Nach schweren Unwettern

Vollsperrung der A1: Massive Schäden – „überaus komplex“

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Auf der Autobahn A1 ist ein Teil der Fahrbahn und der Lärmschutzwand in die Erft gestürzt.
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Das Unwetter in NRW hat massive Schäden auf den Autobahnen angerichtet. Durch Überschwemmungen ist die A1 bei Köln und Leverkusen teils gesperrt.

Köln/Düsseldorf – Der Starkregen in NRW hat auf den Straßen für Chaos, Vollsperrungen und Behinderungen gesorgt. Während rund um Köln, Düsseldorf und Leverkusen zahlreiche Autobahnen von Überschwemmungen betroffen waren, trifft es die Autobahn 1 besonders stark. Der langanhaltende Regen und das Hochwasser sorgten nicht nur für Vollsperrungen auf den Autobahnen A1 und A61, sondern verursachten immense Schäden. Die Reparaturen der A1 und A61 könnten Monate andauern.

Die Experten der Autobahn GmbH erfassen und bewerten weiterhin mit Unterstützung externer Experten die Lage. Schon jetzt steht aber fest: Das Schadensausmaß sei „überaus komplex“, so die Autobahn GmbH Rheinland in einer Mitteilung. Insgesamt seien im Rheinland etwa 90 Kilometer Autobahn von Flutschäden betroffen.

Volsperrung A1: Schäden auf auf Autobahn im Überblick

  • Die A1 ist zwischen der Anschlussstelle Hürth und dem Autobahndreieck Erfttal seit Donnerstagabend, etwa 23:30 Uhr, in beiden Fahrtrichtungen vollgesperrt. In Fahrtrichtung Koblenz ist die Vollsperrung seit Freitagmorgen, etwa 1:30 Uhr, ausgeweitet worden ab dem Autobahnkreuz Köln-West. Hier war die Fahrbahn überschwemmt und ist abgängig.
  • Die Lärmschutzeinhausung in Köln-Lövenich war am Mittwochabend, etwa 21 Uhr, für mehrere Stunden vollgesperrt. Die Pumpen konnten die Wassermassen nicht bewältigen. Dadurch war die A1 in beiden Fahrtrichtungen zwischen dem Autobahnkreuz Köln-West und der Anschlussstelle Köln-Bocklemünd vollgesperrt.
  • Hinweis: Auf der A1 zwischen den Anschlussstellen Köln-Lövenich und -Bocklemünd stehen bis auf Weiteres in Fahrtrichtung Dortmund nur zwei von drei Fahrspuren zur Verfügung. Infolge des Unwetters rutschte hier die Böschung auf einer Länge von circa 1,5 Kilometer ab und die Fahrbahn wurde stellenweise unterspült. Die Autobahn GmbH Rheinland rechnet mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten Ende September/Anfang Oktober
  • Die A1 war im Autobahnkreuz Leverkusen von Mittwochabend, etwa 19 Uhr, bis Sonntagmittag, etwa 13:30 Uhr, in beiden Fahrtrichtungen vollgesperrt. Zudem war keine Überfahrt möglich von der A3 auf die A1 nach Dortmund sowie von der A1 aus Dortmund kommend auf die A3. Die A1 war im Bereich des Autobahnkreuzes überflutet.
  • Die A1 war in Fahrtrichtung Köln zwischen der Anschlussstelle Burscheid und dem Autobahnkreuz Leverkusen seit Donnerstagmorgen, etwa 0 Uhr, vollgesperrt. Im Laufe der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde die Vollsperrung ausgeweitet auf den Bereich zwischen der Anschlussstelle Wermelskirchen und dem Autobahnkreuz Leverkusen in beiden Fahrtrichtungen. Am Sonntagmittag, etwa 13:30 Uhr, wurde die Strecke wieder freigegeben. Dort war die Fahrbahn überflutet.
  • Im Autobahndreieck Erfttal (A1/A61) sind seit Freitagmittag, etwa 11.30 Uhr, der Seitenstreifen und die Lärmschutzwand abgängig. Aufgrund von Vollsperrungen der A1 und A61 ist das Autobahndreieck Erfttal derzeit nicht unter Verkehr.

Hochwasser in NRW: Ermittlung der Schäden auf der A1 laufen

Zwar habe sich die Lage auf den Straßen leicht entspannen können, allerdings sei die Situation „sehr komplex“, so die Autobahn GmbH. Während die für die Region wichtige Strecke auf der A1 zwischen Wermelskirchen und dem Autobahnkreuz Leverkusen wieder befahrbar ist, sieht die Situation auf der A61 schwierig aus. So ist auf der A61 zwischen dem Autobahnkreuzen Kerpen und Meckenheim teilweise „überhaupt keine Fahrbahn mehr vorhanden“, so die Autobahn GmbH Rheinland. Wann mit den Reparaturarbeiten etwa an der stark beschädigten Autobahn 61 begonnen werden könne, sei noch nicht abzusehen, so die Autobahn GmbH am Mittwoch (21. Juli).

Andere Vollsperrungen, zum Beispiel auf der A1 im Kölner Westen oder auf der A46 zwischen Düsseldorf und Wuppertal, konnten in den vergangenen Tagen ebenfalls schnell beseitigt werden. Allerdings könne die Autobahn GmbH Rheinland zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Zahlen und Daten zum konkreten Schadensausmaß nennen. Die Lage auf den Autobahnen müsse noch abschließend bewertet werden.

Doch nicht nur die Autobahnen sind schwer vom Unwetter getroffen, auch sorgt das Hochwasser für Ausfälle und Störungen auf der Schiene im Fernverkehr. Allein in Nordrhein-Westfalen sind etwa 600 Kilometer Gleise betroffen, auch bei der Deutschen Bahn laufen die Schadensermittlungen auf Hochtouren. (jaw)

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 5. August inhaltlich ergänzt und aktualisiert.

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