Ende der Vollsperrung bei Köln

Neue Leverkusener Brücke eröffnet – was Autofahrer jetzt wissen müssen

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Am 4. Februar wurde die neue A1-Rheinbrücke Leverkusen für Autofahrer freigegeben. Dadurch verbessert sich zwar die Verkehrslage, doch es gibt weiter Einschränkungen.

Köln/Leverkusen – Die gesperrte Leverkusener Brücke sorgte Mitte Januar bis Anfang Februar tagtäglich für kilometerlange Staus und lange Verzögerungen. Doch Autofahrer im Rheinland können aufatmen: Am Sonntag (4. Februar) wurden die Vollsperrungen der A1 und A59 aufgehoben. Seitdem verläuft der Verkehr über das neue Teilbauwerk direkt neben der alten Rhein-Überquerung. Dadurch gibt es unter anderem Veränderungen bei den zulässigen Fahrzeugen und dem Tempolimit. Doch auch in Zukunft ist auf dem Autoabschnitt zwischen Köln und Leverkusen Geduld gefragt, denn die nächsten Jahre wird es weiterhin Beschränkungen geben.

Eröffnung der neuen Rheinbrücke Leverkusen: Wann enden die A1- und A59-Sperrungen bei Köln?

Autofahrer müssen auch auf der neuen Leverkusener Brücke vorerst mit Einschränkungen klarkommen.

Über zehn Jahre hat es gedauert, doch nun ist es so weit: Das erste Teilstück der neuen Leverkusener A1-Brücke wwurderd feierlich eröffnet. Die Freigabe für den Verkehr erfolgt am 4. Februar ab 13 Uhr in Anwesenheit des NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU), des Parlamentarischen Staatssekretärs Oliver Luksic aus dem Bundesverkehrsministerium sowie des NRW-Verkehrsministers Oliver Krischer (Grüne). Nach der Zeremonie erfolgte dann die „sukzessive Freigabe der einzelnen Sperrungen“, teilte die Autobahn GmbH mit.

Wie der Verkehr auf der neuen A1-Rheinbrücke verläuft – und wie viele Spuren es für Autofahrer gibt

Nach der Freigabe der neuen Rheinbrücke stehen für den A1-Verkehr in Fahrtrichtung Koblenz/Trier vom Kreuz Leverkusen bis zur Anschlussstelle Köln-Niehl drei eingeengte Fahrspuren zur Verfügung. In Fahrtrichtung Dortmund ist in der Anschlussstelle Köln-Niehl die Hauptfahrbahn der A1 von drei auf zwei Fahrspuren reduziert. Zwischen der Anschlussstelle Niehl und der Leverkusener Brücke wird die Auffahrtsspur zur dritten Fahrspur, damit ab der Rheinbrücke auch in dieser Richtung drei eingeengte Fahrspuren befahrbar sind.

Autofahrern stehen auf der neuen A1-Rheinbrücke Leverkusen je Richtung vorerst nur drei Spuren zur Verfügung.

A1: Dürfen Lkws und Busse die neue Rheinbrücke Leverkusen befahren?

Ja, auf der neuen Leverkusener Brücke gibt es keine Gewichtsbeschränkungen mehr. Das heißt auch alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen wie Lkws oder Reisebusse dürfen das Bauwerk wieder befahren. Fast zehn Jahre lang hatten diese einen Umweg fahren müssen. Alle bestehenden Lkw-Sperranlagen wurden in den letzten Wochen entfernt.

Neue Rheinbrücke hat weiterhin ein Tempolimit und Überholverbote

Da die gelb markierten Fahrspuren auf der neuen Leverkusener Brücke eingeengt sind, bleibt das Tempolimit bestehen. Konkret gilt dieses weiterhin zwischen dem Kreuz Leverkusen und der Anschlussstelle Köln-Niehl. Jedoch wird die Höchstgeschwindigkeit dabei von 60 auf 80 km/h angehoben. Für Lkws, Reisebusse und Gespanne gibt es außerdem weiterhin Überholverbote. In den vergangenen Jahren hatten die Städte Köln und Leverkusen durch Blitzer und entsprechende Bußgelder rund um die Rheinbrücke viele Millionen Euro eingenommen.

So verlaufen die Geh- und Radwege über die Leverkusener Brücke zukünftig

Auch die Rad- und Fußgängerwege ändern sich mit der Eröffnung der neuen A1-Rheinbrücke Leverkusen.

Nicht nur für Auto-, Lkw- oder Busfahrer ändert sich mit der neuen Leverkusener Brücke einiges, sondern auch für Fahrradfahrer und Fußgänger, die das Bauwerk zur Rheinüberquerung nutzen. Ab Montag (5. Februar) führt der Rad- und Fußweg auf der Nordseite der neuen Brücke entlang. Auf der Leverkusener Seite kann man vom Neulandpark kommend in Richtung Westring (rechts haltend) weiter in Richtung der Rheinbrücke auffahren. Sowohl die alte als auch die neue Brücke werden dabei unterquert. Auf der nördlichen Seite beginnt die Rampe des neuen Rad- und Gehwegs, der auf die neue Brücke führt. Jedoch bleibt die aktuelle Umleitung des Radwegs zwischen Rheindorf und Wiesdorf zunächst noch bestehen.

Neue A1-Rheinbrücke erst 2027 ganz fertig – was passiert mit der alten Brücke?

Der A1-Verkehr zwischen Köln und Leverkusen verläuft zukünftig über das erste von zwei parallelen Teilbauwerken der neuen Rheinbrücke. Laut der Autobahn GmbH soll „kurz nach der Verkehrsfreigabe“ am 4. Februar bereits das alte Bauwerk zurückgebaut werden. Der „Abriss“ soll demnach etwa ein Jahr dauern.

Voraussichtlich im Frühjahr 2025 wird dann also an derselben Stelle mit dem Neubau des zweiten Teilbauwerks begonnen. Nach aktuellen Plänen soll die komplette Rheinbrücke Leverkusen 2027 stehen. Danach wird der A1-Verkehr in beide Richtungen auf diese aufgeteilt, wodurch sich die Fahrspuren von drei auf vier pro Richtung erhöhen und das Tempolimit voraussichtlich hochgesetzt wird oder ganz entfällt. (os mit dpa) Dieser Text wurde am 3. Februar inhaltlich aktualisiert. Neuerung: anwesende Politiker angepasst.

Rubriklistenbild: © Hans Blossey/Imago

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