Zyklon-Alarm

Rosa Schnee in den Alpen: Gefährlicher Wirbelsturm bringt wohl außergewöhnliches Wetter-Phänomen

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Schnee-Walze und Wüstensand: Die piemontesischen Alpen dürften am Sonntag in Rosa gehüllt werden.
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Ein Zyklongebiet rollt auf Italien zu. Das Land wird von heftigen Unwettern gebeutelt. Dazu kommen zwei Meter Neuschnee in den Alpen, die sich rosa färben könnten.

München – „Schaltjahre sind Katastrophenjahre“, besagt ein italienisches Sprichwort und aktuell scheint am Aberglauben tatsächlich etwas dran zu sein. Unwetter toben in Norditalien. Das halbe Land steht unter Wasser, Schulen waren wegen Überschwemmungen geschlossen und in Venetien gilt Alarmstufe Rot, in 15 weiteren Regionen Alarmstufe Gelb. Überstanden hat Italien das Extrem-Wetter noch lange nicht, mindestens bis zum Wochenende dürfte es anhalten.

Zyklongebiet beutelt Italien: Unwetter von Emilia-Romagna bis Sardinien

Der Sonntag (3. März) werde „ein Datum, dass man sich im Kalender als ‚furchtbar‘ eintragen wird“, schreibt La Repubblica. Ein Zyklon prallt im Mittelmeer von Luftmassen ab und driftet auf Italien zu. Im Osten wird der Wirbel von einem Hochdruckgebiet blockiert. Die Folge: Das Zyklongebiet verschärft sich, bringt am Donnerstag heftiges Unwetter nach Emilia-Romagna und bis zum Wochenende verheerende Wirbelstürme nach ganz Italien.

Extrem-Wetter in Italien besorgt voraussichtlich rosa Schnee in den Alpen

Zwei Meter Neuschnee erwartet das Wetterportal Il Meteo am Sonntag in den Piemonteser Alpen. Aber die Schnee-Walze kommt nicht allein. Gleichzeitig trägt der Scirocco-Wind voraussichtlich eine Ladung Wüstenstaub aus Nordafrika in die europäischen Berge.

Die Folge: Ein außergewöhnliches Naturphänomen. Vermischt mit rotem Sand dürfte sich der Schnee in den Alpen rosa färben.

Dabei ist der rosa Sand-Schnee nicht mit „Wassermelonen“-Schnee zu verwechseln. Hinter dem Naturphänomen aus den USA steckt eine Alge, die die Berggipfel romantisch einfärbt – völlig ungefährlich für den Menschen.

Schnee-Keule im Alpenraum: Hohe Lawinengefahr

Die Farbe ist auch in den italienischen Alpen nicht ungefährlich, der Schnee in dieser Menge allerdings schon. Die Lawinenstufe wurde massiv erhöht, ein Tal sogar evakuiert. Etliche Schneebretter gingen bereits in den vergangenen Tagen ab, in Südtirol starb ein Deutscher bei einer Lawine. Und die Gefahr dürfte nicht weniger werden: Jetzt kommt die Schnee-Keule, dann Tauwetter. (moe)

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