Experte fürchtet Minus-Rekorde

„Da könnte Großes bevorstehen“: Wettermodelle kippen völlig – kältesten Winter-Tage möglich

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Auf einen milden Januar sollte ersten Prognosen zufolge ein frühlingshafter Februar folgen – oder doch nicht? Die Vorhersagen scheinen zu kippen.

München – Der Frühling ist vorbei, kommt jetzt die Eiszeit? Während in Deutschland vor wenigen Tagen noch fast 20 Grad gemessen wurden, droht nun ein massiver Temperatursturz. Alle führenden Wettermodelle zeigen eine eiskalte Ostlage, die nicht nur Deutschland, sondern weite Teile Europas in einen frostigen Würgegriff nehmen könnte. Die ersten Experten warnen bereits vor extremen Entwicklungen. Was bedeutet das für uns?

„Da könnte was Großes bevorstehen“: Wettermodelle kippen völlig

Noch am vergangenen Wochenende (25. und 26. Januar) gab es fast frühlingshafte Temperaturen. Doch dieser kurze Wetter-Traum ist vorbei. Die Modelle sind sich einig: Es wird eiskalt! Statt milder 15 bis 19 Grad müssen wir uns auf Temperaturen um 0 bis 5 Grad einstellen – und das ist erst der Anfang. Ein mächtiges Hochdruckgebiet aus Russland bringt eine eiskalte Ostlage mit sich, die für einen regelrechten Kälteschock sorgen könnte.

Bis zu -40 °C werden innerhalb des mächtigen Russlandhochs erreicht. Das Hoch verschiebt sich langsam in Richtung Osteuropa.

„Da könnte vielleicht was Großes bevorstehen“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Das mächtige Hoch zieht unaufhaltsam Richtung Mitteleuropa. Und je nachdem, wie weit es vordringen kann, könnten eisige Rekordtemperaturen möglich sein.

Eishauch aus Sibirien: Bis zu -40 Grad drohen

Innerhalb des Kältebollwerks im Osten werden dabei Tiefstwerte von bis zu -40 Grad registriert. Diese Luftmassen strömen nun langsam gen Westen – und treffen auf das milde Wetter der vergangenen Tage. Was passiert, wenn die frostige Ostluft auf das feuchte Grünlandtief trifft? Meteorologen warnen vor einer brisanten Mischung, die nicht nur eisige Temperaturen, sondern auch extremes Winterwetter bringen könnte. Die gefühlten Temperaturen werden durch den starken Ostwind noch extremer sein. Was aktuell bei 0 bis 5 Grad gemessen wird, kann sich in Kombination mit dem Wind schnell wie -10 Grad oder kälter anfühlen.

Weihnachten vor über 50 Jahren: Wie Schneemassen damals München verzauberten

Wir reisen in die Vergangenheit und werfen einen Blick auf München in den 70er Jahren.
Design ohne Titel - 2025-11-27T152042.434.jpg © Heinz Gebhardt/IMAGO
Die letzten Weihnachtskäufe 1970 erledigen: Münchner stapfen Richtung Karlstor.
Die letzten Weihnachtskäufe 1970 erledigen: Münchner stapfen Richtung Karlstor. © Heinz Gebhardt/IMAGO
Ein Mann befreit sein Auto von den Schneemassen, während ein Plakat bereits für den Sommerurlaub wirbt.
Ein Mann befreit sein Auto von den Schneemassen, während ein Plakat bereits für den Sommerurlaub wirbt. © Heinz Gebhardt/IMAGO
„Brücke gesperrt, bitte Unterführung benutzen“: Den Münchnern scheint das 1970 reichlich egal.
„Brücke gesperrt, bitte Unterführung benutzen“: Den Münchnern scheint das 1970 reichlich egal. © Heinz Gebhardt/IMAGO
Manch einer trägt sogar sein Rad die verschneiten Stufen hinauf.
Manch einer trägt sogar sein Rad die verschneiten Stufen hinauf. © Heinz Gebhardt/IMAGO
Ausrutschen gehört beim weihnachtlichen Schneechaos wohl dazu, Hilfe ist direkt zur Stelle.
Ausrutschen gehört beim weihnachtlichen Schneechaos wohl dazu, Hilfe ist direkt zur Stelle. © Heinz Gebhardt/IMAGO
Münchner Hauptbahnhof 1970: Ein Langläufer quetscht sich an den Autos vorbei.
Münchner Hauptbahnhof 1970: Ein Langläufer quetscht sich an den Autos vorbei. © Heinz Gebhardt/IMAGO
Weihnachtsgeschenke auf Ski in München besorgen? Beim Schneechaos 1970 kurz vor Weihnachten ganz normal.
Weihnachtsgeschenke auf Ski in München besorgen? Beim Schneechaos 1970 kurz vor Weihnachten ganz normal. © Heinz Gebhardt/IMAGO
Ein Skifahrer fährt über die Stachusbrücke zum Karlstor.
Ein Skifahrer fährt über die Stachusbrücke zum Karlstor. © Heinz Gebhardt/IMAGO
Weiter geht‘s über die Bayerstraße.
Weiter geht‘s über die Bayerstraße. © Heinz Gebhardt/IMAGO
Ein Schneemann im verschneiten Grünwalder Stadion mit der Nachricht „Spiel fällt aus“.
Ein Schneemann im verschneiten Grünwalder Stadion mit der Nachricht „Spiel fällt aus“. Aufgenommen wurde das Foto Anfang Januar 1970. © IMAGO / WEREK
Skifahren im Stadion an der Grünwalder Straße 1970: Eine junge Frau nutzt die widrigen Bedingungen optimal aus.
Skifahren im Stadion an der Grünwalder Straße 1970: Eine junge Frau nutzt die widrigen Bedingungen optimal aus. © IMAGO / WEREK
Schnee auf den Schirmen am Viktualienmarkt, 1973.
Schnee auf den Schirmen am Viktualienmarkt, 1973. In dem Jahr gab es den ersten Schnee bereits am 18. Oktober. © IMAGO/ZUMA/Keystone
Eingeschneit 1971: Das Münchner Olympiastadion zum Winterbeginn.
Eingeschneit 1971: Das Münchner Olympiastadion zum Winterbeginn.  © IMAGO / WEREK
Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 1972. Bauarbeiter im Olympiapark entzünden Christbaum.
Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 1972. Bauarbeiter im Olympiapark sitze vor einem kleinen Christbaum. © Heinz Gebhardt/IMAGO
Aufgenommen im Winter 1971: Ein Schimpanse im Münchner Tierpark Hellabrunn freut sich über den Schnee.
Aufgenommen im Winter 1971: Ein Schimpanse im Münchner Tierpark Hellabrunn freut sich über den Schnee. © IMAGO / ZUMA/Keystone

Deutschland am Kälte-Scheideweg – kältesten Winter-Tage möglich

Wie weit dringt die Mega-Kälte vor? Wird das eisige Russlandhoch Deutschland in eine frostige Schockstarre versetzen? Oder hält das milde Grünlandtief dagegen? Noch ist nichts entschieden, doch eines ist sicher: Die kommende Woche wird eisig.

Sollte sich das Eishoch weiter nach Westen schieben, könnten uns die kältesten Tage dieses Winters bevorstehen – vielleicht sogar mit neuen Temperaturrekorden. Die nächsten Tage werden zeigen, ob uns ein historischer Wintereinbruch erwartet oder ob Deutschland noch einmal mit einem blauen Auge davonkommt. Doch eines steht fest: Der Winter ist zurück – und er könnte es in sich haben.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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