Unwetter-Alarm im Süden

Urlaubs-Schock an Ostern: Italien-Pläne lieber überdenken – Wetterexperte nennt Alternativ-Ziele

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Regenflut statt Sonnenbad: In Südeuropa herrschen zu Ostern Unwetter und Hochwasser. Diese Ziele sind jetzt überraschend sicher – sogar Deutschland punktet.

Update vom 15. April, 11.12 Uhr: Im Alpenraum werden die Oster-Unwetter jetzt zu Schnee. Bis zu 1,5 Meter können im Piemont und dem Aostatal fallen. Und das erhöht das Lawinenrisiko erheblich, die Behörden warnen.

Erstmeldung vom 14. April, 14.00 Uhr: München – Wer an sonnige Strände, Cafébesuche unter Palmen und entspannte Ausflüge in pittoresken Altstädten gedacht hat, wird dieses Jahr zu Ostern bitter enttäuscht. Das Wetter hat andere Pläne – und die treffen ausgerechnet die beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Eine Kanareninsel wurde vom Regen überschwemmt. Von Portugal über Südfrankreich bis Norditalien heißt es aktuell „Land unter“. Heftiger Dauerregen, Gewitter und sogar lebensbedrohliche Sturzfluten sorgen für Chaos.

In Norditalien und der Region um Rom werden zwischen 200 und 300 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet – Werte, die sonst in mehreren Monaten fallen. „Das sind für die Jahreszeit außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen“, warnt Diplom-Meteorologe und Sachbuchautor Dominik Jung von wetter.net. In Spanien reißen Unwetter sogar Autos ins Meer. „Die südlichen Regionen Europas sind derzeit massiv wetteranfällig – besonders durch stationäre Gewitter, die hohe Regenmengen auf engem Raum bringen. Das erhöht das Risiko für Erdrutsche und Überschwemmungen dramatisch.“

Die Wetterlage kippt Europas Urlaubspläne: Wohin man jetzt noch sicher reisen kann

Während in klassische Mittelmeerregion zu Ostern kritischer Wetter-Alarm herrscht, zeigt sich das Wetter ausgerechnet in Mitteleuropa, der Türkei und Teilen Griechenlands von seiner freundlicheren Seite. Die Türkei bleibt beinahe vollständig trocken, bei milden Temperaturen und viel Sonnenschein – ideal für einen kurzfristigen Osterurlaub. Auch Griechenland kommt glimpflicher davon: Zwar sind gelegentliche Schauer möglich, doch massive Unwetter bleiben voraussichtlich aus.

In Südeuropa wird die Karwoche eine ziemlich nasse Angelegenheit. Von Portugal, Spanien über Südfrankreich bis auf den Balkan kommt es zu heftigen Regenfällen.

Noch überraschender: Auch in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg könnte man jetzt entspannter urlauben als an der Côte d’Azur oder am Gardasee. Wer es nicht zu heiß mag und flexible Pläne hat, kann sogar an Nord- und Ostsee ein paar schöne Tage erwischen – mit Sonne, frischem Wind und zumindest trockenerem Wetter als im Süden Europas.

Wetter-Alarm für den Süden: Italien-Pläne lieber überdenken – Meteorologe rät zum Kurzurlaub „um die Ecke“

Die Ursache für das Unwetterchaos liegt in einer hartnäckigen Tiefdruckbrücke, die seit Wochen über Südeuropa festhängt. Diese führt immer wieder feuchte Luftmassen heran, die sich über dem Mittelmeer aufladen und dann in Form heftiger Regenfälle abregnen. Gleichzeitig sorgt ein Hoch über Mitteleuropa dafür, dass der Norden vergleichsweise stabil bleibt. Wer also in den Osterferien nicht auf dem Hotelzimmer festsitzen oder vor Hochwasser fliehen will, sollte seine Pläne überdenken. Statt Flugreise nach Italien oder Südfrankreich lohnt sich in diesem Jahr vielleicht wirklich der Kurzurlaub „um die Ecke“ – oder einfach entspannte Feiertage auf Balkonien.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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