Unwetter in NRW

Schäden auf der A61: Teilweise „keine Fahrbahn mehr vorhanden“

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Die Fahrbahn auf der Autobahn 61 ist nach dem Unwetter in NRW eingebrochen.
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Das Unwetter in NRW hat massive Schäden auf den Autobahnen angerichtet. Zum Teil ist zum Beispiel auch die A61 noch gesperrt.

Köln/Düsseldorf – Chaos, Vollsperrungen und Stau prägten die Lage auf den Autobahnen im Rheinland nach der Flutkatastrophe im Juli. Durch das Unwetter in NRW wurden Straßen zum Teil schwer beschädigt. Schäden gab es neben der Autobahn 1 auch auf der Autobahn 61. Die Reparaturen der A1 und A61 könnten Monate andauern, hieß es im Juli. Insgesamt seien im Rheinland etwa 90 Kilometer Autobahn von Flutschäden betroffen.

Die größten Schäden auf der A1 im Überblick – manche Abschnitte sind zum Teil wieder frei

  • An der Anschlussstelle Gymnich in Fahrtrichtung Koblenz hatte die „Kleine Erft“ im Bereich des Bauwerks über das Gewässer am Widerlager Material ausgespült und den Standstreifen unterspült. Zudem war an der Anschlussstelle Gymnich die Böschung abgerutscht.
  • Bei Swisstal hatte der „Schießbach“ die A61 sowie das Bauwerk auf kompletter Fahrbahnbreite zerstört. Wegen enormer Wassermassen war die Fahrbahn zwischen dem Autobahnkreuz Bliesheim und Meckenheim gesperrt. Auch beim Autobahnkreuz Kerpen kam es zu Überflutungen. An mehreren Stellen, besonders im Bereich der Anschlussstellen Gymnich und Swisttal war die Fahrbahn abgängig.
  • Hinweis: Auf der A61 ist die Sperrung zwischen Kerpen und Meckenheim wieder aufgehoben
  • Hinweis: Ebenfalls ist auch der Abschnitt auf der A61 zwischen Erftstadt-Gymnich und Kerpen-Türnich in Richtung Venlo frei
  • Hinweis: Auch die Anschlussstelle Erftstadt auf der A61 ist in Fahrtrichtung Koblenz wieder befahrbar.

Unwetter in NRW: Schäden auf der A46 und A553

  • Die A46 in Fahrtrichtung Wuppertal war zwischen der Anschlussstelle Haan-Ost und dem Sonnborner Kreuz am vollgesperrt. Die Fahrbahn wurde überflutet und hat Kies aus einer dortigen Baustelle auf die Fahrbahn getragen.
  • Die A553 war zwischen der Anschlussstelle Brühl-Süd und dem Autobahnkreuz Bliesheim in beiden Fahrtrichtungen vollgesperrt. Im späteren Verlauf konnte je einer der beiden Fahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen wieder freigegeben werden. In Fahrtrichtung Euskirchen waren ebenfalls beide Fahrstreifen gesperrt. Die Fahrbahn war überflutet. Zudem waren Böschungen abgerutscht und Bauwerke wurden zum Teil unterspült.

Hochwasser in NRW: Auch bei der Bahn kam es zu großen Schäden

Obwohl die Lage auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen sehr dynamisch sei, habe sich die Lage leicht entspannen können. Während die für die Region wichtige Strecke auf der A1 zwischen Wermelskirchen und dem Autobahnkreuz Leverkusen wieder befahrbar ist, sieht die Situation auf der A61 schwierig aus. So ist auf der A61 zwischen dem Autobahnkreuzen Kerpen und Meckenheim teilweise „überhaupt keine Fahrbahn mehr vorhanden“, so die Autobahn GmbH Rheinland. Wann mit den Reparaturarbeiten etwa an der stark beschädigten Autobahn 61 begonnen werden könne, sei noch nicht abzusehen, so die Autobahn GmbH am Mittwoch (21. Juli)

Andere Vollsperrungen, zum Beispiel auf der A1 im Kölner Westen oder auf der A46 zwischen Düsseldorf und Wuppertal, konnten in den vergangenen Tagen ebenfalls schnell beseitigt werden. Dennoch hat das Unwetter auch zu massiven Schäden auf der A1 geführt.

Doch nicht nur die Autobahnen sind schwer vom Unwetter getroffen, auch sorgte das Hochwasser für Ausfälle und Störungen auf der Schiene im Fernverkehr. Allein in Nordrhein-Westfalen sind etwa 600 Kilometer Gleise betroffen. (jaw)

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 26. Oktober inhaltlich ergänzt und aktualisiert. Neuerung: Anschlussstelle Erftstadt an der A61 in Richtung Koblenz wieder frei.

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