Urlauber betroffen

Schneefallgrenze sinkt drastisch: „Brenner könnte einschneien“ – Italienische Alpen betroffen

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Am Wochenende kann es in den Alpen zu starken Schneefällen kommen. Italien-Urlauber müssen sich auf Einschränkungen im Straßenverkehr einstellen.

München – Mit Sonnenschein und Temperaturen von fast 30 Grad hat sich der Sommer am vergangenen Wochenende (7. und 8. September) wohl nun endgültig verabschiedet. Von einem Spätsommer fehlt derzeit jede Spur. In den nächsten Tagen sinkt die Schneefallgrenze in den Alpen erheblich. Urlauber aus oder nach Italien müssen mit erschwerten Wetterbedingungen am Brenner rechnen.

Italien: Schneefall in den Alpen – „Brenner könnte einschneien“

„Achtung Schneealarm“, warnt Meteorologe Jan Schenk von The Weather Channel. „Eine richtige Schneebombe kommt auf die Alpen zu“, erklärt er. Bis zum Wochenende (14./15. September) breitet sich eine ganze Schneedecke über den Alpen aus. Die Schneefallgrenze sinkt auf 1500 Meter und kann teilweise auch darunter liegen. Die „Schnee-Walze“ bringt deutlich über einen Meter Schnee, von dem bis zu einem halben Meter liegen bleiben kann.

Am Wochenende könnte es zu erheblichen Einschränkungen auf dem Brenner kommen – er könnte einschneien.

Das Winter-Wetter im September birgt auch eine erhebliche Gefahr auf den Straßen. Denn wer unterwegs nach Italien ist oder zurück nach Deutschland sowie Österreich muss am Wochenende mit erheblichen Einschränkungen auf den Straßen rechnen. Denn auch die Pässe sind von den Schneemassen betroffen. Schenk warnt: „Selbst der Brenner könnte einschneien.“

Schnee in den Alpen: Verkehrsprobleme für Italien-Reisende möglich

Ab Donnerstag (12. September) breitet sich die Schneedecke über der Schweiz, Österreich und Italien aus. Auch am deutschen Alpenrand kann es schneien, allerdings sind viele Regionen in Deutschland eher von großen Niederschlagssummen betroffen. In der Nacht zum Freitag kann es sogar unterhalb von 1200 Metern zu Schneefall kommen, wie WetterOnline schreibt. Insbesondere am Freitag muss mit erheblichem Schneefall in Südtirol gerechnet werden.

Bayern und Österreich betroffen: Fotos zeigen Winter-Einbruch in zahlreichen Regionen

Österreich, Kals am Grosglockner: Die verschneite Landschaft rund um einen Bergbauernhof in Osttirol auf 1.735 Metern Höhe. Die Lage in Tirol ist weiterhin ruhig. Schnee ist bis in tiefere Lagen möglich. Oberhalb von 1.500 Metern Seehöhe kann es bis zu einem Meter Neuschnee geben.
Österreich, Kals am Grosglockner: Die verschneite Landschaft rund um einen Bergbauernhof in Osttirol auf 1.735 Metern Höhe. Die Lage in Tirol ist weiterhin ruhig. Schnee ist bis in tiefere Lagen möglich. Oberhalb von 1.500 Metern Seehöhe kann es bis zu einem Meter Neuschnee geben.  © Expa/Johann Groder/APA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Wetter in Bayern
Das ist er - September-Neuschnee auf der Zugspitze. © Peter Kneffel/dpa
Wetter in Bayern
Während auf der Zugspitze mehrere Zentimeter zustande kamen, droht anderswo im Süden derweil Gefahr durch anhaltenden Regen. © Peter Kneffel/dpa
Wetter in Bayern
In den kommenden Tagen kann es auf über 1.500 Metern Höhe bis zu 50 Zentimeter Neuschnee geben. © Peter Kneffel/dpa
Am Arber in Bayern haben Menschen das Datum in den ersten liegengebliebenen Schnee geschrieben.
Am Arber in Bayern haben Menschen das Datum in den ersten liegengebliebenen Schnee geschrieben. © Du Land Der Bayern/X
In den bayerischen Alpen Am Nebelhorn bei Oberstdorf steht sogar schon der erste Schneemann.
In den bayerischen Alpen Am Nebelhorn bei Oberstdorf steht sogar schon der erste Schneemann. © Jan Eifert/imago
Auch in Österreich schneit es – sogar bis in Tallagen, wie hier im Gasteinertal.
Auch in Österreich schneit es – sogar bis in Tallagen, wie hier im Gasteinertal. © Matthias Markel/X
Eine zugeschneite Straße in Bad Gastein.
Eine zugeschneite Straße in Bad Gastein. © Alexander Haselmayer/X
Auch in der österreichischen Gemeinde Gargellen ist der erste Schnee gefallen.
Auch in der österreichischen Gemeinde Gargellen ist der erste Schnee gefallen. © Gargellen/X
Baden-Württemberg, Feldberg: Das Bismarckdenkmal ist im dichten Nebel zu sehen während noch Schnee auf dem Gras liegt. Auf dem Feldberg im Schwarzwald hat es in der Nacht geschneit.
Baden-Württemberg, Feldberg: Das Bismarckdenkmal ist im dichten Nebel zu sehen während noch Schnee auf dem Gras liegt. Auf dem Feldberg im Schwarzwald hat es in der Nacht geschneit. © Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Einen Wintereinbruch gibt es auch auf dem Grimselpass in der Schweiz.
Einen Wintereinbruch gibt es auch auf dem Grimselpass in der Schweiz. © IMAGO/Anton Geisser
Wintereinbruch auf dem Grimselpass in der Schweiz.
Wintereinbruch auf dem Grimselpass in der Schweiz.  © IMAGO/Anton Geisser
Österreich, Kals am Grosglockner: Wanderer im verschneiten Kalser Ködnitztal. Die Lage in Tirol ist weiterhin ruhig. Schnee ist bis in tiefere Lagen möglich. Oberhalb von 1.500 Metern Seehöhe kann es bis zu einem Meter Neuschnee geben.
Österreich, Kals am Grosglockner: Wanderer im verschneiten Kalser Ködnitztal. Die Lage in Tirol ist weiterhin ruhig. Schnee ist bis in tiefere Lagen möglich. Oberhalb von 1.500 Metern Seehöhe kann es bis zu einem Meter Neuschnee geben.  © Expa/Johann Groder/APA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Lange bleibt der Schnee nicht liegen. Denn in der kommenden Woche wird es schon wieder wärmer und der Schnee schmilzt. Dies bringt jedoch erneute Gefahren von Hochwasser durch Schmelzwasser mit sich.

Italien musste bis vor wenigen Tagen mit einer Extremwetterlage kämpfen. Schwere Unwetter sind über das Land gezogen und hinterließen Überschwemmungen, umgestürzte Bäume sowie Erdrutsche. Vor allem in der Region Piemont und in der Lombardei kam es zu Hochwasser. (vk)

Rubriklistenbild: © Fotomontage Markus Angerer/dpa/Mangold/IMAGO

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