Experte fürchtet „Apokalypse“

Wettermodell rechnet mit katastrophalen Regensummen – Experte fürchtet „Apokalypse“ in Teilen Europas

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Es sind katastrophale Daten, die das europäische Wettermodelle ECMWF am Freitagabend berechnet hat. Laut dem Meteorologen Dominik Jung werden in Teilen Europas massive Niederschläge erwartet.

Frankfurt – Die aktuelle Prognose des europäischen Wettermodells ECMWF ist geradezu bedenklich, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. In den kommenden 10 bis 14 Tagen könnten sich in Europa sintflutartige Regenmengen ergießen, mehr als doppelt so viel wie bei den Unwettern rund um Valencia, das fünffache der Ahrtalflut. Deutschland trafen ähnliche Wetter-Warnungen bereits im September.

„Das europäische Wettermodell berechnete am Freitagabend (29. November) in den kommenden zwei Wochen von Italien über den Balkan bis nach Griechenland flächendeckende Regensummen um 500 bis knapp 1000 Liter. Das wäre eine Apokalypse. Historische Überschwemmungen wären im Südosten Europas die Folge, eine Katastrophe“, fürchtet Jung.

Ein Unwetter hat Ende Oktober in Spanien eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Wetter-Modell rechnet mit katastrophalen Regensummen – schwere Folgen befürchtet

Die Folge neben den massiven Überschwemmungen: Erdrutsche und gefährliche Strömungen in Flüssen und Bächen. Besonders in ohnehin regenanfälligen Regionen wie den Küsten Italiens und Griechenlands drohen katastrophale Zustände. Selbst Todesopfer wären wahrscheinlich unvermeidbar. Meteorologen warnen vor lokalen Extremfällen, bei denen der Regen ganze Landstriche unter Wasser setzen könnte.

„Die Menge entspricht mehr als einem Jahresniederschlag in nur zwei Wochen“, betont Klimaexperte Dominik Jung. Menschen in diesen Gebieten sollten sich auf Verkehrschaos, Evakuierungen und mögliche Stromausfälle einstellen. Auch der Tourismus wird massiv betroffen sein. Der Dezember könnte für die betroffenen Regionen dramatisch starten – die Natur zeigt hier ihre zerstörerische Kraft. Es besteht Gefahr für Leib und Leben, so Jung.

Deutschland erst kalt, dann wieder mild und dann?

Deutschland bleibt von den massiven Niederschlägen verschont. Nach einer akuten Sturmwarnung vor wenigen Tagen, scheint sich die Wetter-Lage vorerst beruhigt zu haben. Nach einem frostigen 1. Advent verläuft die erste Dezemberwoche milder. Später wird es bis zum 2. Advent wieder kälter. Doch ein Wintereinbruch ist anfangs nicht in Sicht. Das könnte sich zwischen den 2. und 3. Advent jedoch ändern. „Polarluftmassen und Schneefälle könnten sich Deutschland nähern, allerdings sind noch einige Details offen“, sagt Wetter-Experte Jung.

Rubriklistenbild: © Alberto Saiz/dpa

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