Unwetter-Katastrophe in Spanien: Todeszahl steigt enorm – Karte zeigt Gebiet der Sturzfluten
VonMoritz Bletzinger
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Über 150 Menschen starben bei heftigen Unwettern in Spanien, weitere werden vermisst. Eine Karte zeigt, wo die Unwetter das Land trafen.
Update vom 1. November, 13.07 Uhr:Die Opferzahl in Spanien ist massiv gestiegen. Mindestens 205 Tote melden die Behörden offiziell, fast alle davon in der besonders schwer getroffenen Provinz Valencia. Voraussichtlich wird die Todeszahl weiterhin in die Höhe gehen, wenn Schlamm und Schutt bei den voranschreitenden Aufräumarbeiten beseitigt werden.
Update vom 31. Oktober, 10.22 Uhr: Bis zum Donnerstagmorgen ist die Zahl der Unwetter-Toten in Spanien auf mindestens 95 gestiegen (Stand: 10 Uhr). In den schwer getroffenen Regionen Valencia und Andalusien gehen die Such- und Aufräumarbeiten seit Sonnenaufgang mit Hochdruck weiter. Überstanden hat Spanien die kritische Lage allerdings noch nicht, der Wetterdienst Aemet warnt vor den nächsten Sturzfluten. Diesmal etwas weiter nördlich, in der Provinz Castellón.
Erstmeldung vom 30. Oktober, 11.33 Uhr: Valencia – Verheerende Unwetter pflügten am Mittwoch (30. Oktober) über Spanien. Getroffen wurden die für den Tourismus bedeutende Mittelmeerregionen im Süden und Osten des Landes.
Valencia, Murcia und Andalusien hart getroffen: Karte zeigt, wo Unwetter in Spanien wüteten
Vom Mittelmeer zogen die Sturzfluten über die östlichen Küstenregionen in den Süden von Spanien. Hinterließen dabei schwere Verwüstung vor allem in den Regionen um die Metropole Valencia, die Universitätsstadt Murcia und große Teile von Andalusien im Süden. Die Karte zeigt, wie großflächig die Unwetter zugeschlagen haben. Aktuell gilt eine Unwetter-Warnung für zehn der 17 autonomen Regionen in Spanien.
Zahlreiche Tote und Vermisste nach Unwettern in Spanien
51 Tote meldete der Katastrophenschutz in der östlichen Region Valencia (Stand: 30. Oktober, 11 Uhr). In der südöstlichen Provinz Albacete werden zudem mindestens sechs Menschen vermisst.
Verheerende Unwetter in Spanien mit zahlreichen Toten: Fotos zeigen Ausmaß von Überschwemmungen und Sturzfluten
Mit Drohnen läuft die Suche nach den Vermissten ausgehend vom Ort Letur. Im TV waren am Dienstag (29. Oktober) Bilder von gewaltigen Wassermassen und weggespülten Autos zu sehen.
Zug aus Malaga entgleist wegen Steinschlag – Verkehr in Spanien stark eingeschränkt
In Andalusien sorgte ein Steinschlag dafür, dass ein Zug mit knapp 300 Fahrgästen entgleist ist. Der AVE-Hochgeschwindigkeitszug sollte von Málaga nach Madrid, geriet aber schon kurz nach Fahrtbeginn nahe der Gemeinde Álora von den Gleisen ab. Immerhin: Verletzte gab es dabei laut der spanischen Bahngesellschaft Renfe keine.
Im Süden und Osten von Spanien sind Flug- und Bahnverkehr stark eingeschränkt. Grund dafür sind heftige Hagelfälle und starke Windböen mit bis zu 80 km/h. Außerdem wurden auch zahlreiche Autobahnen und Landstraßen wegen Überschwemmungen und Erdrutschgefahr gesperrt. Aus dem Küstenort El Ejido bei Almería berichtete ein Landwirt der Zeitung El País von Hagelkörnern in der Größe von Golfbällen. Er sagt: „Es schien wie der Weltuntergang.“
Unwetter zogen vom Mittelmeer nach Spanien: Entspannung wohl nicht vor Donnerstag
Die Unwetter waren von Osten aus über Spanien gezogen, hatten die Insel Mallorca bereits am Montag (28. Oktober) erfasst. Der Wetterdienst Aemet rechnet damit, dass sich die Lage auf dem spanischen Festland erst am Donnerstag entspannt. (moe)