Ruhestand

Rentenerhöhung im Jahr 2024 – dann könnten Rentner ein Problem bekommen

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Für deutsche Rentner gab es die bisher letzte große Rentenerhöhung im Juli 2023. Im Jahr 2024 folgt noch eine. Dann haben sie wohl ein Problem.

Hamm – Für viele Rentner ist das ein Traum: Im Jahr 2024 soll es noch mal eine Erhöhung der Rente geben. Dabei gibt es allerdings ein Problem. Wenig später dürfte es einen kleinen „Schock“ geben. Ein Renten-Experte jedenfalls ist sich sicher.

Rentenerhöhung im Jahr 2024 – aber dann ist für Rentner erstmal Schluss

Erst im Juli 2023 wurde zuletzt die Rente erhöht. Eine Tabelle zeigt, um wie viel der Betrag pro Monat gestiegen ist. Das sind allerdings die Bruttobeträge, also die Beträge vor Abzug zu Kranken- und Pflegeversicherung. Auch blieb die Erhöhung hinter der Inflation zurück – trotzdem hatten die etwa 21 Millionen deutschen Rentner, die zum Teil ihre Rente im Ausland genießen, am Ende etwas mehr Geld in der Tasche als vorher. Im nächsten Jahr wird das wohl wieder der Fall sein.

Im Jahresschnitt sei der Rentenwert seit 2012 im Westen insgesamt um 26 Prozent und im Osten um 40 Prozent gestiegen, die Preise im gleichen Zeitraum aber nur um 20 Prozent, hieß es vom Bundessozialministerium, wie merkur.de berichtet. Außerdem wurde mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung der Rentenwert Ost an den im Westen angeglichen. Der Rentenwert gibt dabei an, wie viel ein sogenannter Entgeltpunkt wert ist. Diese sammeln Rentenversicherte über die Jahre, in denen sie arbeiten. Multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert, ergibt sich daraus später die Rente. Er beträgt nun einheitlich 37,60 Euro.

Die Top 10 der besten Länder für die Rente im Ausland

Der Sandstrand in San Andres (Kolumbien).
Kolumbien hat es auf Platz 10 geschafft – das Land bietet nämlich nicht nur ein tropisches Klima mit Traumstränden und Sonne das ganze Jahr über. Laut „Retirement Index“ hat Kolumbien auch gutes Gesundheitssystem. Für rund 1.000 US-Dollar im Monat kann man in Kolumbien außerdem ein gutbürgerliches Leben in kleineren Städten leben, für 2.000 Dollar in der Hauptstadt Bogota.  © Imago
Blick auf die Insel Kho Mak in Thailand
Dass Thailand für europäische Auswanderer ein Paradies ist, ist schon lange bekannt. Für Rentner lohnt es sich aber ganz besonders, weil es für Menschen ab 50 Jahren Sonderkonditionen für Langzeitvisen gibt. Zudem sind die Immobilienpreise hier besonders attraktiv: Eine Zweizimmerwohnung kann in Thailand für unter 30.000 Dollar erworben werden.  © IMAGO/Fokke Baarssen
Der Hafen von Portofino, Genua in Italien
Wer lieber in Europa bleiben will, sollte sich Italien für die Rente genauer ansehen. Im Süden bleibt das Wetter auch im Winter warm mit Temperaturen um die 20 Grad. Laut „Retirement Index“ liegt Italien außerdem auf Platz 2 der besten Gesundheitssysteme der Welt. Die Lebenshaltungskosten liegen zwar höher als im Rentnerparadies Thailand. Aber für rund 2.500 Euro im Monat halten sich die Kosten auch hier in Grenzen.  © Imago
Étretat in der Normandie (Frankreich)
Solange man sich nicht gerade Paris aussucht, kann man sich als Rentner in Frankreich ein sehr schönes Leben machen. An der Côte d‘Azur ist es auch im Winter warm und sonnig, und für rund 200.000 Euro kann man sich schon ein Häuschen leisten. Das Gesundheitssystem ist ebenfalls sehr gut und günstig - ein normaler Arztbesuch kostet unter 10 Euro.  © Pixabay
Die Insel Santorin in Griechenland
An 250 Tagen im Jahr scheint in Griechenland die Sonne. Kein Wunder also, dass es im „Retirement Index“ auf Platz 7 liegt. Zudem sind die Lebenshaltungskosten niedriger als in Deutschland, da die Griechen durchschnittlich mit unter 20.000 Euro im Jahr auskommen muss.  © Pixabay
Die kleine Stadt Nerja im Süden von Spanien
In Spanien können Rentner für weniger als 2.500 Dollar im Monat ein gutes Leben führen. Vor allem außerhalb der größeren Städte sind die Lebenshaltungskosten niedriger als in Deutschland. Die Essenskultur der Spanier ist ein echtes Highlight - und ein 3-Gänge-Menü kann in der Regel für weniger als 20 Euro geschossen werden. Außerdem ist Spanien eines der sichersten Länder Europas. © IMAGO/Martin Silva Cosentino
Regenwald und Sandstrand in Costa Rica
Wer den Lebensabend in den Tropen verbringen will, könnte sich Costa Rica aussuchen. Im „Retirement Index“ liegt das Land auf Platz 5. Für 3.000 US-Dollar im Monat kann ein Rentner-Paar ein schönes Leben führen, inklusive Wohnung. Wer über mehr Geld verfügt, kann schon fast im Luxus leben. Zudem gibt es wunderschöne Strände und Sonne das ganze Jahr über.  © Victor Bordera/Imago
Der Kratersee Quilotoa in den Anden von Ecuador
Es gibt nur wenige Länder, in denen die Lebenshaltungskosten so niedrig sind wie in Ecuador. Ein Rentner-Paar kann hier für 1.800 Dollar im Monat alles bekommen, was es zum Leben braucht. Kleine Wohnungen an der Pazifikküste gibt es für unter 150.000 Dollar zu kaufen. Neben den Stränden gibt es die Bergkulisse der Anden - es ist also für jeden was dabei.  © Imago
Die Stadt Bocas del Toro in Panama
Auch Panama kann mit niedrigen Lebenshaltungskosten und einem gehobenen Lifestyle bei Rentnern punkten. Für 150.000 Dollar können hier schöne Wohnungen gekauft werden. Zum Leben braucht man rund 1.000 Dollar Rente im Monat - in Deutschland gilt man mit dem Einkommen als armutsgefährdet, in Panama lebt man im Luxus. Es gibt auch ein Rentner-Visum, das relativ problemlos zu bekommen ist.  © Imago
Die Stadt Puerto Escondido an der Küste von Mexiko
Auf Platz 2 im „Retirement Index“ steht Mexiko. Rentner können hier für rund 800 US-Dollar im Monat ein entspanntes Leben führen, mehr braucht es nicht. Das Land hat außerdem ein modernes Gesundheitssystem, Arztbesuche kosten zwischen 300 und 800 Dollar im Jahr. Mit einem Kurzzeitvisum kann man vier Jahre lang in dem Land leben - muss das Visum aber jährlich aktualisieren.  © Imago
Spätsommer an der portugiesischen Algarve zwischen Portimao und dem Cabo de Sao Vicente / Die herrliche Badebucht Praia
Das beste Land für Rentner im Jahr 2023 ist Portugal. Warum? Weil es alle Wünsche erfüllt: Das Klima ist immer genau richtig, die Landschaft atemberaubend schön und es ist eines der sichersten Länder der Welt. Das Gesundheitssystem wird von der Weltgesundheitsorganisation auf Platz 12 der besten der Welt gesehen. Ein Ehepaar kommt mit 2.500 Dollar im Monat leicht über die Runden. © IMAGO/Rex Schober

Saftige Rentenerhöhung auch im Jahr 2024

Im kommenden Jahr ist also nun erneut mit einer deutlichen Erhöhung der Rente zu rechnen. Experten kommen zu diesem Rückschluss, da diese von der Lohnentwicklung abhängt. „Ab Mitte 2024 bekommen Rentner ein Plus von mindestens 5,5 bis sechs Prozent“, sagte der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen unlängst der Bild. „Wenn es noch weitere Erhöhungen bei den Lohntarifen in diesem Jahr gibt, könnten die Renten sogar noch weit über sechs Prozent steigen.“

Auch Jens Boysen-Hogrefe vom Kiel Institut für Weltwirtschaft hält dies für möglich. „Die Rentenanpassung im kommenden Jahr könnte noch mal stärker ausfallen als dieses Jahr“, wird er von der Bild zitiert. Dann aber könnte plötzlich Schluss sein und die von Erhöhungen verwöhnten Rentner könnten ein Problem bekommen.

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Ab 2025 könne mit saftigen Rentenerhöhungen „Schluss sein“

Der Rentenexperte Johannes Geyer vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DiW) erwartet laut Bericht nämlich ein baldiges Ende der deutlichen Rentenerhöhungen. Ab 2025 könne damit „Schluss sein“, sagte er. Der Grund: Es gebe dann keine Haltelinie mehr für das Rentenniveau. Stattdessen würde „der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel“ greifen. Die Renten werden dann nicht so stark steigen wie die Löhne. Ein Plus von über drei beziehungsweise fünf Prozent sei dann „äußerst unwahrscheinlich“.

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa/Illustration

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