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Die Aktivrente bietet neue Möglichkeiten. Doch ein Missverständnis sorgt für Aufregung. Das müssen Rentner bei der geplanten Renten-Neuerung beachten.
Berlin – Ein Sofortprogramm der Bundesregierung plant die Einführung der Aktivrente. Eine unerwartete Äußerung von Hendrik Hoppenstedt, dem Parlamentarischen Geschäftsführer der Unionsfraktion, sorgte jedoch kürzlich für Verwirrung. Es lohnt sich, die Details der Aktivrente genauer zu betrachten.
Verwirrungen um geplante Aktivrente: CDU-Politiker entschuldigt sich
In der Phoenix-Sendung „Unter den Linden“ am Dienstag, dem 3. Juni, äußerte Hoppenstedt, das neue Rentenprogramm der Regierung sei nicht auf einen Hinzuverdienst ausgelegt. Er sagte wörtlich: „Ich kriege dann ja keine Rente, wenn ich weiter verdiene.“ Bereits am nächsten Morgen räumte Hoppenstedt ein, dass er das Rentenkonzept in der Live-Sendung falsch dargestellt hatte. Auf Instagram schrieb er: „Ich habe mich in der Hitze des verbalen Gefechts schlicht vertan und bitte das zu entschuldigen.“
Was die Aktivrente bedeutet: Steuerfrei 2000 Euro mehr für Senioren
CDU-Generalsekretär Linnemann stellte bei Welt und Business Insider klar: „Bei der Aktivrente muss man nicht auf gesetzliche Rente verzichten. Der Bezug der gesetzlichen Rente ist Voraussetzung für die Aktivrente.“ Personen, die bereits Rente beziehen und freiwillig weiterarbeiten möchten, könnten bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei verdienen, ohne Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen zu müssen.
Im Koalitionsvertrag wird dies ebenfalls festgehalten: „Arbeiten im Alter machen wir mit einer Aktivrente attraktiv. Wer das gesetzliche Rentenalter erreicht und freiwillig weiterarbeitet, bekommt sein Gehalt bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei. Wir erleichtern die Rückkehr zum bisherigen Arbeitgeber nach Erreichen der Regelaltersgrenze, indem wir das Vorbeschäftigungsverbot aufheben und dadurch befristetes Weiterarbeiten ermöglichen.“
Individuelle Beratung: Was bei der Aktivrente beachtet werden sollte
Das Konzept klingt einfach, doch angehende Rentner sollten verschiedene Optionen abwägen. Es könnte sinnvoll sein, zu prüfen, ob ein früherer Renteneintritt mit einem höheren steuerfreien Rentenanteil vorteilhafter ist. Oder ob längeres Arbeiten, das zusätzliche Rentenpunkte einbringt, eine höhere monatliche Rente sichert.
Die Rentenversicherung, private Rentenberater oder der Sozialverband VdK bieten Unterstützung bei solchen Berechnungen. Es gibt auch Modelle, bei denen nur eine Teilzeitrente bezogen wird, was zu Abschlägen führen kann, aber das Steuerniveau festlegt. Steuerlast und Sozialversicherungsbeiträge sollten bei allen Überlegungen stets berücksichtigt werden.
Rubriklistenbild: © IMAGO / Zoonar / Iuliia Zavalishina
