Deutsche Bahn

So sieht der neue ICE der Bahn aus – Fotos zeigen, was sich verändert

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Ab Oktober 2023 ändert sich im ICE 3neo einiges. Dann wird der erste der Schnellzüge mit neuem Innenraumdesign in Betrieb gehen. Wie es dort aussieht.

Berlin/Krefeld – Die Deutsche Bahn baut aktuell ihre Fernverkehrsflotte massiv aus. Insgesamt 90 ICE 3neo wurden beim Zugbauer Siemens bestellt und sollen bis 2028 auf die Schiene gebracht werden. Gleichzeitig baut der spanische Zugbauer Talgo für die Bahn derzeit 79 neue ICE L, von denen die ersten ab Oktober 2024 eingesetzt werden sollen. Aber auch ältere Modelle sollen fit für die Zukunft gemacht werden: Die Züge des ICE 3 werden momentan umfangreich modernisiert.

Die ersten ICE 3neo sind bereits seit Dezember 2022 unterwegs. Doch eine wirklich große Veränderung erwartet Fahrgäste ab Oktober 2023. Dann soll mit dem 17. ICE 3neo nämlich das neue Innenraumdesign der Schnellzüge ausgeliefert werden. Und dazu gab die Deutsche Bahn am 17. Juli in Krefeld neue Einblicke. 24RHEIN zeigt, was ein ICE 3neo beim Innendesign zu bieten hat.

Die ersten ICE 3neo sind bereits in Deutschland unterwegs. Ab Herbst 2023 sollen die Züge aber ein neues Innendesign bekommen (IDZRNRW-Montage).

Neue Sitze im ICE 3neo sind nicht mehr aus Leder

Denn im Vergleich zu den sonstigen ICE-Zügen der Bahn wird sich beim neuen Innendesign des 3neo einiges ändern. Eine echte Besonderheit: Die Sitze wurden neu entwickelt und sind ab Herbst 2023 nicht mehr aus Leder, sondern aus Stoff, wie die Bahn mitteilte. Das gelte sowohl für die 1. als auch für die 2. Klasse.

Die Sitzreihen in der 1. Klasse im neuen ICE 3neo.

Farbgestaltung im ICE 3neo – Bahn setzt auf Holzoptik

Außerdem setzt die Bahn beim neuen Innendesign in vielen Bereichen auf Holzoptik, auch bei den Bordtischen. Die Farbgestaltung ändert sich ebenfalls. Man wolle in vielen Bereichen wärmere Farben integrieren, heißt es von der Bahn.

Der Eingang zur 1. Klasse im ICE 3neo. Auch hier gibt es viel Holzoptik.

Wie sich der ICE der Deutschen Bahn über die Jahre verändert hat

Der InterCityExperimental am 26. November 1985 im Hauptbahnhof Bielefeld.
Obwohl der erste ICE im regulären Betrieb erst 1991 auf die Schiene kam, gab es zuvor bereits den sogenannten InterCityExperimental. © teutopress/Imago
Der InterCityExperimental am 26. November 1985 im Hauptbahnhof Bielefeld.
Der InterCityExperimental war der Vorläufer des späteren ICE. Der Zug sorgte im November 1985 für großes Aufsehen, als er auf der Bahnstrecke zwischen Gütersloh und Hamm mit 317 km/h eine Rekordgeschwindigkeit im deutschen Schienenverkehr erreichte. © teutopress/Imago
Das Bild zeigt den Führerstand eines InterCityExperimental.
Das Bild zeigt den Führerstand eines InterCityExperimental. Der Zug wurde zwischen 1983 und 1985 gebaut. © Sven Simon/Imago
Ein ICE 1 und ein Lokführer.
1991 war es dann so weit. Der erste ICE kam in Deutschland auf die Schiene. Der ICE 1 leitete damit das Hochgeschwindigkeitszeitalter im deutschen Bahnverkehr ein. Schon die ersten Modelle erreichten rund 280 km/h. © Jürgen Heinrich/Imago
Ein Blick in die 1. Klasse des ICE 1.
Ein Blick in die 1. Klasse des ICE 1. Insgesamt bestand der erste ICE aus zwölf Mittelwagen und zwei Triebköpfen. Es gab 703 Sitzplätze. (Bild von 1991) © Jürgen Heinrich/Imago
Ein ICE 1 fährt durch Deutschland.
Im Sommer 2005 begann die Bahn mit einer großen Modernisierung des ICE 1. Mit diesem Redesign wurde die Sitzplatzkapazität nochmal erweitert. Zudem veränderten sich die Züge innen und außen auch optisch. © STAR-MEDIA/Imago
Ein ICE 1 am Münster Hbf.
Und auch heute noch ist der ICE 1 wichtiger Bestandteil im deutschen Bahnverkehr. 2020 wurden die Züge nochmal modernisiert. 18 von ihnen sind immer noch im Einsatz. © Rüdiger Wölk/Imago
Ein ICE 2 fährt durch Deutschland.
1996 kam mit dem ICE 2 die zweite ICE-Generation in Deutschland auf die Schiene. Die Züge erreichten genau wie der ICE 1 eine Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h. © Christian Kielmann/Imago
Ein ICE 2 in Berlin.
Der ICE 2 wird von der Bahn als „der Flexible“ bezeichnet. Der Grund: Mit sechs Mittelwagen und einem Steuerwagen ist der ICE 2 kürzer als sein Vorgänger, kann bei Bedarf aber auch zu einem Doppelzug gekoppelt werden. © Christian Kielmann/Imago
Innenaufnahme eines ICE 2.
Innenaufnahme eines ICE 2: 2011 wurden die Züge der zweiten ICE-Generation von der Bahn umfassend modernisiert. © Christian Kielmann/Imago
Ein ICE 2 der Deutsche Bahn DB in Gemünden am Main.
Bis heute zählt der ICE 2 zu den wichtigsten Fernverkehrszügen der Bahn. 44 der Züge sind weiterhin in Deutschland unterwegs. © Aviation-Stock/Imago
Ein ICE T in einer Kurve.
1999 wurde der ICE T in Betrieb genommen. Die Besonderheit dieses Zuges: Er verfügt über eine spezielle Neigetechnik, kann sich also ähnlich wie ein Motorradfahrer auf kurvenreichen Strecken zur Seite neigen. © STAR-MEDIA/Imago
Ein ICE T im Haunetal.
Das „T“ in ICE T steht eigentlich für „Triebzug“. Aufgrund der Neigetechnik wurde aber teilweise auch der englische Begriff „Tilt“ für „neigen“ als Abkürzung interpretiert. © Deutsche Bahn AG / Oliver Lang
Ein ICE T am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe.
Vom ICE T gibt es mehrere Baureihen. Die Züge wurden 2013 umfangreich modernisiert. Für alle gilt aber: Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Damit ist er der langsamste ICE. © Rüdiger Wölk/Imago
Ein ICE 3 der Deutsche Bahn AG auf der Schnellstrecke Köln-Frankfurt neben der Autobahn A3.
2000 folgte die Inbetriebnahme des ICE 3. Der Turbo-ICE erreicht Geschwindigkeiten bis 330 km/h (hier auf der Schnellfahrstrecke zwischen Frankfurt und Köln). © Rainer Unkel/Imago
DEU Deutschland Frankfurt am Main 14 02 2019 Hauptbahnhof Frankfurt ICE Baureihe 403 ICE 3
Vom ICE 3 gibt es inzwischen drei unterschiedliche Baureihen. Die Züge der Baureihe 403 sind nur in Deutschland unterwegs. ICE 3 der Reihe 406 werden auch grenzübergreifend in Belgien und den Niederlanden eingesetzt. © Arnulf Hettrich/Imago
Ein Lokführer bei der Bahn in einem ICE 3.
Ein Blick ins Cockpit eines ICE 3 (Archivbild von 2020). © Arne Dedert/dpa
Ein ICE 3 und ein ICE 4.
2017 kam dann der ICE 4 (rechts) auf die Schiene. Hier im direkten Vergleich zu einem ICE 3 (links) am Kölner Hauptbahnhof. © Deutsche Bahn AG / Axel Hartmann
ICE 4 auf der Bahnstrecke Münster - Osnabrück.
Vom ICE 4 gibt es drei unterschiedliche Modelle mit sieben, zwölf oder 13 Wagen. Der größte verfügt über 918 Sitzplätze. © Rüdiger Wölk/Imago
Ein ICE 4 bei Stadthagen.
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist der ICE 4 der langsamer als sein direkter Vorgänger und auch nicht so flott unterwegs wie die Modelle 1 und 2. © Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee
ICE 4 mit Fahrrad-Abteil.
Eine Besonderheit des ICE 4: Er hat als erster ICE gesonderte Fahrradstellplätze. © Deutsche Bahn AG / Tobias Gromatzki
Ein ICE 3neo der Baureihe 408.
Im Dezember 2022 folgte der ICE 3neo, der, wie der Name bereits verrät, auf dem ICE 3 basiert und weiterentwickelt wurde. Der Hochgeschwindigkeitszug erreicht bis zu 320 km/h. © Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
Taufe des ersten ICE 3neo auf den Namen Rheinland im Kölner Hauptbahnhof.
Im Februar 2023 wurde ein ICE 3neo in Köln in Karnevalsoptik präsentiert und auf den Namen „Rheinland“ getauft. © R. Schmiegelt/Future Image/Imago
Ein ICE Führerstand bei der Taufe des ersten ICE 3neo auf den Namen Rheinland im Kölner Hauptbahnhof.
Der Führerstand des ICE 3neo. Die Flotte der Bahn soll bis 2029 um insgesamt 73 neue ICE 3neo erweitert werden. © R. Schmiegelt/Future Image/Imago
Der 1. ICE L auf dem Weg nach Deutschland.
Im Oktober 2024 folgt mit dem ICE L ein weiterer neuer Schnellzug der Bahn. Dabei ist der ICE L eigentlich kein richtiger ICE, wie sie bislang bekannt sind. Anders als die bisherigen ICEs ist er nämlich kein Triebzug, sondern wird von einer Lok gezogen. © Deutsche Bahn AG / Dirk Wittmann

ICE 3neo soll besseren Handyempfang bieten

In den neuen Zügen soll auch der Handyempfang deutlich besser funktionieren. Dafür werden im ICE 3neo mobilfunkdurchlässige Scheiben verbaut.

Zwischen den Sitzen gibt es ebenfalls Ablagen in Holzoptik. Außerdem sind die Scheiben im ICE 3neo mobilfunkdurchlässig.

Tablethalter und Kleiderhaken an den Sitzen im ICE 3neo

Ganz neu sind laut Deutscher Bahn im ICE 3neo die Tablethalter und Kleiderhaken direkt am Sitz. Für Tablets gibt es zudem eine kleine Ablage über dem Bordtisch.

An den Sitzen befinden sich Tablethalter und Kleiderhaken.

Mehrere Fahrradstellplätze im ICE 3neo

Der ICE 3neo ist laut Bahn der erste Hochgeschwindigkeitszug bis 300 km/h in Deutschland, der die Fahrradmitnahme ermöglicht. In einem Fahrradabteil gibt es acht Stellplätze für Räder.

Ein Fahrradabteil im ICE 3neo. Dort soll Platz für acht Räder sein.

Ab Herbst 2023 soll der ICE 3neo soll mit neuem Innendesign in Betrieb gehen

Der erste ICE 3neo mit der neuen Sitz- und Farbgestaltung soll voraussichtlich im Herbst 2023 in Betrieb gehen. Das wäre laut Plan der 17. von insgesamt 90 bei Siemens bestellten ICE 3neo. Ab diesem Zug sollen alle weiteren ebenfalls das neue Innendesign haben. Der letzte Schnellzug soll bis August 2028 ausgeliefert sein.

Der ICE 3neo erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 320 km/h und hat 439 Sitzplätze. Der Zug soll vor allem auf Rennstrecken zwischen NRW, Frankfurt und München verkehren. Ab dem zweiten Halbjahr 2024 sollen die Züge auch vermehrt ins Ausland fahren – von Frankfurt nach Amsterdam und Brüssel. (bs mit dpa-Material) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © DB AG & Deutsche Bahn AG / Andreas Hackl

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