem Regen in Kolkata, Indien, am 16. Oktober 2024 auf der Straße gehen.
Der Monsun ist eine großräumige, beständige Luftzirkulation (Luftströmung) im Bereich der Tropen und Subtropen. Besonderen Einfluss hat der Monsun auf das Klima auf dem Indischen Subkontinent. Hier bringt er im Winter Trockenzeiten und im Sommer Starkregenereignisse (Monsunregen), wie hier in Kolkata (Indien). © Sudipta Das / IMAGO
Gewitterblitz schlägt in den Großen Feldberg bei Frankfurt ein.
Gewitterblitze sind elektrische Entladungen, die während Gewittern auftreten. Sie erzeugen helle Lichtblitze und begleitenden Donner. Gewitterblitze können sowohl in Wolken als auch zwischen Wolken oder zwischen Wolken und dem Boden auftreten. Hier schlägt ein Blitz in den Großen Feldberg bei Frankfurt ein. © IMAGO/Jan Eifert
14.08.2024: Gewitterzelle über Thüringen mit lila Wolkenstimmung und Windrädern.
Donner sind sehr laute Schallwellen, die bei einem Gewitter entstehen. Wenn es blitzt, wird die Luft um den Blitzkanal schlagartig bis auf 30.000 Grad erhitzt. Durch die gewaltige Hitze dehnt sich die Luft um den Blitzkanal wie bei einer Explosion aus. Diese plötzliche Ausdehnung führt wiederum zu einem lauten Krachen, das wir als Donner bezeichnen. © christian heilwagen / IMAGO
Hier steuert der Zyklon Mocha auf Myanmar zu.
Zyklone sind großräumige Tiefdrucksysteme, die sich über den Ozeanen bilden. Sie können sich zu extremen Stürmen entwickeln und starke Winde, Regen und Wellen verursachen. Zyklone werden in verschiedenen Teilen der Welt mit unterschiedlichen Namen bezeichnet, wie z. B. Hurrikane oder Taifune. Hier steuert der Zyklon Mocha auf Myanmar zu. © Cover-Images/IMAGO
Ein Mann mit einem kaputten Schirm im Typhoon Nina, Schwarz-Weiß-Foto 1975.
Der verheerendste Taifun im 20. Jahrhundert war Taifun Nina im August 1975 in China. Durch den Taifun brachen zwei große Staumauern und zehn kleinere. Die dadurch verursachten bis zu zehn Meter hohen Flutwellen töteten 100.000 Menschen. Hier versuchen die Menschen während des Taifuns, sich mit Schirmen vor Wind und Regen zu schützen. © Chan Kiu / IMAGO
Verwüstungen des Hurrikans Patricia am Freitag, dem 23. Oktober 2015.
Hurrikane sind tropische Wirbelstürme der Nordhalbkugel. Ab einer Windgeschwindigkeit von 118 Kilometern pro Stunde erhalten sie die Bezeichnung „Hurrikan“. Das entspricht der Windstärke 12 auf der Beaufort-Skala. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 345 Kilometern pro Stunde war Hurrikan Patricia der stärkste Hurrikan, der bisher aufgezeichnet wurde. Er verwüstete große Teile Zentralamerikas, wie hier eine Stadt in Mexiko. © Agencia EL UNIVERSAL Ramon Romero JMA / IMAGO
Tief Bernd: Menschen versuchen sich im Harz bei Windgeschwindigkeiten von über 130 km/h auf den Beinen zu halten.
Orkane sind Stürme ab einer Windstärke von 12 auf der Beaufort-Skala. Sie treten nur in Mitteleuropa auf und entstehen bei größer werdenden Temperaturunterschieden zwischen den südlichen Ländern und der Polarregion. Hier versuchen sich die Menschen im Harz bei einer Windgeschwindigkeit von über 130 km/h auf den Beinen zu halten. © Bernd März / IMAGO
Regenbogen im Weserbergland zwischen Halle und Bremke.
Regenbogen entstehen, wenn Sonnenlicht durch Regentropfen gebrochen und reflektiert wird. Dadurch entsteht ein buntes Lichtspektrum, das am Himmel sichtbar wird. Regenbögen sind oft nach Regenschauern zu sehen, wie hier im Weserbergland zwischen Halle und Bremke. © Ulrich Stamm/IMAGO
Halo-Erscheinung mit Zirkumzenitalbogen und Nebensonnen auf dem Weg zum Fichtelberg am Hotel Sachs.
Haloerscheinungen bestehen aus hellen Kreisen, Bögen oder Flecken am Himmel. Sie entstehen durch Brechung und Spiegelung des Lichts an Eiskristallen. Haloerscheinungen sind auch gar nicht so selten, wie man denkt. Durchschnittlich kann man sie an sechs bis sieben Tagen im Monat beobachten. © Hanke / IMAGO
Staubteufel auf einer Baustelle in Essen.
Staubteufel sind kleine Wirbelwinde, die aus aufgewirbeltem Staub oder Sand bestehen. Sie entstehen durch lokale Temperaturunterschiede und können in Wüsten oder trockenen Gebieten beobachtet werden – oder wie hier auf einer Baustelle in Essen. © Gottfried Czepluch/IMAGO
Reif umzieht Herbstlaub.
Reif – die kleine weiße Schicht kann man an vielen Wintertagen morgens auf dem Boden oder auf den Windschutzscheiben von Autos beobachten. Reif entsteht, wenn die Lufttemperatur unter den Gefrierpunkt fällt und der in der Atmosphäre vorhandene Wasserdampf direkt in Eis übergeht. Sobald die Temperaturen auf größeren Flächen unter den Gefrierpunkt sinken, werden auch ganze Wiesen und Felder weiß. © Bernd Leitner / IMAGO
Morgentau bei Sonnenaufgang auf Grashalmen auf einer Wiese in, Rottweil, Baden-Württemberg.
Tau ist das Gegenstück zum Rau. Hier wandelt sich der gasförmige Wasserdampf in flüssiges Wasser um, er kondensiert also. Dieses Phänomen lässt sich meistens in den frühen Morgenstunden beobachten. © Silas Stein/IMAGO
Föhnwind in München mit Fernsicht bis zu den Alpen.
Föhnwinde sind trockene, warme und fallende Winde, die auf der Leeseite von Gebirgen auftreten. Sie können starke Temperaturänderungen und Trockenheit verursachen und sind in Regionen mit Gebirgen wie den Alpen häufig. In München hat man an einem Tag mit Föhnwind oft eine Fernsicht bis zu den Alpen. © Christian Offenberg/IMAGO
Schneesturm in den USA, New Orleans: Mann geht zugeschneite Landschaft im Schneegestöber entlang.
Schneestürme sind eine Mischung aus starken Sturmböen und Schnee. Sie können mehrere Meter Neuschnee mit sich bringen und das Sichtfeld stark einschränken. Nordamerika ist häufig von Schneestürmen betroffen, wie hier in New Orleans in den USA. © Gerald Herbert / dpa
Person schippt Schnee im Gestöber.
Ein Blizzard ist ein heftiger Schneesturm mit starkem Schneefall und hohen Windgeschwindigkeiten. Er führt zu Schneeverwehungen, stark eingeschränkter Sicht und gefährlicher Kälte. Blizzards sind extrem und erfordern Vorsicht, um sich vor den Gefahren zu schützen, die sie mit sich bringen. Sie treten vermehrt in Nordamerika auf. © IMAGO

Unwetter fegt über den Norden Italiens: Weitere Regenfälle erwartet – Brennerautobahn gesperrt

Das Wetter in Mailand wird im Tagesverlauf am Dienstag zumindest vorerst aufklaren. Doch schon am Donnerstag (2. November) werden laut dem Meteorologen Edoardo Ferrara von 3Bmeteo neue Regenfälle erwartet. Auch Gewitter seien möglich, die bis in die Nacht zu Freitag (3. November) andauern könnten.

Die Lagunenstadt Venedig dagegen blieb von dem Hochwasser verschont, obwohl am Süddamm ein Höchststand von 1,54 Metern erreicht wurde, berichtete Ansa. Durch die Flutschutztore konnte der Pegel im Inneren der Lagune niedrig gehalten werden. An der Grenze zu Österreich traf ein Erdrutsch die Brennerautobahn, die deshalb in Richtung Norden gesperrt ist.

In der Region Venetien wurden mehr als 80 Feuerwehreinsätze wegen umgestürzter Bäume, Erdrutschen und Wasserschäden gemeldet. Auch das Tal Veltlin an der Grenze zur Schweiz sowie das Alpental Valchiavenna wurden von dem Unwetter heimgesucht. Es gab angesichts des Starkregens kleine Erdrutsche. Zudem drohen Bachläufe überzulaufen. Auch in Frankreich hatte kürzlich ein schwerer Sturm erhebliche Schäden verursacht. (kas/kiba/dpa)

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